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„Bürgerliche Koalition“

MDR entschuldigt sich für Äußerung von Reporterin

Am Wahlabend sprach die MDR-Reporterin Wiebke Binder in einer Sondersendung zu den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg von einer möglichen „bürgerlichen Koalition“ zwischen den Christdemokraten und der Alternative für Deutschland. 

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<p>Bild (Ausschnitt aus der Live-Sendung): Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0">CC BY-SA 4.0</a>], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2019-09-01_Wahlabend_Sachsen_by_Sandro_Halank%E2%80%93038.jpg">via Wikimedia Commons</a> (Bild zugeschnitten)</p>

Bild (Ausschnitt aus der Live-Sendung): Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Berlin. – Für viele Wähler aus dem linken Spektrum sorgte die Äußerung für Empörung, welche in einen regelrechten Shitstorm mündete. Der „MDR“ entschuldigte sich nun sogar für die Wortwahl der Moderatorin.

„Bürgerliche Koalition“

Der konkrete Anlass für die Äußerung war ein Gespräch der Moderatorin mit dem CDU-Politiker Marco Wanderwitz. Im Rahmen der Wahlergebnisse fragte Binder, ob sich dieser eine „bürgerliche Koalition“ mit der AfD vorstellen könne. Eine normale Frage, die bei AfD-Gegnern jedoch offenbar für Schnappatmung sorgte.

Auf Twitter kam es anschließend zu einem regelrechten Shitstorm gegen die Reporterin. Verschiedene Nutzer warfen ihr unter anderem eine angebliche „Verharmlosung“ der AfD vor. Arnd Henze, ein Kollege Binders, unterstellte auf Twitter gar dem gesamten „MDR“ ein Verwischen der „Grenzen nach ganz rechts“.

„Missverständnisse und Unschärfen“ während Live-Sendungen

In einem Tweet erklärte der Mitteldeutsche Rundfunk, dass es im Rahmen des „enormen Stress“ während einer Sendung dazu kommen könne, dass „Missverständnisse und Unschärfen“ auftreten. Chefredakteur Torsten Peuker verteidigte die Reporterin und sagte, sie bleibe eine „wichtige Moderatorin“. 

Bei der Formulierung „bürgerliche Koalition“ in Bezug auf die AfD handele es sich jedoch „klar um einen Versprecher“, für welchen sich der Sender entschuldigen wolle.

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