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Gesellschaft

Wien: Grönemeyer sorgt mit Aufruf „gegen Rechts” für Empörung

Stefan Juritz

Veröffentlicht

am

Siebbi [CC BY 3.0], via Wikimedia Commons [Bild zugeschnitten]

Herbert Grönemeyer will eine „offene Gesellschaft”, die „keinen Millimeter nach rechts” rückt. Das trichterte der Musiker seinen Fans in Wien auch lautstark ein.

Wien. – Der deutsche Musiker Herbert Grönemeyer ist aktuell mit einem neuen Album auf Tour. Am vergangenen Donnerstag spielte der 63-Jährige deshalb auch ein Konzert in der ausverkauften Wiener Stadthalle. Der Musiker nutzte seinen Auftritt aber nicht nur musikalisch, sondern auch für politische Zwecke, indem er Stellung gegen „Rechts” bezog und sich dabei sichtlich in Rage redete.

Kein Millimeter nach rechts”

Wörtlich sagte Grönemeyer: „Ich kannte das nur vom Hörensagen, in Zeiten zu leben, die so zerbrechlich, so brüchig und so dünnes Eis sind. Und ich glaube, es muss uns klar sein, auch wenn Politiker schwächeln, das ist, glaube ich, in Österreich nicht anders als in Deutschland, dann liegt es an uns, zu diktieren, wie eine Gesellschaft auszusehen hat!”

Wer „rechtes Geschwafel” für „Ausgrenzung, Rassismus und Hetze” nutze, der sei „fehl am Platze”, so Grönemeyer. „Diese Gesellschaft ist offen und humanistisch.” Schließlich brüllte er seinen Fans entgegen: „Kein Millimeter nach rechts! Keinen einzigen Millimeter nach rechts! Und das ist so. Und das bleibt so.” Und er bekam dafür auch Applaus von den Zuschauern.

Reaktionen auf die Rede

Ein Videoausschnitt, in dem die umstrittenen Worte zu hören sein, sorgt seitdem für große Aufregung und auch reichlich Empörung in den sozialen Medien. Die Reaktionen fielen dabei ganz unterschiedlich aus.

Deutschlands Außenminister Heiko Maas (SPD) etwa bedankte sich wie viele andere Linke bei Grönemeyer für dessen Worte: „Es liegt an uns, für eine freie Gesellschaft einzutreten und die Demokratie gemeinsam zu verteidigen. Danke an Herbert Grönemeyer und allen anderen, die das jeden Tag tun”, schrieb er auf Twitter.

Der linke Autor Bernd Stegemann hingegen erklärte auf Twitter hingegen: „Der Tonfall, mit dem Grönemeyer sein Publikum politisch anheizt, macht mir ein wenig Angst. Ich sags ungern, aber er klingt wie ein Redner vor 1945.”

Und auch der deutsche Journalist Boris Reitschuster schlägt in eine ähnliche Kerbe:

Schockierend, aber nicht überraschend”

Schockiert zeigte sich unterdessen auch der konservative Publizist und Journalist Dushan Wegner darüber, dass Grönemeyer für seine Worte „von den üblichen ‚Guten’ in Parteien und Staatsfunk gepriesen” werde. „Schockierend, aber nicht überraschend. Immerhin ist nun Klarheit”, betonte Wegner in einem Tweet.

Scharfe Kritik übte die stellvertretende Bundestagsfraktionsvorsitzende der AfD, Beatrix von Storch. Grönemeyer und Maas wirft sie vor, eine Diktatur zu wollen. „Das ist die furchterregendste, übelste, totalitärste Hassrede, die ich je gehört habe. Das ist Ton und Furor des neuen Terrors von links. Wer das unterstützt, ist – wie Heiko Maas – ein Fall für den Verfassungsschutz.”

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8 Kommentare

8 Comments

  1. Avatar

    Hermine

    15. September 2019 at 17:58

    So etwas hatten wir doch schon einmal in der Vergangenheit. Wie viele der Neubürger hat Hr Grönemeyer schon aufgenommen und von seinem Geld versorgt und integriert hat? Man kann leicht so eine dumme Meinung haben, wenn man nicht in diesem Land lebt. Er kann ja dorthin wo es gerade für Ihm passt. Schrecklich. Ebenso glaube ich nicht das so viele Grönemeyerfans in Österreich sind. Das Publikum kam sicher hauptsächlich von Deutschland.

  2. Avatar

    Elisabeth Bliem Weber

    15. September 2019 at 21:30

    Ist der eigentlich noch ganz dicht? warum wird so etwas bei uns geduldet? warum wird der nicht sofort gestoppt und abgeführt ich fasse das nicht ‚sind wir in den 30er Jahren angekommen? der verkauft wohl zu wenig von seiner Musik, braucht AUFMERKSAMKEIT?
    der ist ein Fall für den Verfassungsschutz außerdem sollte ein AUFTRITTSVERBOT IN ÖSTERREICH AUSGESPROCHEN WERDEN: Weiß diese grölende Menge eigentlich warum sie jubelt?

  3. Avatar

    Zickenschulze

    15. September 2019 at 23:38

    Die Leute sind über die politischen Zustände, gemeint Richtungen und Inhalte der Parteien heute informiert.
    Jeder Schwenk, jedes Lamento hinterher, von wegen nicht gewusst, usw. wird, sobald Wahlen gelaufen, zur Posse.

    Betroffene wollen es nicht anders und verdienen sich das, was danach eintrifft.
    Jeder war gewarnt, durch Beispiele. Jeder. Speziell die Nichtwähler fahren das ein, was ihnen gebührt.
    Für alle unbedarften gilt: mitgehangen – mitgefangen. Eine definitiv gespaltene Gesellschaft liegt vor.

  4. Avatar

    MauerBauer

    16. September 2019 at 9:45

    Wird Grölemeier jetzt ähnliche Repressalien aus der Musikindustrie zu befürchten haben wie weiland Andreas Gabalier?!

  5. Avatar

    Klasube

    16. September 2019 at 10:45

    Schockierend und gruselig… wie ein Blick 80 Jahre zurück.
    Hätte sich ein „Rechter” so aufgeführt, wäre er gesteinigt worden und halb Deutschland wäre der Schnappatmung verfallen. Aber Heiko darf ungestraft öffentlich huldigen und ich wette, auch Frank-Walter reibt sich die Hände.
    Unfassbar, wie überall mit zweierlei Maß gemessen wird und wie brainwashed ein Großteil der Öffentlichkeit ist…!

  6. Avatar

    Oliver Wilkening

    16. September 2019 at 19:46

    Ein international komplett unbedeutender Künstler auf Teelichtniveau führt sich als moralischer Oberlehrer auf, der in einer fatalen Mischung aus Volksgerichtshofrichter und Politkommissar Hassreden verbreitet. Unfähig, den Begriff „rechts” zu definieren, prügelt er auf alles ein, was rechts von ihm steht. Keinen mm für Rechts, aber eine 8mm für die, die nicht ticken wie er. Seine Fans sollten sich in Acht nehmen, denn Typen wie Gröli räumen erst beim politischen Gegner auf und dann in den eigenen Reihen.

  7. Avatar

    Helmut

    28. September 2019 at 18:22

    Warum wurde mein Kommentar über diesen eingebildeten Typen gelöscht? Verträgt man hier die Wahrheit nicht? Es wurden auch schon etliche andere Kommentare von mir auf dieser Seite gelöscht. Wenn das so weiter geht, brauche ich hier ja nichts mehr lesen und schreiben. Dann besuche ich diese Seite eben nicht mehr.

    • Stefan Juritz

      Stefan Juritz

      29. September 2019 at 10:28

      Wir schalten keine Beleidigungen frei. Bitte darauf achten, dann werden die Kommentare auch veröffentlicht.

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Gesellschaft

Animal Crossing”: Für PETA ist das Nintendo-Spiel nicht vegan genug

Stefan Juritz

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am

Die Tierrechtsorganisation stört es, dass man in dem Nintendo-Spiel unter anderem Fische angelt und Insekten fängt. 

Das neue Nintendo-Videospiel „Animal Crossing: New Horizons” ist aktuell sehr beliebt und gilt eigentlich als äußerst kinderfreundlich. In der Inselaufbau-Simulation leben Menschen und Tiere eigentlich friedlich zusammen. Doch für die Tierschutzorganisation PETA ist das Spiel nicht vegan genug, weil man dort zum Beispiel Fische angeln und Insekten fangen kann. Aus diesem Grund hat PETA eine Anleitung veröffentlicht, wie man „Animal Crossing” richtig vegan spielt und keinen Tieren schadet.

Vegan leben auch im Videospiel

In dem veröffentlichten „PETA’s Vegan Guide to ‘Animal Crossing: New Horizons’” schreibt die Tierschutzorganisation etwa: „Fischen ist nicht vegan! Du solltest im wirklichen Leben nicht fischen, also solltest du das auch nicht im Spiel tun.” PETA kritisiert, das Spiel fördere missbräuchliches Verhalten gegenüber Fischen und Insekten, anstatt sie als „lebende, atmende und fühlende Individuen” zu betrachten. „Deine Insel sollte ein sicherer Ort für alle Tiere sein, egal ob groß oder klein”, heißt es in der Anleitung. Außerdem finden sich in dem „Guide” weitere Tipps, wie man sich als Veganer im Spiel gegenüber Tieren richtig verhält, was man essen und wie man sich kleiden sollte.

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Deutschland

Berlin: Auto von AfD-Politiker Frank-Christian Hansel angezündet

Joshua Hahn

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Die Polizei schließt eine Brandstiftung mit politischem Motiv nicht aus, der Staatsschutz ermittelt.

Berlin. – Wie die Polizei bestätigt, brannte in der Nacht zum Montag das Auto des Parlamentarischen Geschäftsführers der Abgeordnetenhaus-Fraktion der AfD Berlin, Frank-Christian Hansel, aus. Der AfD-Politiker sprach auf Twitter von einer „linken Gewaltorgie“ und kritisierte die restlichen Parteien für die fehlende Verurteilung solcher Taten: „Es ist die bürgerliche Mitte, die hier angegriffen wird.”

Serie von Brandanschlägen

Der Fall gliedert sich in eine Reihe von linksextremen Brandanschlägen gegen den politischen Gegner ein. So wurde erst am 10. März das Auto des Berliner Landesvorsitzenden Nicolaus Fest angezündet. Kurz zuvor wurde der Wagen des Vorsitzenden Chrupalla in Sachsen zerstört. Der innenpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Gottfried Curio, wurde ebenfalls Opfer einer Straftat: Mutmaßliche Linksextremisten schlugen zwei Fenster seiner Wohnung ein und beschmierten die Fassade unter anderem mit dem Spruch „Curio hat mitgeschossen“. Offenbar sollte damit ein Bezug zum Amoklauf von Hanau hergestellt werden. Nach der Tat wurde ein Bekennerschreiben auf einer linksextremen Plattform veröffentlicht. Der Fraktionsvorsitzende Georg Pazderski verurteilte die Straftaten scharf und erklärte: „Trotz Hetze und Gewalt lässt sich die AfD nicht einschüchtern“.

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Gesellschaft

Bürger protestieren gegen ORF-Berichterstattung über Ungarn

Julian Schernthaner

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Die Berichterstattung des öffentlich-rechtlichen ORF über die Corona-Maßnahmen in unserem Nachbarland Ungarn sorgt für Unmut bei so manchem Bürger.

Wien. – Die Darstellung in etablierten Medien, wonach Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán quasi das Parlament ausgeschalten habe, stößt offenbar nicht auf ungeteilte Zustimmung. Bereits in der Vorwoche wandte sich Andor Nagy, der ungarische Botschafter in Wien, mit einem offenen Brief an ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz – Die Tagesstimme berichtete.

Kreativer Protest vor Ungarn-Botschaft und ORF

Paul W., ein Bürger aus dem Bundesland Salzburg, tat es ihm nun gleich und brachte seine eigenen Protest mit  Bildern zum Ausdruck. Der einstige Manager eines mittelständischen Unternehmens positionierte sich mit einem Schild vor der ungarischen Botschaft in der Wiener Bankgasse. Etwas später wiederholte er seinen Protest auch noch vor dem ORF-Zentrum am Küniglberg. Auf den Bildern steht in deutscher und ungarischer Sprache eine Solidaritätsbekundung mit dem Nachbarland.

Als Österreicher bitte ich Ministerpräsident Viktor Orbán um Verzeihung für die hetzende Berichterstattung des ORF gegen Ungarn und seine Regierung.”

Bei der Botschaft, so der Salzburger, habe man sich mit positivem Amusement über die Aktion gefreut. Die Nachfrage der Tagesstimme, ob er fürchte, aufgrund der strengen Corona-Maßnahmen ins Visier der Behörden zu geraten, verneinte W. Seine Lebensgefährtin sei ungarische Staatsbürgerin, er habe in ihrer Vertretung ohnehin einen unaufschiebbaren Behördengang zu erledigen gehabt. Da habe er einfach das Praktische und das Nützliche miteinander verbunden, erklärte er.

Konservativer Arzt hinterfragt Anti-Ungarn-Sentiment

Aber auch Personen mit einem etwas größeren öffentlichen Bekanntheitsgrad äußerten sich in sozialen Medien ähnlich deutlich. Marcus Franz, bekannter Wiener Arzt, konservativer Kommentator und einstiger Nationalratsabgeordneter, hinterfragte die Motive der Debatte. Der Beitrag polarisierte und rief dutzende Antworten hervor. Beinahe tausend Leute gefiel der Beitrag, über 100 Nutzer retweeteten ihn.

Justizministerin begeisterte im ZIB-Interview

In der patriotischen Publizistik hatte die Debatte auch abseits des Botschafter-Briefs in der Vorwoche hohe Wellen geschlagen. Dabei sorgte insbesondere der Auftritt der ungarischen Justizministerin Judit Varga für Furore. Diese bot ZiB2-Anchor Armin Wolf unaufgeregt die Stirn. Als dieser fragte, weshalb Kritiker Ungarn einen diktatorischen Stil vorwärfen, konterte sie: Es handle sich dabei um den liberalen Mainstream, der schnell diejenigen marginalisiere, welche sich ihm nicht anschlössen.

Ungarn bringt Corona-Aktionsplan auf den Weg

Ungarn stellte unterdessen am Montag seinen Corona-Aktionsplan vor. Im Mittelpunkt stehen Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft, 2.000 Mrd. Forint (ca 6 Mrd. Euro) stehen für die Unterstützung von Unternehmen bereit, weitere 450 Mrd. Forint sollen in Investitionen für neue Arbeitsplätze fließen. Bei Kurzarbeitern will der Staat einen Teil der Löhne übernehmen. Auch Familien und Pensionisten sollen profitieren, letztere bekommen ab 2021 vier Jahre lang eine dreizehnte Pensionauszahlung.


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Ungarns Botschafter kritisiert ORF-Berichterstattung über Orbán-Dekret (31.3.2020)

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