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Gesellschaft

176 Migranten an Bord: Italien lässt „Ocean Viking“ anlegen

Joshua Hahn

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Die „Ocean Viking“ nahm kürzlich Migranten von zwei Schlauchbooten auf, welche nun in Italien an Land gehen durften.

Marseille. – Das Schiff „Ocean Viking“ der französischen NGO „SOS Méditerranée nahm unlängst 176 Migranten auf. Daraufhin suchte es erneut nach einem „sicheren Hafen“, um diese an Land bringen zu können. Wie der Standard am Dienstagmorgen berichtet, erteilte Italien mittlerweile eine Landeerlaubnis.

Vor Libyen aufgesammelt

Wie die „Welt“ berichtete, sammelte die NGO insgesamt 176 Asylbewerber vor der Küste Libyens auf, angeblich gerieten diese auf zwei separaten Schlauchbooten in Seenot.  Wie in vergangenen Fällen suchte die französische Organisation darauf einen „sicheren Hafen“, um anzulegen.

Der Sprecher Frédéric Penard forderte dabei in einer Stellungnahme von der EU, dass sich diese „umgehend“ um das Problem kümmern solle. Dies schrieb unter anderem die „Junge Freiheit“. Das Schiff wird neben „SOS Méditerranée auch von „Ärzte ohne Grenzen“ betrieben. 

Italien lässt Migranten von Bord

Weiter heißt es in der Stellungnahme, dass die „Männer, Frauen und Kinder“ eine „teilweise traumatisierende Flucht über das Mittelmeer“ hinter sich hätten. Eine gute Versorgung könne das Schiff der NGO nur kurzzeitig gewährleisten.

Der Geschäftsführer von SOS Méditerranée, David Starke, forderte von der EU eine „verlässliche Regelung“ zum Landgang von Migranten auf NGO-Schiffen. Am Dienstagmorgen war es dann so weit: Die italienischen Behörden ließen das Schiff im Hafen von Tarent anlegen.

Salvini empört über Landgang der Migranten

Dieser Umstand sorgte bei Matteo Salvini, dem ehemaligen Innenminister, für großes Unverständnis. Der Lega-Chef war für eine strenge Migrationspolitik bekannt – von welcher die neue Mitte-Links-Regierung allerdings mittlerweile abrückt. Er wunderte sich auf Twitter: „Es ist eine französische NGO mit einem norwegischen Schiff. Man erkläre mir, weshalb sie nach Italien kommen müssen.“

Auch insgesamt äußerte er sein Ärgernis darüber, dass es zuletzt wieder einen Anstieg von Ankünften gegeben habe. So stünden im September 2.497 über das Mittelmeer eingereiste Migranten nur 947 im Vergleichsmonat des Vorjahres gegenüber. Auch nach dem halben Oktober gebe es bereits 700 – im gesamten Oktober 2018 waren es 1.007. Damals hatte Salvini gerade sein Dekret erlassen, welches seinerzeit das Asylrecht in Italien verschärfte.

3 Comments

3 Comments

  1. Avatar

    Klasube

    15. Oktober 2019 at 15:39

    So eine verlogene Farce! Dem Bosporus-Sultan zahlt man Milliarden und prostituiert sich, damit er Flüchtlinge zurückhält und hier holt man die „Flüchtlinge“ mit dem Wassertaxi von der lybischen Küste ab.
    Hört endlich auf mit dem Schwachsinn und entscheidet euch: entweder Grenzen zu und Einreise nur nach einem strengen Selektionsverfahren, oder Grenzen auf für jedermann. Aber dann beklagt euch nicht über das, was wie eine Sturzflut über euch hereinbrechen wird…!
    Ich jedenfalls, werde dann den Abflug machen – ich habe keine Lust mit meiner Arbeit und meinen Steuern die halbe Welt zu ernähren und mich zum Dank dafür „entfremden“ zu lassen.
    Gott-sei-Dank gibt es noch Staaten, in denen die Bevölkerung noch nicht vollends verblödet ist…!

    • Avatar

      Goetz v. Berlichingen

      16. Oktober 2019 at 6:04

      Bitte welche Staaten meinen Sie, Ich waere sehr neugierig.

  2. Avatar

    Klasube

    15. Oktober 2019 at 19:05

    Wir Europäer und insbesondere wir Deutschen sind doch sonst immer so auf die Einhaltung von Vorschriften bedacht: ist dieser Seelenverkäufer (Ocean Viking) überhaupt für den Personentransport ausgerüstet, zertifiziert und zugelassen? Hat er genügend Schwimmwesten und Rettungsboote an Bord? Genügend Hygieneeinrichtungen?
    Er dient doch wohl eindeutig dem Personentransport, denn dafür wurde er ja von den NGO’s angeschafft…!

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