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Österreich

FPÖ-Bundesparteitag: Norbert Hofer ist neuer Parteichef

Monika Šimić

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Norbert Hofer wurde beim heutigen Bundesparteitag in Graz mit 98,25 Prozent (787 Stimmen) zum FPÖ-Bundesparteiobmann gewählt.

Graz. Aktuell findet in der Grazer Stadthalle noch der 33. FPÖ-Bundesparteitag statt. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Norbert Hofer, der numehr offiziell zum Bundesparteiobmann gewählt wurde. Auf der Tagesordnung des Parteitags stand unter anderem die Wahl des Bundesparteiobmanns und dessen Stellvertreter.

Hofer lobt Herbert Kickls Arbeit als Innenminister

Zuvor folgte noch der Bericht von Norbert Hofer, in dem er erklärte, dass Österreich heute ein „völlig anderes Gesicht“ hätte, wenn es die FPÖ in Österreich nicht geben würde. Er erwähnte auch die Ibiza-Affäre und Heinz-Christian Strache, dem eine „böse Falle“ gestellt worden sei. Es sei aber gelungen, „die Partei wieder auf die richtige Schiene zu setzen.“ Hofer selbst erklärte, dass er nicht antrete, um Bundesobmann einer Partei zu werden, „die sich mit dem zweiten oder dritten Platz auf Dauer zufrieden gibt“.

Lob gab es für Ex-Innenminister Herbert Kickl. „Viel von dem, was heute als Errungenschaften der Regierung gefeiert wird, war ein Erfolg von unserem Innenminister Herbert Kickl“. In diesem Zusammenhang erwähnte er die von Kickl ins Leben gerufene Grenzschutzeinheit „Puma“, die bessere Ausrüstung der Polizei und die Asylpolitik im Generellen. Laut Hofer wäre es, wäre Kickl bereits damals Innenminister gewesen, 2015 nie so weit gekommen, dass Migranten massenhaft unkontrolliert ins Land gelassen worden wären. „Herbert, du hast das hervorragend gemacht“, so Hofer. Aus diesem Grund wolle die FPÖ Ende September auch ein gutes Wahlergebnis erzielen, „damit Kickl wieder Innenminister wird“.

Kampf gegen den politischen Islam

In seinem Bericht sprach Hofer auch über den politischen Islam. Man müsse den Kampf gegen diesen „entschlossen aufnehmen“ und „Hassprediger ausweisen, Hassmoscheen schließen“. Man dürfe im Kampf gegen den politischen Islam „keinen Millimeter weichen“. Hofer bestätigte in seiner Rede zwar, dass die muslimische Glaubensgemeinschaft in Österreich anerkannt sei. Das seien die Zeugen Jehovas aber auch, so Hofer. Weiter sagte er, dass der Islam aber niemals ein Teil unserer Geschichte und unserer Kultur war und „wird auch niemals ein Teil unserer Geschichte und unserer Kultur sein“. Hofer merkte auch an, dass Österreich in der EU den größten Ausländeranteil in der Bevölkerung habe, in Gefängnissen sei es „noch schlimmer“. In diesem Zusammenhang erwähnte Hofer auch das von den NEOS vorgeschlagene „Ausländerwahlrecht“ und die Anschläge auf FPÖ-Einrichtungen in St. Pölten und Feldbach.

Hofer zu neuem Bundesparteiobmann gewählt

Nach vielen weiteren Reden folgten schließlich die Wahlen zum Bundesparteiobmann und den Stellvertretern des Bundesparteiobmanns. Insgesamt waren 806 Delegierte wahlberechtigt. Davon gaben 802 ihre Stimme ab, es gab eine ungültige Stimme, 14 Gegenstimmen und damit 787 Stimmen für Norbert Hofer, der die Wahl unter Applaus annahm. Danach wurden die Stellvertreter, nämlich Herbert Kickl, Manfred Haimbuchner, Marlene Svazek, Harald Stefan, Mario Kunasek und Gernot Darmann, en bloc und einstimmig von den Delegierten gewählt. Alle Stellvertreter nahmen die Wahl an.

Hofer dankt Strache am Vorabend via Facebook

Schon vor der Wahl zum Bundesparteiobmann dankte Norbert Hofer seinem Vorgänger Heinz-Christian Strache, der selbst nicht am Bundesparteitag in Graz teilnahm, in einem Facebook-Posting. „Wir wissen, was Du für die FPÖ, für Österreich, das ganze Land und seine Menschen geleistet hast“, schreibt Hofer in einem Posting. Er erinnert auch an die Übernahme der Partei durch Strache in einer „der schwärzesten Stunden“ der Freiheitlichen. „Nach der Abspaltung Jörg Haiders mit dem BZÖ hast Du den Mut gehabt, die verbliebenen aufrechten Freiheitlichen hinter Dir zu versammeln“, schreibt Hofer. Und weiter: „Es waren nicht viele, die damals bei Umfragewerten von drei Prozent die Courage gehabt haben, mit Dir gemeinsam am Wiederaufbau einer am Boden liegenden Partei zu arbeiten. Einer davon war ich“. Auch beim Bundesparteitag dankten Hofer und weitere Delegierte HC Strache.

1 Comment

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  1. Avatar

    Zickenschulze

    14. September 2019 at 22:35

    „die Partei wieder auf die richtige Schiene zu setzen.”

    Das Wort „richtige“ muss sich erst noch erweisen.
    Dazu: Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben.

    Sein Posten kann noch zum Schleudersitz werden.

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