Appell an Italien

„Alan Kurdi“ fordert Zuweisung eines sicheren Hafens

„Wir fordern, dass die italienische Regierung dem Schiff einen sicheren Hafen zuweist wie vom Gesetz vorgesehen“, schrieb die Organisation auf Twitter.

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<p>Symbolbild: Schiff der italienischen Küstenwache / Bild: Gaetano56 [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0">CC BY-SA 3.0</a>], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Diciotti.jpg">via Wikimedia Commons</a> (Bild zugeschnitten)</p>

Symbolbild: Schiff der italienischen Küstenwache / Bild: Gaetano56 [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Rom. Die italienische NGO Mediterranea Saving Humans hat heute einen Appell an die italienische Regierung gerichtet, das Schiff „Alan Kurdi“ mit 13 Migranten an Bord einen Hafen anlaufen zu lassen.

Italien verweigert das Einlaufen

Die Lage an Bord der „Alan Kurdi“ werde für die Geretteten immer schwieriger. „Wir fordern, dass die italienische Regierung dem Schiff einen sicheren Hafen zuweist wie vom Gesetz vorgesehen“, schrieb die Organisation auf Twitter. Das Schiff hatte bereits am vergangenen Samstag 13 Menschen unweit der Küste Tunesiens von einem kleinen Holzboot im Mittelmeer aufgenommen und wartet seitdem auf einen Landungshafen.

Enthüllungen über die ÖVP

Auch nach dem offiziellen Regierungswechsel in Rom verweigert das Innenministerium der „Alan Kurdi“ das Einlaufen in einen italienischen Hafen. Die Entscheidung von Ex-Innenminister Matteo Salvini sei nach wie vor aufrecht, zitierte die Hilfsorganisation Sea-Eye, Betreiberin der „Alan Kurdi“ aus einem Schreiben des Ministeriums vom Donnerstag.

NGO-Kapitän Reisch mit Bußgeld belegt

Unterdessen gingen die Migranten des deutschen Schiffes „Eleonore“ bereits von Bord. Der Kapitän Claus-Peter Reisch war am Montag mit gut 100 Migranten an Bord trotz eines Verbots in den Hafen Pozzallo auf Sizilien eingelaufen. Das Schiffe wurde daraufhin beschlagnahmt. Nun belegten italienischen Behörden den Kapitän zusätzlich mit einem Bußgeld in Höhe von 300.000 Euro. Dagegen habe man jedoch Einspruch eingelegt, bestätigt Mission-Lifeline-Sprecher Axel Steier am Freitag und verwies auf den angeblichen Notstand, in dem sich Reisch befunden habe. „Wir sehen eine 50:50-Chance, dass man da noch drum rumkommt“, sagte Steier. Er äußerte sich aber wenig optimistisch, dass sich die harte Haltung Italiens gegenüber privaten Mittelmeer-NGOs nach dem Regierungswechsel in Rom wesentlich ändern werde.

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