Verbinde Dich mit uns

Welt

Schwedische Studie: Hälfte der Tatverdächtigen hat Migrationshintergrund

Gastautor

Veröffentlicht

am

Symbolbild (Schwedische Flagge): Pixabay [CC0]

In Schweden ist eine Studie über den Anteil der Tatverdächtigen in verschiedenen Gruppen mit Migrationshintergrund erschienen.

Stockholm. – Die Untersuchung wurde von der privaten Stiftung „Det goda samhället“ (Die gute Gesellschaft) erstellt und stützt sich auf Statistiken der staatlichen Einrichtung „Brottsförebyggande Rådet” (Rat für Kriminalprävention, kurz BRÅ).

Segment 15–44: Jeder Dritte hat Migrationshintergrund

Gegenstand der Studie sind alle Personen, die am Stichtag 31. 12. 2012 in Schweden wohnhaft und im Alter von 15 bis 44 Jahren waren. Diese Studienpopulation umfasst rund drei Millionen Menschen. Von diesen hatten 33,2 Prozent einen Migrationshintergrund: 19,5 Prozent waren im Ausland geboren. 8,2 Prozent kamen in Schweden zur Welt und hatten einen im Ausland geborene Elternteil.

Weitere 5,5 Prozent waren in Schweden geboren und hatten zwei im Ausland geborene Elternteile. Als Schweden ohne Migrationshintergrund gelten hier in Schweden geborene Personen, deren beide Elternteile ebenfalls in Schweden geboren wurden. Sie stellten 66,8 Prozent der Studienpopulation.

Kriminalität: Aufschlüsselung nach Migrationshintergrund

Die Studie untersuchte nun, wie viele Personen aus dieser Studienpopulation, gegeliedert nach Migrationshintergrund und Geburtsland, in den Jahren 2013 bis 2017 tatverdächtig wurden. Es wurden nur begründete Tatverdachte berücksichtigt. Jeder Tatverdächtige wurde pro Deliktgruppe nur einmal gezählt, auch wenn er mehrere Delikte in dieser Deliktgruppe begangen hatte. Auch versuchte Delikte wurden miteinbezogen.

Die erhobenen Daten wurden auch nach Alter und Geschlecht standardisiert, das heißt, es wurden Verzerrungen durch einen eventuell unterschiedlichen Aufbau der Gruppen nach Alterklassen und Geschlechteraufteilung dadurch bereinigt. Durch diese Standardisierung haben sich aber keine wesentlichen Änderungen der realen Werte ergeben, daher werden im Folgenden nur die realen Werte verwendet.

Erste und Zweite Generation: Risiko doppelt so hoch

Für alle Delikte zusammen ergeben sich folgende Tatverdächtigenanteile: Bei den Schweden ohne Migrationshintergrund waren 6,4 Prozent mindestens einmal tatverdächtig. Bei der Gruppe, die nur einen im Ausland geborenen Elternteil hatte, waren es 9,9 Prozent. Die im Ausland Geborenen wiesen einen Tatverdächtigenanteil von 13,5 Prozent auf.

Noch mehr Tatverdächtige gab es bei den in Schweden Geborenen mit zwei im Ausland geborenen Elternteilen, nämlich 14,5 Prozent. Somit war die Wahrscheinlichkeit, dass ein im Ausland Geborener oder jemand mit zwei ausländischen Eltern tatverdächtig wurde, mehr als doppelt so hoch wie bei einem Schweden ohne Migrationshintergrund.

Hälfte der Tatverdächtigen haben Migrationshintergrund

Nimmt man alle Tatverdächtigen der Studienpopulation zusammen, hatten 49,8 Prozent (129.627 von 260.073) einen Migrationshintergrund. 31 Prozent (80.513) waren im Ausland geboren. 9,5 Prozent (24.810) waren in Schweden geboren und hatten einen im Ausland geborenen Elternteil. 9,3 Prozent (24.304) waren in Schweden geboren und stammten von zwei ausländischen Eltern ab.

Somit sind alle drei Gruppen gegenüber ihrem Anteil an der Studienpopulation unter den Tatverdächtigen überrepräsentiert. Die stärkste Überrepräsentation liegt bei den in Schweden Geborenen mit zwei ausländischen Elternteilen vor. Die eigentlichen Studienautoren beziffern den Anteil an Personen mit Migrationshintergrund sogar auf 58 Prozent. Der Grund hierfür: ein großer Anteil unregistrierter Personen, die entsprechend keiner Gruppe präzise zugeordnet werden konnten.

Jeder fünfte zugewanderte Afrikaner tatverdächtig

Die im Ausland geborenen Personen werden zusätzlich nach Herkunftsregion untergliedert. Am niedrigsten ist der Tatverdächtigenanteil unter Personen aus dem Westen (u. a. Westeuropa, USA, Kanada, Australien) mit 6 Prozent. Dieser Wert liegt sogar noch unter dem der Schweden, der wie erwähnt 6,4 Prozent beträgt.

Am höchsten ist der Tatverdächtigenanteil bei den Afrikanern mit 20 Prozent. Jeder fünfte zugewanderte Afrikaner der Studienpopulation wurde somit mindestens einmal tatverdächtig. Am zweithöchsten ist der Tatverdächtigenanteil bei den Westasiaten (u. a. Türkei, Iran, Irak, Syrien, Afghanistan) mit 17,8 Prozent.

Detailzahlen belegen Überrepräsentation

Diese Zahlen sind auch in der folgenden Tabelle enthalten. Die weiteren Tabellen enthalten die entsprechenden Werte für einzelne Deliktgruppen. Alle Zahlen sind den Statistiken von BRÅ entnommen, die hier im schwedischen Original heruntergeladen werden können.

Vergewaltigung: Höherer Migrantenanteil unter Verurteilten

Beim Delikt Vergewaltigung ist der Vergleich mit einer Studie des öffentlichen schwedischen Rundfunks (SVT) von 2018 interessant. In dieser Studie wurden alle verurteilten Vergewaltiger der Jahre 2012 bis 2017 nach Geburtsland untersucht. Es kam heraus, dass 58 Prozent im Ausland geboren waren. Bei Gruppenvergewaltigungen waren 74 Prozent der Täter im Ausland geboren, bei Überfallsvergewaltigungen sogar 85 Prozent.

In der hier behandelten Studie von „Det goda samhället” beträgt der Anteil der im Ausland Geborenen unter den tatverdächtigen Vergewaltigern hingegen 36,5 Prozent. Es scheint also, dass der Migrantenanteil stark ansteigt, wenn man statt der Tatverdächtigen die verurteilten Vergewaltiger betrachtet. Über die Gründe hierfür geben die Daten keinerlei Aufschluss.

Keine Änderung im Vergleich zu den Jahren 2002 bis 2006

Neben der hier behandelten Studienpopulation wurde in der Studie von „Det goda samhället“ auch eine zweite Studienpopulation gewählt, die aus denjenigen besteht, die am 13. 12. 2001 in Schweden wohnhaft und im Alter von 15 bis 44 Jahren waren. Auch für diese Population wurde ermittelt, wie viele Personen in den fünf Jahren nach dem Stichtag (2002 bis 2006) tatverdächtig wurden.

Die Ergebnisse sind im Wesentlichen dieselben wie für die Jahre 2013 bis 2017: Einwanderer der 1. und 2. Generation haben bei allen Deliktgruppen einen stark erhöhten Tatverdächtigenanteil gegenüber den Schweden. Bei den im Ausland geborenen Personen gibt es bei den Afrikanern, Westasiaten und Lateinamerikanern besonders hohe Anteile an Tatverdächtigen.

Ihnen gefällt dieser Artikel? Nur mit Ihrer Unterstützung können wir weitermachen und die Menschen in unserem Land aufklären!

Oder klassisch per Überweisung:
Verein für unabhängige Medien‐ und Informationsarbeit
IBAN: AT066000080310238922
BIC: BAWAATWW

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Heimatvertriebener

    12. September 2019 at 18:50

    Was für ein Glück haben wir dagegen in Deutschland. Bei uns scheinen ja die „Guten” angekommen zu sein. Sinkende Kriminalitästrate – stimmt doch, oder?

    Kleine Episode am Rande. Die grüne Bürgermeisterin von Berlin Kreuzberg-Friedrichshain wurde laut Tagesspiegel fragt, ob sie nachts in den Görltzer Park gegen würde. Ihre Antwort war, sie geht in gar keinen Park (also wohl auch nicht am Tage) es wäre ihr zu gefährlich. Mein Opa war früher sehr viel in den Tempelhofer Parks unterwegs. Aber ob da immer noch so viele alte weiße Männe rrumlaufen, vor den man sich in acht nehmen muss? Keine Ahnung.

    Demnächst soll übrigens im „Görli” ein Fußball-Turnier stattfinden. Eine crew stellen dankenswerterweise auch die dealer. Na also, geht doch. Integration über den Sport ist (fast) nie verkehrt. Hoffentlich kriegen sie ihren Verdienstausfall für die Zeit ersetzt.Statt Bratwurstbuden dann in der Halbzeit vielleicht kostenlose Proben für Alle. Ob da wohl sogar Doping Kontrollen stattfinden?

  2. Avatar

    Helmut

    12. September 2019 at 20:05

    Das ist doch bei uns nicht anders. Ich weis persönlich von einem Polizisten aus Reutlingen, dass sie nur einen ganz geringen Anteil der Vorfälle von Migranten publik machen dürfen. Die haben Angst, dass sonst hier was passiert von Seiten der Deutschen. Aber über die AFD, die das anspricht lästern. Traurig aber wahr. Armes Deutschland!

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Politik

Griechenland will die drei größten Aufnahmelager schließen

Joshua Hahn

Veröffentlicht

am

ASDF Bild (Mauer des Aufnahmelagers Moria): Cathsign [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Stattdessen sollen die Asylbewerber künftig in geschlossenen Asylcamps mit streng kontrollierten Ein- und Ausgängen untergebracht werden.

Athen. – Griechenland hat beschlossen, die drei größten Aufnahmelager auf den Inseln Lesbos, Chios und Samos zu schließen. Die Aufnahmelager auf den Inseln sind seit Monaten überfüllt. Verschiedene Organisationen bemängeln die Zustände in den Lagern, außerdem kommt es häufig zu Ausschreitungen seitens der Bewohner. So schrieb die NGO CESRT laut „n‑tv“ auf Facebook unlängst: „Die Situation ist außer Kontrolle, die Zustände schrecklich“. Für die Gesamtsituation gebe es „keine Worte“.

Die Regierung gab nun am Mittwoch bekannt, dass man nach und nach die überfüllten Camps durch „geschlossene Lager“ ersetzen wolle. 

20.000 Migranten aufs Festland

Nach der Umsetzung des Plans sollen zum Großteil Migranten ohne Bleiberecht auf den Inseln untergebracht werden. Über 20.000 Asylbewerber aus den Camps sollen bis 2020 ans griechische Festland gebracht werden, wie der „Spiegel“ berichtet. Dort sollen sie vorerst in anderen Lagern und Hotels untergebracht werden. Die künftigen Lager sollen streng kontrollierte Ein- und Ausgänge haben, um einer erneuten Überfüllung entgegenzuwirken.

Ein griechischer Regierungssprecher erklärte, dass der Plan auch als Botschaft an potenzielle Asylbewerber zu verstehen sei: „Sie müssen verstehen, dass sie ihr Geld verlieren werden, wenn sie es einem Schmuggler geben, der sie nach Griechenland bringen soll.“ Wie die „Bild“ berichtet, leben auf der Insel Moria derzeit 15.000 Migranten – ausgelegt ist das Lager jedoch lediglich für 3.000. 

Ihnen gefällt dieser Artikel? Nur mit Ihrer Unterstützung können wir weitermachen und die Menschen in unserem Land aufklären!

Oder klassisch per Überweisung:
Verein für unabhängige Medien‐ und Informationsarbeit
IBAN: AT066000080310238922
BIC: BAWAATWW

Weiterlesen

Welt

Vergewaltigungsvorwurf: Schweden stellt Ermittlungen gegen Assange ein

Stefan Juritz

Veröffentlicht

am

ASDF Bild (Assange 2014): David G. Silvers / Cancillería del Ecuador via Wikimedia Commons [CC BY-SA 2.0] (Bild zugeschnitten)

Die schwedischen Strafverfolgungsbehörden lassen die Voruntersuchung gegen WikiLeaks-Gründer Assange offiziell fallen.

Stockholm. – Die schwedische Justiz hat die Ermittlungen wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung gegen WikiLeaks-Gründer Julian Assange eingestellt. Das gab die Staatsanwaltschaft laut Medienberichten am Dienstag bekannt.

Beweislage „deutlich abgeschwächt”

Demnach bezweifle die Behörden zwar nicht Aussagen der Klägerin, doch seien die Beweise für eine Verurteilung nicht ausreichend. Da der Fall bereits neun Jahre zurückliegt, habe sich die Beweislage deutlich abgeschwächt, erklärte die stellvertretende Direktorin der schwedischen Strafverfolgungsbehörde, Eva-Marie Persson. Dennoch könnte gegen die Entscheidung der Staatsanwaltschaft noch Berufung eingelegt werden.

Assange wird vorgeworfen, im August 2010 eine Frau im Schlaf ohne Kondom vergewaltigt zu haben. Der WikiLeaks-Gründer hatte die Vorwürfe in der Vergangenheit stets zurückgewiesen und von einem Vorwand, um ihn an die USA ausliefern zu können, gesprochen.

Assange droht Auslieferung an die USA

In den Vereinigten Staaten wartet auf Assange eine Anklage wegen „Verschwörung” und Verstößen gegen Anti-Spionage-Gesetze. Ihm droht eine jahrzehntelange Haft. Aktuell befindet sich der WikiLeaks-Gründer in einem britischen Hochsicherheitsgefängnis und wehrt sich juristisch gegen die Auslieferung an die USA.

Ihnen gefällt dieser Artikel? Nur mit Ihrer Unterstützung können wir weitermachen und die Menschen in unserem Land aufklären!

Oder klassisch per Überweisung:
Verein für unabhängige Medien‐ und Informationsarbeit
IBAN: AT066000080310238922
BIC: BAWAATWW

Weiterlesen

Welt

Neue Umfrage: Schwedendemokraten erstmals stärkste Kraft

Stefan Juritz

Veröffentlicht

am

ASDF Parteichef der Schwedendemokraten, Jimmie Åkesson: By Per Pettersson from Stockholm, Sweden (Jimmie Åkesson 14) [CC BY 2.0 ], via Wikimedia Commons [Bild zugeschnitten]

Die rechten Schwedendemokraten liegen momentan knapp vor den Sozialdemokraten.

Stockholm. – Seit vielen Jahrzehnten dominieren die Sozialdemokraten das politische Geschehen in Schweden. Doch nun könnten sie von den rechten Schwedendemokraten erstmals überholt werden. Laut einer von Aftonbladet veröffentlichten Umfrage liegen die Schwedendemokraten aktuell mit 24 Prozent auf Platz eins. Die Sozialdemokraten fallen hingegen auf 22 Prozent zurück.

Keine überraschende Entwicklung

Bei der schwedischen Reichstagswahl im vergangenen Jahr lagen die Sozialdemokraten trotz ihres historisch schlechtesten Ergebnisses noch mit 28,4 Prozent voran, die Schwedendemokraten hingegen erreichten mit 17,6 Prozent ihr historisch bestes Wahlergebnis.

Der Trend der beiden Parteien scheint sich damit aktuell fortzusetzen. Angesichts der explodierten Bandenkriminalität in Schweden kommt diese Entwicklung nicht überraschend. „Ich habe lange argumentiert, dass wir früher oder später die größte Partei sein werden. Wir haben konstruktiv über Bandenkriminalität gesprochen, eskalierende Unsicherheit und die Einwanderungspolitik, welche über die Jahre nicht funktioniert hat”, wird Jimmie Åkesson in einem Artikel von RT Deutsch zitiert.

Ihnen gefällt dieser Artikel? Nur mit Ihrer Unterstützung können wir weitermachen und die Menschen in unserem Land aufklären!

Oder klassisch per Überweisung:
Verein für unabhängige Medien‐ und Informationsarbeit
IBAN: AT066000080310238922
BIC: BAWAATWW

Weiterlesen

Journalismus für Patrioten

Die Tagesstimme ist Journalismus für Patrioten! Wir sind unabhängig und ausschließlich unseren Lesern verpflichtet. Um die Menschen im Land aufzuklären, brauchen wir allerdings Ihre Hilfe.

Verein für unabhängige Medien- und Informationsarbeit
IBAN: AT06 6000 0803 1023 8922
BIC: BAWAATWW

Paypal: [email protected]

Oder » hier Förderer werden! «

Werbung

Schwerpunkt

Beliebt