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Hamburg

Studentenausschuss macht gegen Lucke als Professor mobil

Der Mitgründer der Alternative für Deutschland, Bernd Lucke, wird wieder als Professor an der Hamburger Universität lehren – sehr zum Missfallen des dortigen Studentenausschusses AStA.

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<p>Bild (Bernd Lucke): Mathesar [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0">CC BY-SA 3.0</a>], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bernd_Lucke.jpg">via Wikimedia Commons</a> (Bild zugeschnitten)</p>

Bild (Bernd Lucke): Mathesar [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Hamburg. – Der Ausschuss kündigte den Protest auf seiner Facebookseite an. Unter dem Motto „Lucke lahmlegen“ plant der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) eine Protestaktion gegen die Bestellung des Ex-AfD-Politikers zur Lehrtätigkeit. Der AStA ist in den meisten deutshen Bundesländern das geschäftsführende und mit der Außenvertretung betraute Organ der verfassten Studierendenschaft.

„Ideologiegelenkte Wissenschaft“

Im Schreiben heißt es: „Die Persona Lucke lehnen wir ab, mit dem Verweis, dass er und die AfD ein Extrembeispiel der ideologiegelenkten Wissenschaft darstellen“. Diese werde „fälschlicherweise unter dem Begriff der Werteneutralität propagiert“. Man wolle „keine Lehre am rechten Rand“.

Doppelt kurios an dieser Einordnung: Lucke gehörte seinerzeit dem liberalen Parteiflügel an, verließ die AfD nach einem Richtungsstreit im Jahr 2015. Seit 1998 ist er Professor für Volkswirtschaftslehre in der Hansestadt. Seit 2014 war er allerdings offiziell beurlaubt, zum Wintersemester 2019/20 nimmt er seine Tätigkeit wieder auf.

„Lucke lahmlegen“

Die Nachricht sorgte für Aufsehen unter den Studenten, einige wollen nun gegen den ehemaligen AfD-Politiker protestieren. Für den 16. Oktober ist von der AStA der Uni Hamburg eine Kundgebung geplant, welche der Welt zufolge unter dem Motto „Lucke lahmlegen“ stattfinden soll. Der Vorsitzende des Ausschusses, Karim Kuropka, erklärte, Lucke habe „mit der Gründung der AfD eine Partei geschaffen, mit der heute eine Vielzahl emanzipatorischer Institutionen aus Kunst und Kultur, aber auch aus den Bildungsbereichen zu kämpfen“ hätten. 

Betroffener zeigt sich gesprächsbereit

Lucke selbst sagte gegenüber der Welt, er sei zu einem Gespräch mit der AStA bereit. Er habe ihr bereits eine Dokumentation zukommen lassen, in welcher er „chronologisch“ belege, dass er beim Verdacht auf „rechtsradikales Gedankengut“ in der Partei stets „unverzüglich und entschieden“ gehandelt habe.

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