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Politik

Mittelmeer-NGO: Ermittlungen gegen „Eleonore“-Kapitän

Monika Šimić

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Der Kapitän stehe im Verdacht der Begünstigung illegaler Einwanderung, wie ein italienischer Fernsehsender berichtete.

Rom/Ragusa. Gestern haben sich fünf EU-Staaten dazu bereit erklärt, die 104 Migranten des NGO-Schiffs „Eleonore“ aufzunehmen. Deutschland, Frankreich, Irland, Portugal und Luxemburg beteiligten sich, sagte eine Sprecherin der EU-Kommission am Dienstag. Indes hat die Staatsanwaltschaft der sizilianischen Stadt Ragusa Ermittlungen gegen den Kapitän des deutschen Schiffs, Claus-Peter Reisch, aufgenommen.

Schiff beschlagnahmt

Der Kapitän stehe im Verdacht der Begünstigung illegaler Einwanderung, wie der italienische Fernsehsender TGCOM24 am Dienstagabend auf seiner Internetseite berichtete. Reisch hatte mit dem Schiff am Vortag in der sizilianischen Hafenstadt Pozzallo angelegt, wie die WELT berichtet. Unmittelbar nach seiner Ankunft in Pozzallo beschlagnahmten italienische Behörden das Schiff der Organisation Mission Lifeline. Innenminister Matteo Salvini hatte der Crew die Einfahrt in italienische Gewässer verboten.

EU-Sondertreffen verschoben

Die Behörde in Brüssel organisiere nun die Verteilung der Migranten von Italien aus. Laut dem Bericht der WELT hieß es aus dem Bundesinnenministerium in Berlin, dass Deutschland 43 der Migranten aufnehmen wird. Indes wurde ein für den 19. September geplanten EU-Sondertreffen auf den 21. September verschoben, was organisatorische Gründe hat. Bei dem Treffen in Malta soll eine Lösung für die Verteilung von Migranten, die übers Mittelmeer nach Europa kommen wollen, gefunden werden. Malta hatte die zuständigen Minister von Deutschland, Frankreich, Italien, Malta und des EU-Ratsvorsitzes Finnland eingeladen.

„Ocean Viking“ wieder vor Libyen unterwegs

Für die 31 Migranten, die am Montag die „Mare Jonio“ verlassen konnten, gibt es derzeit noch keine Lösung. Italienische Behörden beschlagnahmten das Schiff kurz nach seiner Ankunft im Hafen von Lampedusa. Außerdem sei ein Bußgeld in Höhe von 300.000 Euro verhängt worden. Die Hilfsorganisation Mediterranea Saving Humans sprach auf Twitter von der „letzten Rache derer, die es nicht ertragen können, dass sich Menschlichkeit durchsetzen sollte“. Während die „Alan Kurdi“ noch auf die Zuweisung eines Hafens wartet, ist das Schiff „Ocean Viking“ schon wieder im Einsatz, um vor Libyen Migranten aufzunehmen.

3 Comments

3 Comments

  1. Avatar

    Rainer Seifert

    4. September 2019 at 14:38

    Ob da wohl eine Verlosung stattfindet, wer wohin gebracht wird? Hauptgewinn dürfte Luxemburg sein, dicht gefolgt von Deutschland.

    Mit der neuen italienischen Regierung wird sich die Lage für die „Retter“ nun sicher wieder bessern es werden mehr „Schutzsuchende“ in die Nussschalen steigen und somit auch mehr ertrinken. Es geht doch nichts über praktizierte Menschlichkeit.

    Warum wird eigentlich über die paar „Schiffbrüchigen“ immer verhandelt und gestriiten, wo doch jeden Monat um 15000 auf dem Landweg Einlass in unser Paradies für Fremde begehren?

    Ja klar, um den „schon länger hier Lebenden“ Sand in die Augen zu streuen. Seht her, wir helfen, und es sind doch nur ein paar Figuren.

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      Klasube

      4. September 2019 at 16:41

      Genau so ist es, Herr Seifert.
      Ich würde ja nicht einmal etwas sagen, wenn diese „Seenotrettungen“ sinnvoll wären oder irgendetwas zum Guten bewegen würden – dem ist aber nicht so. Es macht vielleicht einen Unterschied für das „gerettete“ Individuum, aber nicht für die desolate Situation in deren Heimatländern. Hier zu diesem Thema ein sehr aufschlußreiches Video: https://www.youtube.com/watch?v=ZDceLiPLHWQ
      Die „paar Figuren“ ändern in ihren Heimatländern nichts, sind aber im Laufe der Jahre genug, um unser Heimatland zu ändern. Der soziale Unfriede und die notwendig einhergehende Kriminalität werden die Grabenkämpfe intensivieren und weiter spalten.
      Wir wollen auf der ganzen Welt indigene Völker retten – doch wer rettet am Ende uns…?

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      Hans Koch

      6. September 2019 at 11:42

      Ab in den Knast , das sind schleuser und mehr nicht, wollen wir die ganze Welt retten ihr Gutmenschen Wer soll denn das bezahlen ach ja die suchen ja schon nach Steuererhöhungen lauter Vollidioten

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