Verbinde Dich mit uns

Gesellschaft

Nordrhein-Westfalen: Mob attackiert vier Polizisten in Zivil

Joshua Hahn

Veröffentlicht

am

Am Samstagabend wurden im nordrhein-westfälischen Hamm vier Polizisten von 15 Männern attackiert und krankenhausreif geprügelt. Auch ein Messer war im Spiel, einer der Polizisten erhielt Schnittwunden im Bauchbereich.

Hamm. - Der Grund für den Angriff war offenbar, dass einer der Männer bereits in der Vergangenheit mit einem der Polizisten aufgrund einer Straftat in Kontakt kam.

Gruppe von 15 Männern attackiert Beamte

Die vier Polizisten waren in Zivil unterwegs, als einer von einem 19-Jährigen angesprochen wurde. Offenbar kannte er den Beamten aufgrund eines „zurückliegenden dienstlichen Anlasses“. Um welchen Anlass es sich hierbei genau handelte, gab die Polizei nicht bekannt.

Nachdem der angesprochene Beamte den jungen Mann abwies, ging dieser zunächst. Jedoch kam er nach einigen Minuten zurück – mit etwa 15 weiteren Freunden. Dies berichtete die „Bild” unter Berufung auf den Dortmunder Staatsanwalt Jörg Schulte-Göbel.

Ohne zu zögern attackierte die Gruppe die Polizisten. Nachdem eines der Opfer zu Boden ging, sollen die Täter weiter auf seinen Kopf eingetreten haben. Zwei andere erhielten Prellungen sowie diverse Schürf- und Platzwunden, dem vierten Beamten wurden außerdem Schnittwunden im Bauchbereich mit einem Messer zugefügt.

Tatverdächtige auf freiem Fuß

Mittlerweile ermittelt die Mordkommission im Fall. Bereits in der Tatnacht wurden zwei tatverdächtige 19-Jährige festgenommen. Über die Nationalität ist bislang nur bekannt, dass einer der beiden Männer offenbar türkischer Herkunft ist.

Beide Verdächtigen sind jedoch mittlerweile wieder auf freiem Fuß – wie „Der Westen” berichtete, aufgrund mangelnder Beweise. So sollen mehrere Zeugen gegensätzliche Aussagen über die vermeintlichen Täter getätigt haben.

Der Innenminister Nordrhein-Westfalens, Reul (CDU), erklärte zum Vorfall: „Wir kennen noch nicht alle Details, müssen das Ergebnis der Ermittlungen abwarten. Aber so, wie sich der Fall momentan darstellt, ist diese Attacke auf unsere vier Polizeibeamten auf das Schärfste zu verurteilen.” Er wünsche den Beamten eine gute Besserung.

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Klasube

    27. August 2019 at 13:52

    Beide Verdächtigen sind jedoch mittlerweile wieder auf freiem Fuß…”
    Warum wundert mich so eine Nachricht nicht mehr? Kann unsere Justiz nicht, oder will (darf) sie nicht?
    Können die „Tatverdächtigen” nicht wenigstens in Untersuchungshaft bleiben? Bei der Prügelei dabei waren sie ja wohl schon! Die lachen sich doch alle schlapp über unsere Auslegung von Recht und Gesetz…!
    Vielleicht sollte man einmal den § 129 StGB unter dem Aspekt „…auf Dauer angelegter Zusammenschluß..” neu überdenken und definieren.

  2. Avatar

    Rainer Seifert

    27. August 2019 at 16:40

    Herr Reul verurteilt den feigen Angriff, super. Vielleicht kriegen die Geschundenen gar noch eine extra Botschaft ihrer Kanzlerin.„Sie schaffen das”.

    Waren die eigentlich unbewaffnet? Wäre ja kaum zu glauben. Aber lieber lassen sich zum Krüppel treten, als sich vomn linksgrünen Dummköpfen und Klugscheißern dem Vorwurf der fahrlässigen Tötung auszusetzen.

    Wenn es richtig ist, dass die Täter türkischstämmig waren, dann haben wir hier für die Statistik vielleicht schon einen schönen Zuwachs an Deutschen Straftätern.

  3. Avatar

    Zickenschulze

    28. August 2019 at 22:40

    Wieso jetzt auf einmal sei das ein Mob?
    Dieselben Schreiberinge und ihre Anhänger haben sich doch sonst vorher anders artikuliert und alles was anrollt per Goldstücke definiert. Was nun?

    Ich bleibe bei der Unschuldsvermutung. Keine Vorverurteilung. Das hat man uns ja immer aufgedrückt, auch wenn es sich um Knastbrüder handeln sollte, die gerade über den Durst getrunken hatten. Seien immer unsere Brüder.
    Also auch diesmal soll es nicht anders lauten:
    Die Justiz wird entscheiden, was ein Handgemenge oder nur einfach unangemessen ist.

    Heute bin ich einmal Rot/Grün unterwegs.
    Gutmenschen, gefällt es euch so?

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Gesellschaft

Ostholstein: Brandanschlag auf PKW von AfD-Mitarbeiterin

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

Die Liste mutmaßlich linksextremer Angriffe auf Personal der AfD und deren Eigentum ist eine Episode reicher: Diesmal schlugen bislang unbekannte Täter in Schleswig-Holstein zu. 

Niendorf/Ostsee. – Die Angreifer gingen dabei einmal mehr im Schutz der Nacht zu Werke. In der Nacht auf Donnerstag setzten sie gegen 2 Uhr morgens den Privat-PKW von Sabine Düllmann, AfD-Fraktionsvorsitzende im Kreistag Ostholstein, in Brand, indem sie eine Brandbombe unter den Motorblock legten. Diese ist zudem Wahlkreismitarbeiterin des Bundestagsabgeordneten Uwe Witt.

Staatsschutz ermittelt wegen politischen Motivs

Dem Ostholsteiner Anzeiger zufolge ermittelt das Lübecker Staatsschutzkommissariat in der Causa, ein politischer Anschlag gilt als mögliches Motiv. Auch Witt glaubt daran, dass es darum gehe, „politisch Andersdenkende einzuschüchtern und mundtot zu machen”. Ein Account der „Antifa Lübeck” hätte Düllmann in sozialen Medien seit Monaten „bloßgestellt und angeprangert”.

Über den Angriff zeigte sich er sich über den Angriff schockiert. Er sei „zutiefst entsetzt über diese abscheuliche und feige Tat” und stelle sich selbstverständlich hinter seine Mitarbeiterin. Zudem könne man „nur von Glück sprechen, dass niemand körperlich zu Schaden gekommen ist”.  Er fordert vonseiten des Landeskriminalamts eine „lückenlose Aufklärung” der Umstände. Außerdem teilte er ein Video des brennenden PKWs.

Beispiellose Serie politischer Gewalt gegen AfD

Im gesamten Bundesgebiet sehen sich Akteure aus dem Umfeld der AfD als Ziel einer beispiellosen Serie an Gewalt. Erst in der Vorwoche warfen in Hamburg mutmaßliche Linksextremisten einen Stein durch das Fenster eines AfD-Politikers. Dieser verfehlte das Bett, in dem der Mann schlief nur um Haaresbreite – Die Tagesstimme berichtete.

Unter allen Parteien ist die AfD mit Abstand am häufigsten die Zielscheibe politischer Gewalt. Alleine im ersten Quartal gab es nicht weniger als 41 Angriffe auf AfD-Einrichtungen, 68 Angriffe auf Politiker und 151 zerstörte Wahlplakate. Die in dieser Statistik jeweils am zweitmeist betroffenen Parteien mussten jeweils etwa die Hälfte an Attacken hinnehmen.


Sie wollen ein politisches Magazin ohne Medienförderung durch die Bundesregierung? HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen

Weiterlesen

Gesellschaft

Extremismus-Vorwurf: Kramp-Karrenbauer will KSK überprüfen

Joshua Hahn

Veröffentlicht

am

Die CDU-Chefin initiierte jetzt eine Arbeitsgruppe, die sich der „Strukturanalyse“ der Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr widmen soll.

Berlin. – Weil bei einem Soldaten des KSK einige Waffen in seiner Wohnung gefunden werden, entflammte die alte Extremismus-Debatte neu. Die Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer will nun die gesamte Eliteeinheit auf den Prüfstand stellen.

AKK: „Schlagkräftiger in Sachen Extremismus“

Wie die „Zeit“ berichtet, sollen der Arbeitsgruppe unter anderem die neue Wehrbeauftragte Eva Högl (SPD) sowie der KSK-Kommandeur Markus Kreitmayr angehören. Man wolle nun „konkrete Strukturmaßnahmen erarbeiten, um in Zukunft schneller, schlagkräftiger und vor allem nachhaltiger in Sachen Extremismus agieren zu können.“ Dies teilte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums mit.

Geplant ist laut Bericht der „Tagesschau“ zudem eine Gesetzesänderung, aufgrund derer KSK-Soldaten schneller gekündigt werden können, sollten „schwere Tatbestände“ gegen sie vorliegen.

Kommandeur schockiert über „Individuen aus rechtem Spektrum“

Erst kürzlich wurde ein Schreiben veröffentlicht, in welchem sich KSK-Kommandeur Kreitmayr an die Truppe wendet. Er sei schockiert darüber, dass sich „inmitten unserer Gesellschaft“ Menschen befänden, welche „dem sogenannten rechten Spektrum zuzuordnen sind“. Der aktuelle Fall, auf welchem die Vorwürfe beruhen, sei eine „neue alarmierende Qualität“.

Vor einigen Tagen hatten Ermittler die Wohnung eines im Vorfeld beobachteten KSK-Soldaten durchsucht. Im Rahmen der Hausdurchsuchung stellten sie verstecktes Waffenlager sicher.

Weiterlesen

Gesellschaft

Ab 4. Juni: Grazer Oper spielt für jeweils 100 Besucher

Monika Šimić

Veröffentlicht

am

Das Publikum wird über das Parkett, die Logen und den Balkon verteilt. Bis die Besucher an ihren Plätzen angelangt sind, müssen sie eine Schutzmaske tragen. 

Graz. – Nach fast dreimonatiger Pause wird die Grazer Oper ab 4. Juni wieder spielen und bietet jede Woche ein anderes Programm an. Gespielt wird dabei immer für jeweils 100 Besucher. Den Anfang macht dabei der „Musenkuss”, eine Hommage an jene Künstler und mythologischen Wesen, die sich in der prachtvollen Architektur der Oper Graz, also etwa dem Zuschauerraum und dem Eisernen Vorhang, wiederfinden, wie es auf der Homepage heißt.

An zwölf Abenden wird gespielt

Zu hören sein werden Tetiana Miyus, Wilfried Zelinka und Sieglinde Feldhofer ebenso wie Pavel Petrov und Dariusz Perczak. Zelinka wird einen Schubert-Abend unter dem Titel „Schwanengesang” gestalten. Tetiana Miyus lässt in ihrem Liederabend „Gesänge aus Fernost” ertönen, außerdem wird eine künstlerische Auseinandersetzung  mit der „(Dis)Tanz” gezeigt, die das Ballett der Oper Graz so erlebbar machen will.

Wir sind wieder zurück! Ab dem 4. Juni hebt sich unser Vorhang wieder – wir freuen uns sehr, euch wieder in unserem Haus willkommen zu heißen!

Gepostet von Oper Graz am Mittwoch, 27. Mai 2020

Insgesamt wird an zwölf Abenden gespielt, was etwa einer einzigen ausverkauften Vorstellung im Normalbetrieb entspricht. Die Konzerte werden ohne Pause gespielt und die Besucher müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen, bis sie an ihrem Platz angelangt sind. Danach dürfen sie die Masken ablegen. Das Publikum wird über das Parkett, die Logen und den Balkon verteilt.

Abstand halten

In Österreich sind Veranstaltungen im Indoor- und Outdoorbereich ab 29. Mai wieder möglich, wenn die Besucherzahl nicht über 100 liegt. Dabei sind Sitzplätze und ein Meter Abstand Grundprinzipien. Personen, die in einem Haushalt leben oder gemeinsam Tickets kaufen, um eine Veranstaltung zu besuchen, dürfen nebeneinander sitzen. Ansonsten ist ein Platz an der Seite freizuhalten und ein Schachbrett-Muster für die Sitzordnung vorgesehen. Ist ein Abstand von einem Meter nicht möglich, muss bei Indoor-Veranstaltungen vom Publikum eine Mund-Nasen-Schutzmaske getragen werden. Im Freien besteht keine Maskenpflicht. Auch Pausen und Pausenbuffets sind möglich. Ab 1. Juli folgt der nächste Schritt mit einer Besucherzahl von 250 bei Indoor-Events. Auch Kinos dürfen ab dann wieder öffnen. Outdoor-Events dürfen ab 1. Juli von bis zu 500 Menschen besucht werden.

 

Informationen zum Sonderspielplan der Grazer Oper sind >hier< zu finden.


Sie wollen ein politisches Magazin ohne Medienförderung durch die Bundesregierung? HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen

Weiterlesen

Werbung

Werbung

Schwerpunkt

Beliebt