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Welt

Ceuta: Über 150 Migranten überwinden Grenzzaun zu spanischer Exklave

Julian Schernthaner

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am

Neuerlich schafften es mindestens 155 Migranten, den sechs Meter hohen, doppelten Grenzzaun zwischen Marokko und der spanischen Exklave Ceuta zu überschreiten.

Ceuta. – Ein Dutzend Beamte stellten sich dem neuerlichen Massenansturm auf die Begrenzung zwischen Marokko und der spanischen Mittelmeer-Exklave entgegen – vergeblich. Insgesamt versuchten der Welt zufolge mehr als 250 Personen gewaltsam die Grenze zu überschreiten.

150 schaffen Grenzsturm – Polizeibeamte verletzt

Etwa hundert davon scheiterten an der Grenzüberquerung – dennoch gelang diese immerhin 155 Personen. Beim Versuch, den Anlauf der Migranten zu stürmen, trugen genannte zwölf Beamte der Polizeieinheit „Guardia Civil” leichte bis mittlere Verletzungen davon. Vertreter der spanischen Zentralregierung in der Stadt Ceuta bestätigen den Vorfall.

Es ist das erste Mal in diesem Jahr, dass der acht Kilometer lange Zaun von Ceuta zum Ziel größerer Gruppen migrationswilliger Afrikaner wird. Demgegenüber versuchten bereits im Juli etwa 200 Menschen, die Barriere in der anderen spanischen Stadtenklave in Nordafrika, Melilla, zu erstürmen. Etwa 50 schafften dies auch.

Ceuta: Erinnerungen aus Szenen aus dem Vorjahr

Die Szenen erinnern insgesamt frappierend an die Situation aus dem Vorjahr. Bereits damals gab es mehrere Anstürme auf die Grenzzäune. Immer wieder versuchten damals hunderte Menschen ihr Glück. Bis zu 600 an einem Tag schafften es, diese zu überklettern. Bei einem davon bewarfen Einwanderungswillige die spanischen Exekutivbeamten sogar mit Fäkalien und Brandsätzen – Die Tagesstimme berichtete.

Nachdem sich bei einem Versuch der Grenzüberwindung mehrere Migranten am mit Klingen bewehrten Zaun verletzten, kündigte die damals frisch ins Amt gekommene sozialistische Minderheitsregierung an, diesen zu entschärfen. Die spanischen Exklaven Ceuta und Melilla in Nordafrika gelten seit Jahrzehnten als niederschwelliges Einfallstor in die EU.


Weiterlesen:

Melilla: Migranten stürmen spanische Exklave (19.7.2019)

Ceuta: Neuerlicher Ansturm auf EU‐Grenze in Nordafrika (23.8.2018)

Ceuta: Migranten greifen Beamte mit Fäkalien und Flammenwerfern an (26.7.2018)

Nordafrikanische Exklaven: Spanien will ‚bewehrten’ Grenzzaun entschärfen (16.6.2018)

400 Afrikaner stürmen Grenzzaun zur spanischen Exklave Ceuta (8.6.2018)


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1 Kommentar

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  1. Avatar

    Rainer Seifert

    30. August 2019 at 16:25

    Warum schafft es die spanische Regierung nicht, alle mit kriminellen Methoden „Eingereisten” umgehend wieder dorthin zurück zu bringen, wo sie herkamen? Ganz schnell wären derartige Klettertouren Vergangenheit.

    Zur Belohnung für verletzte Grenzschützer Asyl. Irre Welt.

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Welt

USA: Buhrufe von eigenen Fans wegen Kniefalls während Nationalhymne

Monika Šimić

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Ein Spieler des FC Dallas zeigte sich über die Reaktion der Fans empört und kritisierte die fehlende Unterstützung.

Dallas. – Die Spieler des FC Dallas, des Nashville SC – beides Teams der nordamerikanischen Fußball-Profiliga MLS – sowie die Schiedsrichter knieten vor Anpfiff der Partie während der Nationalhymne nieder, um Solidarität mit „Black Lives Matter” zeigen. Allerdings fanden das nicht alle Fans gut und buhten die Männer am Feld aus. Reggie Cannon vom FC Dallas kritisiert die eigenen Fans und zeigt sich von deren Reaktion angewidert.

Absolut widerlich”

Wie schändlich ist das? Ich finde es absolut widerlich”, sagte der Verteidiger des FC Dallas. „Nicht mal im eigenen Stadion wird man von seinen eigenen Fans unterstützt. Sie verstehen nicht, was das Knien bedeutet. Sie verstehen nicht, warum wir knien. Sie denken, dass wir die Ignoranten sind und das ist unglaublich frustrierend“, sagte Cannon. Millionen anderer Menschen würden den Anti-Rassismus-Protest unterstützen: „Und wir haben Fans, die uns ausbuhen. Das ist mir ein Rätsel“, sagte der 22-Jährige.

Wie mehrere Medien berichten, erhielt Cannon nach seiner Kritik an Fans seines Klubs sogar Morddrohungen. Zudem sei er in den sozialen Medien rassistisch beleidigt worden. „Wir wollen uns klar ausdrücken: Wir lieben und unterstützen Reggie Cannon. Die rassistischen Kommentare und Morddrohungen, die er erhalten hat, sind abstoßend und inakzeptabel“, teilten die Teambesitzer Clark und Dan Hunt am Donnerstag (Ortszeit) in einer Erklärung mit. „Hasserfüllte oder gewalttätige Drohungen sind niemals gerechtfertigt – vor allem dann nicht, wenn sie gegen ein Mitglied unserer FC Dallas-Familie gerichtet sind“, hieß es weiter.

Manche verweigern den Kniefall

In den vergangenen Wochen hatten sich zahlreiche Sportler im Rahmen der aufflammenden Proteste nach dem Tod von George Floyd auf die Seite der „Black Lives Matter”-Bewegung gestellt und sich während der Nationalhymne niedergekniet, darunter vor allem auch Spieler aus der Basketball-Liga NBA.

Hier und da kam es aber auch vor, dass sich Sportler dem Protest nicht angeschlossen haben. Der afroamerikanische NBA-Spieler Jonathan Isaac etwa hat sich aus religiösen Gründen gegen den Kniefall entschieden. „Auf die Knie zu gehen und dabei ein Black-Lives-Matter-Shirt zu tragen ist für mich persönlich nicht die Antwort. Für mich werden schwarze Leben durch den Gospel unterstützt”, erklärte der 22-jährige Spieler damals.

 



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Gesellschaft

Laut Umfrage: Europäer sehen Migration als größte Bedrohung

Julian Schernthaner

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Eine YouGov-Umfrage in 14 Ländern stellte nun fest, dass jeder fünfte Europäer weiterhin Migration als größte Bedrohung für die nationale Sicherheit sieht. 

Berlin/London. – Die Erhebung fand unter 21.779 Personen in 13 EU-Staaten sowie Großbritannien statt. Dabei gaben 21 Prozent an, dass sie die Einwanderung als größtes Sicherheitsrisiko ansehen. Dies stellte die Spitzenposition unter genannten Herausforderungen dar – noch vor dem omnipräsenten Themenkomplex Klimawandel (17 Prozent). Auftraggeber der Umfrage war das European University Institute.

Zwei von drei Griechen sehen Migration als Gefahr

Auffällig war, dass besonders Bürger jener Länder, die unter dem Druck der Massenmigration leiden, diese am häufigsten nannten. So nannten gleich 64 Prozent der Griechen die Einwanderungsthematik an erster Stelle. Aber auch in Deutschland, das seit 2015 besonders viele Asylwerber aufnahm, betrachten überdurchschnittlich viele Personen (24 Prozent) die Migration als größte Bedrohung. Dies waren somit um die Hälfte mehr als jene, die den Klimawandel nannten (16 Prozent).

Ganz anders gestaltete sich dies in Ländern ohne akute Migrationsproblematik. Im ethnisch relativ homogenen Polen und im für seine strikte Einwanderungspolitik bekannten Dänemark hatte nämlich die Klimathematik die Nase vorne (24 bzw. 21 Prozent). Bei den Franzosen (23 Prozent) und Briten (21 Prozent) war wiederum Terrorismus die häufigste Nennung, beide Länder waren in der Vergangenheit regelmäßig Ziel islamistischer Terroranschläge. Europaweit kommt das Phänomen mit 13 Prozent auf Platz drei.

Verteidigungsfragen: Fast die Hälfte misstraut der EU

Der eigentlich Fokus der Befragung richtete sich aber an das Gefühl der Menschen, ob sie ihre Regierungen respektive die Europäische Union für kompetent in Fragen der Verteidigung halten. Dabei stellte fast die Hälfte der Befragten der EU ein schlechtes Zeugnis aus. Als besonders skeptisch zeichneten sich die Schweden aus: Nur 34 Prozent vertrauen ihrer Regierung – einsamer Spitzenwert. Nur 32 Prozent Vertrauen in die EU bedeutete nach den Griechen (29 Prozent) in der anderen Liste den zweiten Platz.

Auch Deutsche gaben beiden Ebenen keine gute Noten: 50 Prozent misstrauten der Bundesregierung, sogar 51 Prozent der EU – macht in der Endabrechnung Platz zwei respektive drei. Besonders vertrauensselig waren die Niederländer, wo 64 Prozent ihre Regierung in Verteidigungsfragen für kompetent halten, aber auch 51 Prozent die EU. Der größte Unterschied fand sich in Griechenland – 67 Prozent hatten kein Vertrauen in die EU – 61 Prozent dafür Vertrauen in ihre eigene Regierung. In Österreich fand keine Datenerhebung statt.


 


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Politik

Schwarze Frau als Vizekandidatin: Biden entscheidet sich für Kamala Harris

Monika Šimić

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Seit gestern ist bekannt, dass Joe Biden mit Kamala Harris in den Wahlkampf ziehen wird..

Washington D. C. – Erst kürzlich haben Hunderte Afroamerikaner den demokratischen Präsidentschaftskandidat Joe Biden aufgerufen, eine schwarze Politikerin als Vizekandidatin für die US-Wahl im Herbst auszuwählen. Am Dienstag verkündete er schließlich, dass die Wahl auf Kamala Harris, die bereits im Vorfeld als Favoritin galt, gefallen ist.

Harris ist eine furchtlose Kämpferin”

Ich habe die große Ehre bekanntzugeben, dass ich Kamala Harris – eine furchtlose Kämpferin für die einfachen Menschen und eine der besten öffentlich Bediensteten des Landes – als meinen Running Mate ausgewählt habe”, schrieb Biden auf Twitter.

Auch Harris selbst schrieb auf Twitter von einer großen Ehre. Sie werde alles tun, um Biden bei der Wahl im November zum Oberbefehlshaber zu machen. „Joe Biden kann das amerikanische Volk einen, weil er sein Leben damit verbracht hat, für uns zu kämpfen. Und als Präsident wird er ein Amerika aufbauen, das unseren Idealen gerecht wird.”

Obama begrüßt Bidens Entscheidung

Ex-Präsident Barack Obama sagte, Harris sei „mehr als bereit für die Aufgabe”. „Wenn du im Oval Office bist, die schwersten Probleme abwägst und eine Entscheidung, die du triffst, die Leben und Existenzen eines ganzen Landes beeinflusst – da brauchst du jemanden bei dir, der das Urteilsvermögen und den Charakter hat, um die richtige Entscheidung zu treffen”, betonte Obama. Sein ehemaliger Vize Biden habe die richtige Wahl getroffen: „Das ist ein guter Tag für unser Land. Jetzt lasst uns das Ding gewinnen.”

Mit Harris steht nun eine 55-Jährige schwarze Politikerin an Bidens Seite, die bereits reichlich Erfahrung vorzuweisen hat. Harris, die 1964 als Tochter eines aus Jamaika eingewanderten Wirtschaftsprofessors und einer aus Indien stammenden Krebsforscherin im kalifornischen Oakland geboren wurde, studierte an der historischen Schwarzen-Universität Howard University in Washington und machte einen Jura-Abschluss an der University of California. Nach Jahren als Staatsanwältin in San Francisco wurde sie 2011 als erste Frau und erste Schwarze Generalstaatsanwältin und damit Justizministerin von Kalifornien. Sechs Jahre später zog sie in den Senat in Washington ein, als zweite afroamerikanische Frau in der Geschichte.

Harris soll schwarze Wähler mobilisieren

Neben ihrer Erfahrung spielt aber auch Harris’ Hautfarbe eine Rolle. Nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd Ende Mai und den dadurch ausgelösten „Black Lives Matter”-Protesten stieg der Druck auf Biden, eine nicht-weiße Kandidatin auszuwählen. Harris soll helfen, die Wählerstimmen von Schwarzen und Frauen zu mobilisieren. Nicht wenige betrachten Harris’ Vergangenheit als kalifornische Justizministerin als Problem. Sie galt damals als hart und wenig reformorientiert, was sie insbesondere bei Minderheiten umstritten machte. Der Politikprofessor von der American University, David Baker, sagt, dass sie von einigen Leuten dieser Gemeinschaft, vor allem jungen Schwarzen, als Teil des Problems angesehen werde, nicht als Teil der Lösung.

 


 


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