Abonniere das Freilich Magazin
Werbung

Folge uns auch auf Telegram, um informiert zu bleiben!  Zum Telegram-Kanal 

Mittelmeer-NGO fordert Zuweisung eines Hafens für „Mare Jonio“

Aktuell warten die „Mare Jonio“, die „Alan Kurdi“ und die „Eleonore“ darauf, einen sicheren Hafen anlaufen zu dürfen. Italien hatte allen drei Schiffen die Einfahrt verweigert.

2 Minuten
<p>Bild: Küste von Lampedusa / Annamariacapicchioni [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0">CC BY-SA 3.0</a>], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lampedusa_2.JPG">via Wikimedia Commons</a> (Bild zugeschnitten)</p>

Bild: Küste von Lampedusa / Annamariacapicchioni [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Rom. Vor der Insel Lampedusa wartet das Schiff „Mare Jonio“ der italienischen NGO Mediterranea Saving Humans (MSH) auf die Zuweisung eines Hafens. An Bord befinden sich 34 Migranten.

NGO richtet Appell an Regierung

Erst heute richtete die NGO erneut einen Appell an die Regierung, die Menschen von Bord gehen zu lassen. „Wir sind wegen der psychischen Lage der Überlebenden – 28 Männer und sechs Frauen – an Bord immer mehr besorgt. Wie lang können sie inmitten des Meeres noch ausharren? Sie haben bereits die Hölle erlebt“, so Cecilia Sarti Strada, Sprecherin der NGO. Die Menschen hätten unter anderem auch Narben von Folterungen in libyschen Internierungslagern, wie der ORF berichtet.

Walter Rosenkranz - Kompromisslos für Österreich!
Werbung

Lage an Bord laut NGO „prekär“

Bereits gestern Nacht waren 64 Menschen von der „Mare Jonio“ und in Lampedusa an Land gebracht worden. Frauen, Kranke und unbegleitete Minderjährige erhielten vom italienischen Innenministerium die Genehmigung, von Bord zu gehen. Die Organisation fordert, dass nun auch die verbliebenen Migranten schnellstmöglichst an Land gebracht werden müssten. Die Situation an Bord sei prekär. Man befürchte einen hygienischen Notstand wegen Wasserknappheit.

„Alan Kurdi“ nahm erneut Migranten auf

Das deutsche NGO-Schiff „Alan Kurdi“ nahm indes erneut Menschen im Mittelmeer auf. Ein überladenes Holzboot aus Tunesien, das mit 13 Menschen auf dem Weg zur italienischen Insel Lampedusa gewesen sein soll, sei entdeckt worden, sagte Gorden Isler, Sprecher der Regensburger Organisation Sea-Eye. Das Boot sei in einem schlechten Zustand gewesen. „Es wäre verantwortungslos gewesen, die Menschen in dieser Situation zu belassen.“ Weil die Aufnahme in maltesischen Gewässern stattgefunden habe, sei Malta für die Koordinierung zuständig, so Isler. Das Schiff würde nun aber Richtung Lampedusa fahren, weil die Insel der nächste sichere Ort sei.

Damit warten nun drei NGO-Schiffe auf dem Mittelmeer darauf, einen sicheren Hafen anlaufen zu dürfen. Neben der „Alan Kurdi“ und der „Mare Jonio“ betrifft das auch die „Eleonore“ des deutschen Kapitäns Claus-Peter Reisch mit 100 Migranten an Bord. Italien hatte allen drei Schiffen die Einfahrt verweigert.

FPÖ - Jetzt Petition unterschreiben!
Werbung
Dieser Artikel hat Ihnen gefallen? Dann unterstützen Sie kritischen Journalismus und helfen Sie uns, weiterzumachen!
Cover der Freilich-Ausgabe #15
Neues Deutschland – Das neue FREILICH Magazin ist da!
Nach einem halben Jahr „Ampel“ ziehen wir Resümee und beleuchten außerdem den Krieg in der Ukraine und die Staatskrise im Libanon. Erfahren Sie in unserer aktuellen Ausgabe, worauf wir uns vorbereiten müssen.
Jetzt abonnieren