Connect with us

Deutschland

AfD-Chef Meuthen: „Bundespräsident Steinmeier redet Unfug“

Stefan Juritz

Published

on

Der deutsche Bundespräsident hatte der AfD die Bürgerlichkeit abgesprochen. AfD-Sprecher Meuthen übte daraufhin scharfe Kritik.

Berlin. – AfD-Bundessprecher Jörg Meuten hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier scharf kritisiert, weil dieser in einem Spiegel-Interview der AfD die Bürgerlichkeit absprach. „Der Bundespräsident verlässt mit solchen Äußerungen erstens seine Rolle, die eine parteipolitisch neutrale zu sein hat. Zweitens redet er Unfug, wenn er der strikt rechtsstaatlichen, konservativ-freiheitlichen AfD die Bürgerlichkeit abspricht“, betonte Meuthen.

Meuthen kontert Steinmeier

Der AfD-Sprecher kritisiert weiter, dass sich der Bundespräsident „leider aktiv am politischen Kampf gegen die AfD“ beteilige. „Wenn Herr Steinmeier eine linksradikale und gewaltverherrlichende Texte skandierende Band wie ‚Feine Sahne Fischfilet‘ goutiert und zu Gratiskonzerten einlädt, ist das wohl eher ein Beleg, dass es tatsächlich ihm selbst an wahrer Bürgerlichkeit mangelt“, so Meuthen weiter.

Steinmeier: „Es ist antibürgerlich“

Hintergrund der Auseinandersetzung ist eine Aussage des AfD-Vorsitzenden Alexander Gauland, der seine Partei als „Vertreter des Bürgertums“ bezeichnet hatte. Darauf nahm wiederum Bundespräsident Steinmeier in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel Bezug und erwiderte: „Man reibt sich doch ein wenig die Augen.“ Bürgertum, Rechtsstaat und individuelle Freiheitsrechte gehörten zusammen, betonte Steinmeier. „Wer sich in dieser Tradition sieht, der kann nicht gleichzeitig einem ausgrenzenden, autoritären oder gar völkischen Denken huldigen. Das ist das Gegenteil von bürgerlich: Es ist antibürgerlich.“

5 Comments

5 Comments

  1. Avatar

    Andreas Seidel

    14. September 2019 at 11:08

    Scheinbar bin ich ziemlich naiv, aber ich habe bisher immer gedacht, das Bundespräsidenten neutral sind.

  2. Avatar

    Peter Hofmueller

    14. September 2019 at 12:28

    „Hasse nicht ,wenn du mit Verachtung auskommst“.(Roda-Roda).,
    Bestens passend zu Steinmeier & „Anhang“!

  3. Avatar

    Heimatvertriebener

    15. September 2019 at 15:30

    Was Herr Steinmeier sich seit er sein Amt als Bundespräsident ALLER Deutchen antrat, für verbale Entgleisungen leistete, übertrifft sogar noch die Gauckschen „Versprecher“ bei weitem. Neutralität ist nicht sein Ding. Aber hätten wir das erwarten dürfen?

  4. Avatar

    Klasube

    16. September 2019 at 12:06

    Ja sicher, Herr Steinmeier. Jeder fünfte Wähler und viele, viele mehr, die sich zumindest in Teilen mit der AfD solidarisieren, sind nicht „bürgerlich“, sondern eher dem rechten, dem „Nazi-Lager“ zuzuordnen.
    Aber Sie und Ihre Partei sind eine bürgerliche „Volkspartei“…? Sie haben den Bürger schon längst verlassen und bekommen eine Abwatschung nach der anderen – nur akzeptieren wollen Sie das nicht, weil Sie auf dem Auge blind sind und taub sind Sie noch dazu, sonst hätten Sie den Knall schon längst vernommen!
    „… in einer Demokratie sind alle Mitglieder der Gesellschaft Bürger, unabhängig von ihrer politischen Einstellung oder sozialen Herkunft.“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Bürgerliche_Partei)
    Aber mit dem Begriff „Demokratie“ hat es unsere Politelite ja bekanntermaßen nicht so sehr, weil demokratisch ausschließlich nur das sein kann, was der Gutmensch als demokratisch definiert…!

  5. Avatar

    Klasube

    18. September 2019 at 14:16

    Ich habe noch mal über den Begriff „bürgerlich“ nachgedacht. Herr Steinmeier hatte doch derzeit in Chemnitz die „Wir sind mehr“- Bewegung so toll gefunden und dem Konzert von Feine-Sahne-Fischfilet applaudiert.
    Habe mir noch mal die Songtexte angeschaut (https://www.songtexte.com/songtext/feine-sahne-fischfilet/wut-b74b90e.html)
    Ich glaube jetzt habe ich verstanden, was unser Bundespräsident mit „bürgerlich“ meint…!

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Beliebt