Wort zum Sonntag

Priesterkreis gegen den linksliberalen Kardinal Marx

Der emeritierte Papst Benedikt XVI. hat die Müdigkeit und Kraftlosigkeit Europas beklagt. Nur wenn Europa wieder ganz bewusst seine Seele und das Christentum suche, sei es in der Lage zu überleben. Immer mehr katholische Priester sehen sich veranlasst, gegen die Verbreitung der linksliberalen politischen Ideologie des Mainstreams innerhalb der Kirche aufzutreten.

Meinungvon Gastautor
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<p>Bild: Kardinal Marx (CC0)</p>

Bild: Kardinal Marx (CC0)

Kolumne von Raphanus

Für den umstrittenen Kardinal Marx hagelte es Kritik, als er Anfang des Jahres den Begriff „christliches Abendland“ kritisierte, weil dieser „vor allem ausgrenzend“ sei. Marx war zuvor schon wegen einer 50.000-Euro-Spende an eine umstrittene Mittelmeer-NGO auf Ablehnung gestoßen.

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Kardinal Marx soll zurücktreten

Der Priesterkreis Communio veritatis forderte den Kardinal nach seiner Aussage mit dem Vorwurf des Amtsmissbrauchs zum Rücktritt auf, da Marx die Sakramente der Kirche als seinen Privatbesitz ansehe, den er beliebig auf dem Altar des Zeitgeistes opfere.

In ihrer Rücktrittsaufforderung wiesen die Priester die Instrumentalisierung der christlichen Religion auf das Schärfste zurück und erinnerten Marx, „dass die Kardinalsfarbe Rot nicht die Flagge eines Neo-Marxismus meint, sondern die Verteidigung des katholischen Glaubens bis zum Blutvergießen“. Gleichzeitig konfrontierten sie Marx mit dem Vorwurf, „das Kreuz des Herrn in skandalösem Verrat abgelegt“ zu haben.

Zahlreiche Reaktionen

Die Priester sehen sich bestätigt: Reaktionen gab es von zahlreichen Klerikern und Gläubigen aus Deutschland und weltweit, die sie „in einer wahren Flut von mündlichen und schriftlichen Rückmeldungen“ erreicht hätten. Viele Personen hätten ihre Dankbarkeit und Zustimmung zum Ausdruck gebracht und bestätigt, dass sie ihnen aus dem Herzen gesprochen hätten.

Die mutigen Priester zeigen eindrucksvoll: Nicht jede kirchliche Verirrung muss schweigend hingenommen werden. Vielleicht ist die Müdigkeit und Kraftlosigkeit Europas, die der emeritierte Papst Benedikt XVI. beklagt hat, doch noch nicht so weit fortgeschritten, wie befürchtet.

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