Folge uns auch auf Telegram!Zum Telegram-Kanal 

Kaufe im Freilich-Buchladen

Grazer Reiseveranstalter

„FPÖ-Kernwähler wollen wir nicht“

In einem Interview mit dem Standard erklärte Reiseveranstalter Christian Hlade, dass einer ihrer neuen Slogans „Öffne deinen Horizont“ lautet. FPÖ-Kernwähler „mit zu geringem Horizont“ lehne man als Kunden aber ab.

2 Minuten Lesezeit
<p>Bild: Der Uhrturm am Grazer Schloßberg / Bild: Isiwal [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0">CC BY-SA 4.0</a>], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Graz_Uhrturm-2471.jpg">via Wikimedia Commons</a> (Bild zugeschnitten)</p>

Bild: Der Uhrturm am Grazer Schloßberg / Bild: Isiwal [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Graz. Christian Hlade stammt aus Graz und hat 1999 seit Reiseveranstalter-Unternehmen gegründet, mit dem er auf Individualreisende setzt, die gern wandern. In einem Interview mit dem Standard sprach er nun über Massentourismus, die „Gegenwelt“, eine Mindestaufenthaltsdauer für manche Destinationen und darüber, welche Personen er nicht als Kunden haben möchte.

FPÖ-Kernwähler als Kunden unerwünscht

Der Reiseveranstalter ist gerade dabei, das Profil seines Angebots zu schärfen und will bestimmte Kunden abschrecken. Auf die Frage, welche Kunden genau das seien, lautete Hlades Antwort: „Kunden, deren Ansprüche wir nicht erfüllen wollen. Leute etwa, die sich beschweren, dass sie im Riad in Marrakesch ‚den Koffer nicht über die enge Stiege hochgekriegt haben‘. Die uns mit dem Anwalt verfolgen, weil sie sich den Knöchel verstaucht haben. Solche Leute wollen wir nicht“. Er könne sich das leisten, denn sie hätten „Supergäste“. Und wenn so jemand dazukomme, zerstöre er die ganze Reisegruppe. „Einer unserer neuen Slogans lautet ‚Öffne deinen Horizont'“, so Hlade. „Also, ich sag es offen: FPÖ-Kernwähler wollen wir nicht“.

Der Fokus wird daher nun weiter verengt, eben „indem wir FPÖ-Wähler mit zu geringem Horizont ablehnen und zu anstrengende Männer abschrecken, die nur auf hohe Gipfel rennen wollen“. Man wolle dafür mehr Kunden aus Deutschland erreichen.

Sippel: „Wo sind die Menschenrechtler?“

Eine erste Reaktion kommt vom Grazer FPÖ-Klubobmann Armin Sippel. In einem Facebook-Beitrag hält er fest, dass Hlade in besagtem Interview „frei von der Leber weg“ erklärt, dass er FPÖ-Kernwähler als Kunden nicht will. „Kein Aufschrei, keine Empörung. Nichts. Es ist anscheinend mittlerweile völlig normal geworden, eine ganze Gruppe von Menschen, wie in diesem Fall aufgrund einer politischen Einstellung, zu diskriminieren. Wo sind hier die in dieser Stadt so umtriebigen Menschenrechtler?“, fragt Sippel in seinem Beitrag abschließend.

Cover der Freilich-Ausgabe #10
Freilich Nr. 11 "Schlecht gerüstet" erschienen!
Der Soldat allein ist längst kein freier Mann mehr. Und um den Zustand der heimischen Armeen steht es schlecht. Dabei drohen uns immer mehr Gefahren. Wie die Zukunft des Krieges aussieht und ob wir dafür gerüstet sind, lesen Sie in unserer aktuellen Ausgabe des FREILICH Magazins.
Jetzt abonnieren