AfD-Chef Meuthen

„Bundespräsident Steinmeier redet Unfug“

Der deutsche Bundespräsident hatte der AfD die Bürgerlichkeit abgesprochen. AfD-Sprecher Meuthen übte daraufhin scharfe Kritik.

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<p>By de:Benutzer: Viet2001 (Viet-Hoang Nguyen) [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en">CC BY-SA 3.0 de</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0">CC BY-SA 3.0</a> or <a href="http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html">GFDL</a>], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bundespr%C3%A4sident_Frank-Walter_Steinmeier_mit_dem_griechischen_Pr%C3%A4sidenten_Prokopis_Pavlopoulos_im_Hintergrund.jpg">from Wikimedia Commons</a> [Bild zugeschnitten]</p>

By de:Benutzer: Viet2001 (Viet-Hoang Nguyen) [CC BY-SA 3.0 de, CC BY-SA 3.0 or GFDL], from Wikimedia Commons [Bild zugeschnitten]

Berlin. – AfD-Bundessprecher Jörg Meuten hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier scharf kritisiert, weil dieser in einem Spiegel-Interview der AfD die Bürgerlichkeit absprach. „Der Bundespräsident verlässt mit solchen Äußerungen erstens seine Rolle, die eine parteipolitisch neutrale zu sein hat. Zweitens redet er Unfug, wenn er der strikt rechtsstaatlichen, konservativ-freiheitlichen AfD die Bürgerlichkeit abspricht“, betonte Meuthen.

Meuthen kontert Steinmeier

Der AfD-Sprecher kritisiert weiter, dass sich der Bundespräsident „leider aktiv am politischen Kampf gegen die AfD“ beteilige. „Wenn Herr Steinmeier eine linksradikale und gewaltverherrlichende Texte skandierende Band wie ‚Feine Sahne Fischfilet‘ goutiert und zu Gratiskonzerten einlädt, ist das wohl eher ein Beleg, dass es tatsächlich ihm selbst an wahrer Bürgerlichkeit mangelt“, so Meuthen weiter.

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Steinmeier: „Es ist antibürgerlich“

Hintergrund der Auseinandersetzung ist eine Aussage des AfD-Vorsitzenden Alexander Gauland, der seine Partei als „Vertreter des Bürgertums“ bezeichnet hatte. Darauf nahm wiederum Bundespräsident Steinmeier in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel Bezug und erwiderte: „Man reibt sich doch ein wenig die Augen.“ Bürgertum, Rechtsstaat und individuelle Freiheitsrechte gehörten zusammen, betonte Steinmeier. „Wer sich in dieser Tradition sieht, der kann nicht gleichzeitig einem ausgrenzenden, autoritären oder gar völkischen Denken huldigen. Das ist das Gegenteil von bürgerlich: Es ist antibürgerlich.“

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