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Gesellschaft

Wegen Frauenbild: Künstlergruppe bewirft Goethe-Gartenhaus mit Klopapier

Julian Schernthaner

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Weil sie mit dem vermeintlichen Frauenbild des großen deutschen Dichters Johann Wolfgang von Goethe nicht konform gehen, machte sich eine linksgerichtete „Künstlergruppe“ an seinem Gartenhaus zu schaffen.

Weimar. – Wie die Aktivisten von „Frankfurter Hauptschule“ sich auf Twitter bekennen, haben diese – auch nach Eigenbeschreibung – das Haus, welches der Schriftsteller nach seiner Rückkehr nach Weimar zu Wohn- und Arbeitszwecken verwendete, „geschändet“. Ihre Nachricht schmückten sie mit den Hashtags #LOLita und #MeToo. Das Haus gehört als Teil des Ensembles „Klassisches Weimar“ zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Groteske Kunstperformance an Goethe-Haus

Darin verlinken sie außerdem ein Video, welches die Herangehensweise der verstörenden Aktion dokumentiert. Man sieht darin die Mitglieder des Kollektivs zunächst in verschiedenen Posen und Figuren mit Klopapierrollen vor der Heckenbegrenzung herumtanzen. Immer wieder spielen sie dabei Abwandlungen von Zitaten aus Goethe-Stücken ein.

Diese geben sie aber nicht im Original wieder, sondern adaptieren sie an Fäkalsprache. Einzig der Abgesang referenziert den Film „Fack ju Göhte“. Nach anderthalb Minuten der kuriosen Performance werfen die mit von Grimassen geschmückten Mundschutz ausgestatteten Personen dann die Klorollen auf das Grundstück. Untermalt wird das groteske Schauspiel von einer Vertonung des berühmten Goethe-Gedichts „Heidenröslein“.

Goethes vermeintliches Frauenbild als Auslöser

Wie 3Sat Kulturzeit unter Berufung auf ein Schreiben, welches der dpa vorliege, beschreibt, stoßen sich die selbsterklärten Künstler an Goethes Frauenbild. Tatsächlich sind die Äußerungen einiger seiner Charaktere über ihre weiblichen Gegenparts heutzutage häufig Gegenstand der wissenschaftlichen Debatte. Im Großen und Ganzen sind sie allerdings ein Abbild ihrer Zeit, welche eher ein traditionelles Frauenbild vermittelte.

Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass „Frankfurter Hauptschule“ mit einer umstrittenen, feministisch inspirierten Aktion für Schlagzeilen sorgt. Im Jahr 2016 etwa knackten sie in Frankfurt am Main nicht weniger als 3,000 Liebesschlösser. Ihr Kritikpunkt an der romantischen Tradition damals: „Hier geht es nicht um Liebe, sondern um Besitz. Es ist ein massenhafter Ausdruck von Zwangsliebe und Liebeszwang.“

4 Comments

4 Comments

  1. Avatar

    Zickenschulze

    22. August 2019 at 15:11

    Krank, kränker, anomal die verpackte Kunst des 21. Jahrhundert.

  2. Avatar

    Rainer Seifert

    22. August 2019 at 17:25

    Noch deutlicher könnten diese Schein-Aktivisten den Höchstgrad ihrer Verblödung wahrlich nicht zum Ausdruck bringen. Das Gedenken an einen klassischen deutschen Dichter derart zu verhöhnen, der extrem mehr Verstand hatte, als diese ganze Käsetruppe zusammen, fällt allein auf deren „Intellekt“ zurück, der gemeinsam kaum Zimmertemperatatur Niveau erreicht. In Celsius wohlgemerkt.

    Wir lernten früher Gedichte Goethes, Schillers, Uhlands u.a. auswendig, was unserem Sprachgebrauch gewiss nicht schadete, heute umgeht man das, indem man sich selber der Lächerlichkeit preisgibt und beständig die Schule schwänzt. Erste Auswirkungen dieses Brauchtums scheinen hier bereits ans Tageslicht zu kommen. Allein, solcher Typen bedarf es, die durch die Genderei bis zur totalen Lächerlichkeit verhunzte deutsche Sprache zu verfälschen. Es war schon eines der kleineren Verbrechen der Nazis, sich an unserer Sprache zu vergreifen.

    Zu Goethes Lebzeiten wären solche Vögel vermutlich wegen geistiger Verwirrtheit und zum Schutz öffentlichen Lebens im Kerker verschwunden. Man darf gespannt sein, ab wann in evangelischen Kirchen gegen den Antisemiten Martin Luther demonstriert wird. Hierzu fehlt es aber wohl an Wissen.

    Wie wäre es denn, wenn diese aufrechten und tapferen Protestierer gegen ein wehrloses Gartenhaus mit kultureller Vergangenheit ihre Proteste wegen unterdrückter Frauenrechte zu allererst vor ihren hier neu eingereisten Freunden aufführten? Oder fehlt ihnen dafür etwa der Mut?

  3. Avatar

    Werner Jahnke

    23. August 2019 at 4:38

    Es macht einfach fassungslos was in duiesem Land möglich geworden ist. Das ist zwar zum Kopfschütteln, aber so hat es mit den Nazionalsozialisten auch angefangen. Wie es endete wissen wir alle!

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