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Wahl in Thüringen

Linke gewinnt, AfD verdoppelt sich, CDU stürzt ab

Während die Linke leicht und die AfD stark dazu gewinnen, verliert die CDU über zehn Prozent. Auch SPD und Grüne müssen Verluste hinnehmen, die FDP zittert um den Einzug.

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<p>Symbolbild: Axel Hindemith via <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Landtagswahl_in_Niedersachsen_2017_Wahllokal_Tür.jpg">Wikimedia Commons</a> [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/legalcode">CC BY-SA 3.0 DE</a>] (Bildausschnitt)</p>

Symbolbild: Axel Hindemith via Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0 DE] (Bildausschnitt)

Erfurt. – Mit einer einmaligen Konstellation endet die Landtagswahl in Thüringen: denn erstmals erreichten die beiden populistischen Parteien „Die Linke“ und „Alternative für Deutschland“ (AfD) zusammen mehr als die Hälfte der Stimmen. Dies könnte eine Regierungsbildung stark erschweren. Die Wahlbeteiligung war mit etwa 65 Prozent deutlich höher als beim letzten Urnengang (2014: 52, 7 Prozent).

Starke Zugewinne für AfD, CDU bricht ein

Auf den ersten Platz kam aktuellen Hochrechnungen (Infratest dimap, 19:14 Uhr) zufolge die Linksfraktion von Ministerpräsident Bodo Ramelow (29,9 Prozent), welche damit dem Bundestrend entgegen sogar noch 1,7 Prozent zulegen kann. Auf einen starken zweiten Platz kommt die patriotische AfD von Björn Höcke mit 23,7 Prozent (plus 13,1%), noch vor der deutlich dezimierten CDU (22,7%, minus 10,8 %), welche beim siebten Anlauf erstmals nicht stimmenstärkste Partei in Thüringen wird.

Verlierer der Wahl sind außerdem die beiden kleinen Koalitionspartner. Die SPD ist nunmehr einstellig, kommt auf 8,4 Prozent (minus 4%), die Grünen verlieren leicht um 0,4 Prozentpunkte, bleiben mit 5,3 Prozent allerdings knapp im Landtag vertreten. Zittern muss noch die FDP, welche derzeit exakt bei 5 Prozent steht und somit nach zehn Jahren Pause wieder zurück im Landtag wäre.

Keine Mehrheit mehr für Rot-Rot-Grün

Diese Ergebnisse bedeuten allerdings, dass sich für Ramelow eine Fortsetzung der Rot-Rot-Grünen Koalition voraussichtlich nicht ausgehen kann. Denn diese Koalition hätte nur mehr 41 von 88 Mandaten und somit keine Mehrheit. Diese müssten also die FDP oder CDU hinzunehmen, um eine knappe (45) oder deutliche (62) Mehrheit zu erlangen.

Im Falle der Union würde dies allerdings einen historischen Bruch bedeuten. Denn die Kanzlerpartei verficht seit Jahren die Position, weder mit der Linken noch der AfD koalieren zu wollen. Denkbar ist allerdings, dass die CDU unter Landesparteichef Mike Mohring eine Fortsetzung der alten Regierung als Minderheitsregierung offiziell tolerieren könnte.

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