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Vučjak: Mehr als 1.500 Migranten in Lager angekommen

Monika Šimić

Veröffentlicht

am

Wie mehrere lokale Medien berichten, spitzt sich die Lage im überfüllten Migrantenlager Vučjak in Bosnien und Herzegowina zu. Die EU und die Vereinten Nationen fordern die Schließung des Lagers.

Bihać. Bereits seit mehreren Monaten ist die Ankunft von Migranten am Balkan Thema. Am Dienstag hatte sich nun die Situation im bosnischen Vučjak massiv verschärft, nachdem die dortigen Behörden rund 1.500 Migranten, die ohne Unterkunft in der Kleinstadt Bihać aufgegriffen wurden, in das Lager nahe der kroatischen Grenze gebracht hatten. Das Video, das eine lange Kolonne von Migranten zeigt, macht auf sozialen Medien aktuell die Runde.

Bürgermeister droht mit Versorgungsstopp

Der Bürgermeister von Bihać, Šuhret Fazlić, kündigte daraufhin an, aus Protest gegen die fehlende Unterstützung durch die Zentralregierung in Sarajevo ab Montag die Versorgung von Migranten zu stoppen.

Das Camp, in dem sich zuerzeit über 2.000 Migranten befinden, besteht seit 14. Juni 2019 und war laut der kroatischen Tageszeitung Jutarnji List als Übergangslager gedacht. Dort wollte man jene Migranten unterbringen, für die es in den Zentren in Miral und Bira keinen Platz mehr gab. EU, UNO und Menschenrechtskommissarin des Europarats, Dunja Mijatović , kritisierten die dortigen Zustände und forderten nun die Schließung des völlig überfüllten Lagers Vučjak im Nordosten Bosniens.

Vertreter der drei Organisationen forderten, die dort untergebrachten Migranten sollten sofort in geeignetere Unterkünfte gebracht werden. SPÖ-Europaabgeordnete Bettina Vollath warnt vor einer „massiven humanitären Katastrophe”. In einer Aussendung schrieb sie: „Nur einen Steinwurf von der EU-Außengrenze entfernt, offenbart sich die ganze Dramatik der ungelösten Migrationsfrage”. Schon seit geraumer Zeit steht das Lager in Vučjak wegen seines Standortes, der mangelnden hygienischen Zustände und dem fehlenden Zugang zu fließend Wasser in der Kritik.

Heuer schon mehr als 10.000 Ankünfte

Laut Angaben des Roten Kreuzes wurden im Jahr 2019 mehr als 10.500 Migranten in Bosnien und Herzegowina registriert. Der Großteil davon, etwa 7.000 Migranten, soll sich im Kanton Una-Sanska aufhalten. Bereits vor vier Monaten zeigte die Plattform Addendum in einer ihrer Recherchen auf, dass der Balkan wieder durchlässig und die Balkanroute Thema wird (mehr dazu in Der Balkan wird wieder durchlässig, die Ankünfte steigen).


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4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    Zickenschulze

    18. Oktober 2019 at 21:16

    Einen Bürgermeister ohne Eier nennt sich Schwuchtel, denn er meistert nicht die Probleme der Bürger. Kein Geist, kein Mut zur Anbahnung von Lösungsschritten, aber kompetent genug zum Verweisen auf Dritte ist alles andere als eine Meister Leistung.

  2. Avatar

    Heimatvertriebener

    19. Oktober 2019 at 16:43

    Wenn die Briten erneut solche Szenen sehen, müsste eigentlich eine deutliche Mehrheit für den EU Austritt sein.

    Wo sind mal wieder die Frauen und Kinder? Die müssen mainstream Fotografen demnächst wohl mitbringen um passende Bilder zu bekommen. IS marschiert mit?

    • Avatar

      Hexenhaus07

      20. Oktober 2019 at 13:19

      Oder er braucht ein besseres Bildbearbeitungsprogramm mit dem sich alles verschieben und rein retuschieren lässt. Es werden sich doch im Archiv Bilder finden lassen wo auch mal Frauen und Kinder drauf sind.…

  3. Avatar

    Gotthelm Fugge

    20. Oktober 2019 at 19:31

    Deutschland war noch NIE so sicher wie heute!
    Welch Blasphemie!

    Zwei fast willkürlich gewählte Zitate aus den APO – Social Medien vom heutigen Tage (20191020):

    „Fast 800 Angehörige von Kämpfern der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) sind nach jüngsten Angaben der kurdischen Behörden aus einem Lager in Nordsyrien geflohen.””

    „Besorgniserregend:
    Bereits am Dienstag (20191015) wurden laut dnevnik.hr 1500 Migranten, eskortiert von Polizeikräften, in einer langen Schlange aus Bihać (Bosnien-Herzegowina) ins Flüchtlingslager Vučjak an der kroatischen Grenze eskortiert.
    Hunderte weitere waren es am Mittwoch.
    Ein Video, das in sozialen Medien viral geht, zeigt eine Armee aus ausschließlich agilen, kräftigen Männern – nicht eine einzige Frau, geschweige denn Kinder, die zunehmend ungeduldig auf ihren Weitermarsch nach Westeuropa warten.
    In der Migrantenwelle seien hauptsächlich Abkömmlinge von ISIS, Kämpfer des IS, die unter Allahu-Akbar-Rufen vorwärts in Richtung Austria – Deutschland marschieren.””

    Da bewegen sich gut ausgebildete, fanatische, an Waffen und im Nahkampf excellent ausgebildete und geübte Islam-Soldaten in zunehmender Divisionsstärke auf Deutschland zu – Und was machen Merkel und Seehofer – Wie immer – Nichts!

    Wer soll sich in DE zum Schutze der indigenen, autochthonen deutschen Bevölkerung diesen Kämpfern, den bereits in DE in Staats- und Polizeiapparat, Bundeswehr in unendlicher Appeasement-Toleranz-Nationaler-Aufgabe-Manier trefflich installierten Islam-U-Booten, den bereits erkannten und nicht erkannten „Islam-Gefährdern” incl. den Soldaten Allahs bei den bereits offen ausgebrochenen Scharmützeln zwischen Kurden und Türken hier im Lande entgegenstellen?

    Wie lange braucht es noch, und DE versinkt im Bürgerkrieg?

    Es begann mit einem initialen, simpel gemalten Pappschild im sächsischen Heidenau per 20150825, welches von mutigen Sachsen beim Merkel-Besuch ihrer „Goldstücke” ihr entgegengehalten wurde und auf welchem stand: „VOLKSVERRÄTER!”

    Kann man gegen Merkel KEIN Amtsenthebungsverfahren für ihre Verbrechen gegenüber dem deutschen Volk einleiten?

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