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Gesellschaft

Limburg: Mann mit Migrationshintergrund tötet Ehefrau mit Axt

Joshua Hahn

Veröffentlicht

am

Symbolbild: 4028mdk09 via Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0] (Bild zugeschnitten)

In Limburg soll ein Mann seine Ehefrau mit einer Axt umgebracht und sie dabei offenbar beinahe enthauptet haben. Zuvor soll er sie mit einem Auto angefahren haben.

Limburg. – Einem Medienbericht der „Bild“ zufolge soll der mutmaßliche Täter einen tunesischen Migrationshintergrund haben.

Polizei spricht von „Beziehungstat“

Die Polizei geht derzeit von einer Beziehungstat aus, wie es in der offiziellen Pressemitteilung heißt. Wie die „Welt“ berichtet, soll der Verdächtige am Freitag seine Ehefrau erst mit einem Auto angefahren haben. Anschließend soll er mit einer Axt fünfmal auf den Kopf der Frau eingeschlagen haben, auch ein Schlachtermesser kam offenbar zum Einsatz. Bei der Tat wurde das Opfer Berichten zufolge beinahe enthauptet. Im Internet kursieren Videos der Tötung. Die Polizei gab an, eine Verbreitung des Materials strafrechtlich verfolgen zu wollen. 

Noch am Tatort ließ sich der Verdächtigte widerstandslos festnehmen. Die beiden Kinder des Ehepaars befanden sich zur Tatzeit im Kindergarten und werden derzeit von Mitarbeitern des Jugendamts betreut. 

Täter hat angeblich Migrationshintergrund

Über einen vermeintlichen Migrationshintergrund wollte die Polizei vorerst keine Angaben machen. Bislang wird vor allem von der deutschen Staatsbürgerschaft des Mannes berichtet. Laut der „Bild“ soll dieser jedoch einen tunesischen Migrationshintergrund aufweisen.

Auch die Co-Vorsitzende der Bundestagsfraktion der Alternative für Deutschland, Alice Weidel, erklärte in einem Tweet: „Wie bitte? Es war ein eingebürgerter Tunesier, der die Frau – die ihn bereits mehrfach anzeigte – praktisch enthauptete!“ 

Die ermordete Frau befand sich bereits seit einiger Zeit in einer Schutzeinrichtung, da der Mann sie schon in der Vergangenheit bedroht haben soll. Der mutmaßliche Täter äußerte sich bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht zur Tat. 

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3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Zickenschulze

    27. Oktober 2019 at 22:00

    Videoverbot:
    Reine Faktenlage verbreiten verboten.
    Verbreitung von Pornos gewaltiger seelenzerstörender Praktiken hingegen gestatten.

    • Avatar

      Zickenschulze

      27. Oktober 2019 at 22:06

      Ich persönlich sehe Filme mit Gewaltszenen generell nicht an. Keinen!
      Wer das aber verkraftet, warum nicht?

  2. Avatar

    Klasube

    28. Oktober 2019 at 1:03

    Die Polizei geht derzeit von einer Beziehungstat aus,…”
    Klar – irgendwie ist jede Tat eine Beziehungstat. Die Beziehung der Juden zu den Christen, die Beziehung der Muslime zu den Christen, die Beziehung der Linken zu den Rechten…
    Was soll der Scheiß? Fakt ist, der durchgeknallte Typ hieß weder Karl noch Gernot, oder Günther!
    Also nennt das Kind beim Namen…!

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Gesellschaft

Anis Amri: Bundeskriminalamt spielte offenbar Anschlagsrisiko herunter

Joshua Hahn

Veröffentlicht

am

ASDF Bild (Denkmal für die Opfer des Anschlags in Berlin): OTFW, Berlin [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Laut internen E‑Mails soll das Bundeskriminalamt den Attentäter vom Breitscheidplatz in Berlin dramatisch unterschätzt, und das von ihm ausgehende Anschlagsrisiko heruntergespielt haben.

Berlin. – Der Tunesier Anis Amri tötete bei einem Anschlag insgesamt 12 Menschen.  Daraufhin flüchtete Richtung Italien, wo er von Beamten erschossen wurde. Nun stellt sich heraus: Möglicherweise kam es rund um den Anschlag auf den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche im Berliner Stadtteil Charlottenburg im Dezember 2016 zu eklatanten Behördenfehlern.

BKA-Beamter hielt Einschätzung als Gefährder für „unprofessionell“

Wie aus dem internen Schriftverkehr vom Februar 2016, welcher der Deutschen Presse Agentur vorliegt, hervorgeht, bezeichnete ein Beamter des Bundeskriminalamts die Einschätzung Amris als „Gefährder“ als „hochgradig unprofessionell“. Es sei „insgesamt eine Frechheit“, wie das Bundesland Nordrhein-Westfalen handele.

Laut der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hatten zuvor die Ermittler des Landeskriminalamts NRW die Einstufung aufgrund von Aussagen eines V‑Mannes vorgenommen und folglich eine intensivere Überwachung gefordert.

In einem Gespräch mit der Generalbundesanwaltschaft soll der Verfasser der E‑Mail betont haben, dass er den V‑Mann für unglaubwürdig halte. Am Donnerstag wurde er im Untersuchungsausschuss zum Fall als Zeuge befragt. 

BKA unterschätzte angeblich Risiko 

Generell soll das Bundeskriminalamt die Gefährdungslage gänzlich anders eingeschätzt haben als das Landeskriminalamt. So gab es der Süddeutschen Zeitung zufolge bereits am Tag vor dem Schriftverkehr Streitigkeiten zwischen den Ämtern bei einer Besprechung in Karlsruhe, da das BKA den Wahrheitsgehalt der Aussagen des Informanten als niedrig einschätzte. 

Zwischen einem Ermittler des LKA NRW sowie einem Beamten des BKA soll es bei dieser Gelegenheit außerdem zu einem Gespräch gekommen sein, in welchem der letztere seinem Gesprächspartner nahegelegt haben soll, den V‑Mann „aus dem Spiel zu nehmen“ – dies sei auch im Interesse des Bundesinnenministeriums geschehen. Das Ministerium bestreitet die Vorwürfe. Ein Oberstaatsanwalt sagte am Donnerstag jedoch aus, dass er „keinen Zweifel“ an der Existenz des Gesprächs habe. 

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Gesellschaft

Kündigung wegen Nähe zu rechten Fans: Frahn-Klage gegen Ex-Verein erfolgreich

Julian Schernthaner

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ASDF Symbolbild (Stadion an der Gellertstraße, Heimstätte des Chemnitzer FC): Lord van Tasm via Wikimedia Commons [CC BY-SA 4.0] (Bild zugeschnitten)

Kehrtwende im Fall Frahn: Das Arbeitsgericht in Chemnitz gab der Klage von Daniel Frahn gegen die fristlose Entlassung beim Chemnitzer FC statt.

Chemnitz. – Das Arbeitsgericht Chemnitz erklärte die fristlose Entlassung des einstigen CFC-Kapitäns für unzulässig. Eine außerordentliche Kündigung bringe hohe Hürden mit sich, welche allfälliges Fehlverhalten im privaten Bereich nicht erfülle. Damit ist Frahn laut Tag24 ab sofort formell wieder Vertragsspieler des Drittligisten, der Kontrakt läuft bis 2021.

Fristlose wegen Kontakten zu rechter Fangruppe

Die Causa um den mehrfachen Regionalliga-Torschützenkönig, zuletzt eine Identifikationsfigur bei Kollegen und Fans, kam im August ins Rollen. Frahn hatte zuvor mit Akteuren einer rechten Fangruppierung ein Auswärtsspiel seines Vereins besucht, um diesen auch während einer Verletzung anfeuern zu können. Dafür hatte der Verein keinerlei Verständnis und setzte den Kapitän der Mannschaft vor die Tür – Die Tagesstimme berichtete.

Verantwortliche betonten damals, zu den Aufgaben eines CFC-Spielers gehöre „mehr als nur Tore zu schießen und sich bejubeln zu lassen”, nämlich „Haltung”. Frahn klagte gegen seine Entlassung und bekam nun recht. Sein Anwalt hatte in der Verhandlung betont, dass dieser zudem „in der Fanszene und innerhalb der Mannschaft noch immer viele Sympathien” genieße.

Verein will durch alle Instanzen gehen

Keine Freude mit der Entscheidung hat man unterdessen beim Chemnitzer FC. Hauptgesellschafter Klaus Siemon bezeichnete das Urteil als „Skandal”. Die Justiz in der drittgrößten sächsischen Stadt würde „zum wiederholten […] sehr rechtslastig” entscheiden.

Man wolle in Berufung gehen, notfalls bis zum Bundesarbeitsgericht. Das Urteil sieht man daher als nicht rechtskräftig, die Kündigung bleibe somit aufrecht. Daher werden man diesen „auch weiterhin nicht am Trainings- und Spielbetrieb des CFC teilnehmen” lassen.


Weiterlesen:

Wegen Nähe zu rechter Fangruppe: Chemnitzer FC wirft Kapitän raus (6.8.2019)

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Dänemark: 20 Festnahmen bei Antiterroreinsatz

Joshua Hahn

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ASDF Bild (Dänischer Streifenwagen): Kevin.B [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Bei einem Antiterroreinsatz in Dänemark am Mittwoch gab es insgesamt 20 Festnahmen. 

Kopenhagen. – Die festgenommenen Personen stehen in Verdacht, einen Anschlag mit Sprengstoff und Schusswaffen geplant zu haben. 

Polizeichef: „Militantes, islamistisches Motiv“

Die dänischen Behörden gaben bei einer Pressekonferenz bekannt, dass die 20 Personen in Verdacht stehen, Material für die Herstellung von Sprengstoff beschafft zu haben. Außerdem sollen sie versucht haben, an Schusswaffen zu gelangen.

Der Polizeichef Kopenhagens, Jørgen Bergen Skov,  sagte laut dem „ZDF“, man habe die Vorbereitung eines Terroranschlags mit einem „militanten, islamistischen Motiv“ befürchtet. Für mehrere der festgenommen Personen lautet der Vorwurf folglich Terrorismus. 

Razzien in verschiedenen Teilen von Dänemark

Die Hausdurchsuchen fanden in verschiedenen Teilen Dänemarks statt, wie die „Zeit“ berichtet. Die Verdächtigen sollen am heutigen Tag den Haftrichtern vorgeführt werden. Laut Skov ändere sich an der aktuellen Sicherheitslage in Dänemark jedoch nichts. Die Terrorgefahr sei bis auf Weiteres als „ernsthaft“ eingestuft. 

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