Athen will mehr als 10.000 Migranten aufs Festland bringen

„Es gibt auf einigen Inseln mehr Migranten als Einwohner“, sagte Panagiotis Nikas.

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<p>Symbolbild: Akademie von Athen / Thomas Wolf, <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.foto-tw.de">www.foto-tw.de</a> [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en">CC BY-SA 3.0 de</a>] (Bild zugeschnitten)</p>

Symbolbild: Akademie von Athen / Thomas Wolf, www.foto-tw.de [CC BY-SA 3.0 de] (Bild zugeschnitten)

Athen. Die griechische Regierung will nach der Ankunft Tausender Migranten auf den Inseln im Osten der Ägäis mehr als 10.000 Menschen aus den dortigen Registrierungslagern aufs Festland bringen. Das wurde gestern nach einem Treffen des griechischen Bürgerschutzministers Michalis Chryssochoidis mit allen Gouverneuren der 13 Regionen Griechenlands beschlossen.

Ankünfte steigen

„Es geht nicht anders. Es gibt auf einigen Inseln mehr Migranten als Einwohner“, sagte der Gouverneur der Halbinsel Peloponnes, Panagiotis Nikas, im griechischen Fernsehen (ERT) nach dem Treffen. „Wir müssen jetzt agieren und Menschen aufnehmen.“ Es hieß, dass es sich um Migranten handle, die gute Aussichten auf Asyl in Griechenland hätten.

Enthüllungen über die ÖVP

Wie der ORF berichtet war die Zahl der auf den Inseln lebenden Migranten auf 14.000 zurückgegangen. Seitdem sind aber wieder verstärkt Menschen angekommen. Nach Angaben des UNO-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) kamen im August 8.103 Menschen auf den Inseln an. Auf den Inseln Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos befinden sich zurzeit mehr als 29.000 Migranten. Es ist die höchste Zahl, die seit Inkrafttreten des EU-Türkei-Flüchtlingspaktes im März 2016 auf diesen Inseln lebt. Der Pakt zwischen der EU und der Türkei sieht vor, dass die EU alle Migranten, die illegal über die Türkei auf die griechischen Inseln kommen, zurückschicken kann.

Erdogan plant Schutzzone

Indes plant die Türkei einem Medienbericht zufolge einen Milliardenetat für die Unterbringung von Migranten im Nordosten Syriens ein. So sollten in insgesamt 200.000 Wohneinheiten eine Million der über drei Millionen in der Türkei lebenden syrischen Migranten angesiedelt werden. Die Kosten für das Bauprojekt beliefen sich auf mehr als 24,5 Milliarden Euro. Erst Anfang der Woche hatte Präsident Recep Tayyip Erdogan auch Pläne für eine Schutzzone vorgestellt. Diese bildet ein 32 Kilometer breiter Streifen, der sich in Syrien über 400 Kilometer entlang der Grenze zur Türkei erstreckt. Unklar blieb zunächst, ob für das Projekt Geld aus dem Ausland zur Verfügung gestellt wird. Die EU hat der Regierung in Ankara Hilfen für die Unterbringung von Migranten in der Türkei in Höhe von sechs Millionen Euro versprochen. Der Großteil dieser Summe ist nach EU-Angaben bereits ausgezahlt worden.

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