Verbinde Dich mit uns

Gesellschaft

Nach scharfer Kolumne: Falter-Chefredakteur zeigt Krone-Journalisten an

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

Bild (Klenk 2016): Manfred Werner (Tsui) via Wikimedia Commons [CC BY-SA 4.0] (Bild zugeschnitten)

Ein juristisches Nachspiel hat der Kommentar des Krone-Journalisten Michael Jeannée, welche er mit scharfen Worten an den Chefredakteur der Wiener Stadtzeitung Falter richtete.

Wien. – Die Rubrik „Post von Jeannée” gehört zu jenen Abschnitten des größten Boulevardblattes Österreichs, welche am stärksten polarisiert. Während deren Autor mit seiner oftmals überschießenden Wortwahl zu aktuellen Debatten vielen Krone-Lesern den Eindruck gibt, ihnen aus der Seele zu sprechen, zieht er ebenso oft den Unmut der Betroffenen – manchmal aber auch der generellen Öffentlichkeit – auf sich.

Wüster Ausritt gegen Falter-Chefredakteur

Beim jüngsten Fall richtete Jeannée eine wahrliche Tirade an den Chefredakteur des linken Investigativblattes Falter, Florian Klenk. Mit einem Bandenspiel über den Liste JETZT-Politikers Peter Pilz bezeichnete er seinen infolge mehrerer brisanter Enthüllungen momentan regelmäßig im Fernsehen befragten Branchenkollegen mittelbar als „Getriebenen” und „Selbstverliebten”, ja einen „gefährlichen Diffamierer”.

Außerdem sei er ein „ein ruhigstimmiger Verbreiter von Halbwahrheiten, Dreistigkeiten, Unwahrheiten” sowie ein „Meister zwielichtiger Tricks”, ein „Schmutzkübel- und Anpatzerchef”, ein „skrupelloser Intrigant”. Und nicht zuletzt: „Eine verderbte Figur”. Diese Wertungen träfen sowohl auf Pilz als auf Klenk zu, mit dem einzigen Unterschied, dass gegen Letzteren niemals wegen sexueller Belästigung ermittelt worden sei.

Klenk forciert Anzeige wegen übler Nachrede

Die Kolumne, welche sich mutmaßlich an den Falter-Enthüllungen über Wahlkampfkosten der ÖVP rieb, sorgte weithin für Empörung und Solidaritätsbekundungen, insbesondere von Journalistenkollegen. Alleine bis Donnerstagmittag bekundete etwa der Österreichische Presserat, nicht weniger als 63 Beschwerden erhalten zu haben.

Aber Klenk, welcher bereits am Vortag von einer „Grenzüberschreitung” und „gedrucktem Hass” sprach, reicht dies nicht. Am Donnerstag verkündete er auf Twitter, Jeannée wegen übler Nachrede angezeigt zu haben. Er fordere dessen „strafrechtliche Verurteilung” sowie den „höchsten Entschädigungsbetrag, den das Mediengesetz hergibt”, nämlich 50.000 Euro. Im Fall des juristischen Sieges möchte er diese Summe einem guten Zweck spenden.

Immer wieder Ärger um Jeannée

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Jeannée den Vorwurf gefallen lassen muss, womöglich zu weit zu gehen. Besonders strenge Worte richtete er im März an den Leiter der österreichischen Identitären, Martin Sellner: „Verpissen Sie sich, Sie Widerling!” Für viele als Tiefpunkt gilt eine Äußerung aus dem Jahr 2009, als er einem bei einem Polizeieinsatz erschossenen 14-jährigen Einbrecher hinterher warf: „Wer alt genug zum Einbrechen ist, ist auch alt genug zum Sterben.”

In mindestens sechs Fällen ‚verurteilte’ der – allerdings nicht bindende – Presserat Formulierungen seinerseits. So bezeichnete er etwa zwei einer Straftat beschuldige Jugendliche 2013 als „elendes, niederträchtiges Pack”. Ein Jahr später betitelte er zwei SPÖ-Politiker als „Polit-Furunkel”. Bei der Krone gilt Jeannée als absolutes Urgestein: In drei Tranchen – erstmals 1970–73, erneut 1985–2003 und wieder seit 2007 – arbeitete er insgesamt über drei Jahrzehnte beim auflagenstärksten heimischen Medium.

Ihnen gefällt dieser Artikel? Nur mit Ihrer Unterstützung können wir weitermachen und die Menschen in unserem Land aufklären!

Oder klassisch per Überweisung:
Verein für unabhängige Medien‐ und Informationsarbeit
IBAN: AT066000080310238922
BIC: BAWAATWW

1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Avatar

    silvia

    13. September 2019 at 4:53

    der Klenk – im Austeilen groß- im Einstecken – mimimi

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Gesellschaft

Personalmangel: Deutsche Bahn setzt weiter auf Migranten

Joshua Hahn

Veröffentlicht

am

ASDF Symbolbild: Pixabay [CC0]

Bereits seit geraumer Zeit hat die deutsche Bahn mit einem Mangel an Personal zu kämpfen. Um diesem entgegenzuwirken, wird auf der Suche nach Lokführern künftig weiter verstärkt auf Migranten gesetzt. 

Stuttgart. – Die Maßnahme kostet über eine Million Euro und wird unter anderem von der Bundesagentur für Arbeit organisiert.  Das Projekt der deutschen Bahn in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit steht exklusiv Migranten mit Flüchtlingsstatus zur Verfügung.

Check-up“ für Migranten

Im Rahmen eines „Check-ups“ können die Asylbewerber an einen Ausbildungsplatz gelangen. Der Kurs dauert acht Wochen und soll laut der Internetseite des Unternehmens dazu dienen, die Grundkenntnisse in verschiedenen Fächern wie Mathematik oder Naturwissenschaften und Technik „aufzufrischen“.

Nachdem sie außerdem berufsbezogenen Deutschunterricht erhalten haben, müssen die Migranten noch einen medizinisch-psychologischen Test absolvieren, um die Ausbildung antreten zu können. 

Perspektive für Geflüchtete“

Der Verkehrsminister Baden-Württembergs, Winfried Hermann (Grüne), sieht im Programm eine „neue Perspektive für Geflüchtete“. Wie der Focus berichtet, haben die ersten 15 Asylanten im Rahmen des Programms bereits eine Ausbildung in Mannheim begonnen. Die Gruppe besteht aus Syrern, Tunesiern und Marokkanern, welche teilweise bereits feste Verträge hätten. 

Auf der Internetseite der Deutschen Bahn heißt es, dass der neue „Check-up“ am 23. März 2020 starte. Das Unternehmen hadert bereits seit einiger Zeit mit ausbleibenden Bewerbungen, laut Eigenangaben fehlen ihm in Deutschland insgesamt 1.000 Triebwagenführer.

Ihnen gefällt dieser Artikel? Nur mit Ihrer Unterstützung können wir weitermachen und die Menschen in unserem Land aufklären!

Oder klassisch per Überweisung:
Verein für unabhängige Medien‐ und Informationsarbeit
IBAN: AT066000080310238922
BIC: BAWAATWW

Weiterlesen

Gesellschaft

Essen: Arabische Clans liefern sich Schlägerei in Gerichtssaal

Joshua Hahn

Veröffentlicht

am

ASDF Symbolbild (Landgericht Essen): Wikimedia Commons [CC0]

Auf einem Video ist zu sehen, wie mehrere aufgebrachte Migranten von Polizeibeamten niedergerungen werden.

Essen. –  Während einer Verhandlung kam es am Donnerstag in Essen zu wüsten Szenen, als zwei Clans sich nach der Urteilsverkündung im Gerichtssaal eine Schlägerei lieferten.

Acht Verurteilungen in vorangegangenem Prozess

Bei der Berichtsverhandlung zuvor gab es acht Verurteilungen im Fall einer Clan-Fehde. Nachdem zwei der Angeklagten Zuschauer der anderen Großfamilie provozierten, artete die Situation schnell aus: Auf einem im Internet kursierenden Video ist zu sehen, wie sich mehrere Personen in einem unübersichtlichen Gerichtssaal beschimpfen und schlagen. Die Polizei ist damit beschäftigt, die aufgebrachten arabischen Migranten voneinander zu trennen. 

Wie die Welt berichtet, ist der Grund für die Verurteilung, dass die Angeklagten ein Mitglied der verfeindeten Familie auf einem Schulhof zusammenschlugen. Das Opfer sitzt laut dem Sender RTL offenbar selber in Untersuchungshaft – wegen eines Sexualdelikts.

Staatanwaltschaft erwägt Ermittlungen

Die Staatsanwaltschaft gab an, prüfen zu wollen, ob es aufgrund der Schlägerei Ermittlungen geben wird. Bei den Auseinandersetzungen wurde ein Mann abgeführt, insgesamt waren über 20 Polizei- und Justizbeamte nötig, um die Situation zu beruhigen. 

Die Gerichtsverhandlung stand von Anfang an unter besonderem Schutz. So wurde beispielsweise die Verhandlungen von der Polizei gefilmt, außerdem waren präventiv Beamte vor dem Gerichtsaal zum Schutz aufgestellt. 

Ihnen gefällt dieser Artikel? Nur mit Ihrer Unterstützung können wir weitermachen und die Menschen in unserem Land aufklären!

Oder klassisch per Überweisung:
Verein für unabhängige Medien‐ und Informationsarbeit
IBAN: AT066000080310238922
BIC: BAWAATWW

Weiterlesen

Gesellschaft

Hessen führt zentrales Meldeportal gegen „Hass und Hetze“ ein

Joshua Hahn

Veröffentlicht

am

ASDF Bild (Volker Bouffier, CDU): de:Benutzer: Viet2001 (Viet-Hoang Nguyen) [CC BY-SA 3.0 DE] (Bild zugeschnitten)

Das Bundesland Hessen hat am Donnerstag als erstes deutsches Bundesland ein zentrales Meldesystem gegen „Hass und Hetze“ eingeführt. 

Wiesbaden. – Das von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) vorgestellte Portal trägt den Namen „Hessen gegen Hetze“. Auf der offiziellen Internetseite lassen sich ab sofort vermeintliche „Hasskommentare“ melden, wie die „Hessenschau“ berichtet. Zusätzlich muss man den Link zum Kommentar angeben. Alternativ können Screenshots angehängt werden, der Absender hingegen kann anonym bleiben. Anschließend sollen die Kommentare von „Experten“ geprüft werden. 

Der Ministerpräsident betonte, dass es das erste Portal dieser Art in Deutschland sei: „Das ist keine Alltagsfliege, sondern soll eine Dauereinrichtung sein.“ Es sei nun „eine breite gesellschaftliche Unterstützung“ nötig, um gegen „Hass und Hetze“ zu kämpfen. 

Al-Wazir: „Senkung der Hemmschwelle“

Der stellvertretende Regierungschef Hessens, Al-Wazir (Grüne), lobte das Projekt. Zwar sei Hessen ein sicheres Bundesland, trotzdem ließen sich Tendenzen erkennen, welche eine „Senkung der Hemmschwelle“ in Sachen „Hass und Hetze“ aufzeigten. Er betonte laut Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ dass auch online gelte, was offline der Fall ist. 

Erst im vergangenen Herbst stellte die hessische Regierung einen Aktionsplan vor, um das vermeintliche Problem „rechter Hetze“ besser eindämmen zu können. Die Justizministerin gab an, dass es nicht reiche, die Inhalte nur zu löschen, vielmehr müsse es auch zu einer strafrechtlichen Verfolgung kommen. 

Ihnen gefällt dieser Artikel? Nur mit Ihrer Unterstützung können wir weitermachen und die Menschen in unserem Land aufklären!

Oder klassisch per Überweisung:
Verein für unabhängige Medien‐ und Informationsarbeit
IBAN: AT066000080310238922
BIC: BAWAATWW

Weiterlesen

Journalismus für Patrioten

Die Tagesstimme ist Journalismus für Patrioten! Wir sind unabhängig und ausschließlich unseren Lesern verpflichtet. Um die Menschen im Land aufzuklären, brauchen wir allerdings Ihre Hilfe.

Verein für unabhängige Medien- und Informationsarbeit
IBAN: AT06 6000 0803 1023 8922
BIC: BAWAATWW

Paypal: [email protected]

Oder » hier Förderer werden! «

Werbung

Schwerpunkt

Beliebt