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Deutschland

Berlin: Polizeiführung soll geschlechtsneutrale Bezeichnung bekommen

Julian Schernthaner

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am

Eingang des Polizeipräsidiums in Berlin - auch hier werden Änderungen nötig. Symbolbild: Polizei Berlin via Wikimedia Commons [CC BY-SA 4.0] (Bild zugeschnitten)

Die Polizei in der deutschen Bundeshauptstadt samt deren Führungsperson wird künftig geschlechtsneutral bezeichnet – als Zeichen der Modernisierung.

Berlin. – Wie die Junge Freiheit am Montag berichtet, hat der Berliner Senat entschieden, dass der bisherige Name „der Polizeipräsident in Berlin” durch die Bezeichnung „Polizei Berlin” ersetzt wird. Dies gab Innensenator Andreas Geisel (SPD) demnach im Innenausschuss bekannt.

Polizei Berlin hat mittlerweile Chefin

Der Vorstoß, die seit 1809 bestehende altehrwürdige Bezeichnung abzuändern sei auch deshalb zeitgemäß, weil mit Barbara Slowik mittlerweile eine Frau das Amt bekleide. Der vorherige Name passe daher nicht mehr in die heutige Zeit. Damit der Vorschlag wirksam wird, müsse allerdings erst ein Gesetz angepasst werden.

Kritik von Gewerkschaft nach Änderung

Keine Freude mit der Ankündigung hat die Gewerkschaft der Polizei in Berlin. Deren Pressesprecher Benjamin Jendro ließ auf Twitter seinem Unmut freien Lauf. Zwar sei die Namensänderung „sicher überfällig”. Gleichzeitig sage es „leider viel über [die] Stadt und die politisch Vertretenden aus”, wenn dies die größte Meldung aus dem Innenausschuss darstelle.

Jendro wies außerdem darauf hin, dass Polizeichefin Slowik in der Vergangenheit „nach eigenen Angaben kein Problem” in der bisherigen Bezeichnung ihres Amtes erkannt hätte.

Berlin: Genderdebatte bei Behörden mit Tradition

Freilich: Die Debatte stellte sich RBB24 zufolge bereits bei deren Amtseintritt ein. Damals twitterte das offizielle Nutzerkonto der Behörde ein Bild mit modifizierter Bezeichnung (Polizeipräsident*in Berlin). Bereits seit mehreren Jahren gibt es in der rot-rot-grüne regierten Hauptstadt einen Leitfaden, welcher unterstellt, dass ein „traditionelles Mitgemeintsein” zu „handfeste Nenachteiligungen” von Frauen führe.

Auch auf anderen Ebenen sorgen gesellschaftspolitische Ankündigungen rund um die Behörde immer wieder für Aufsehen. Erst im Juli kündigte Slowik an, stärker gegen „rechte Meinungen” in eigenen Reihen vorgehen zu wollen. Dabei sollen etwa Fortbildungen die „interkulturelle Kompetenz und Stressbewältigung“ fördern – Die Tagesstimme berichtete.

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1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Avatar

    Zickenschulze

    29. Oktober 2019 at 9:37

    Mit anderen Worten: diese Polizei hat nichts mehr zu sagen.
    Wie oberaffengeil die Linken vorgehen.
    Nur Banausen lassen sich das bieten.

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Deutschland

Thüringen: Vertrag für rot-rot-grüne Minderheitsregierung steht

Joshua Hahn

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am

ASDF Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC-BY-SA 3.0 [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Der Vertrag für die künftige Regierung in Thüringen steht: Linke, Sozialdemokraten und Grüne einigten sich am Mittwoch auf einen gemeinsamen Regierungsvertrag.

 Erfurt. – Die Chefs der Parteien gaben die Einigung am Mittwochabend bekannt.  Noch ist der Vertrag nicht unterschrieben. Wie die Chefin der Linken, Susanne Hennig-Wellsow laut der Zeit erklärte, solle dies erst „nach der Mitgliederbefragung“ geschehen.

Schwierige Mehrheitsverhältnisse in Thüringen

Aufgrund der Verweigerung aller Parteien gegenüber einer Kooperation mit der AfD und generell schwieriger Mehrheitsverhältnisse gestaltete sich die Regierungsbildung nach der Landtagswahl im Oktober schwierig. Trotz des starken Wahlergebnisses der Linkspartei fehlen Rot-Rot-Grün vier Mandate für eine Mehrheit im Erfurter Landtag. Ministerpräsident dürfte somit wohl auch in den kommenden fünf Jahren der bisherige Amtsinhaber Bodo Ramelow (Die Linke) bleiben.

Parteien wollen Mehrheiten mit AfD meiden

Für mehrheitliche Beschlüsse sind also zusätzlich Stimmen der bei der Wahl auf den dritten Platz zurückgefallenen CDU respektive der nur knapp in das Landesparlament eingezogenen FDP notwendig. Das Dreierbündnis gab zudem an, auf Gesetzesvorhaben verzichten zu wollen, bei welchen eine Zustimmung der AfD – mit 22 Sitzen immerhin die zweitstärkste Fraktion im Landtag – nötig sei.

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Deutschland

Verdächtiger Brief an Höcke: Thüringer Landtag kurzzeitig abgesperrt

Joshua Hahn

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am

ASDF Bild (Höcke 2016): Olaf Kosinsky via Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0 DE] (Bild zugeschnitten)

Zeitweise wurden Teile des Gebäudes abgeriegelt. Die Polizei rückte mit Gefahrgutexperten an. 

Erfurt. – Am Mittwoch sorgte ein Brief für den AfD-Politiker Björn Höcke im Thüringer Landtag für Aufregung. Im Umschlag habe sich eine verdächtige Substanz befunden, wie eine Polizeisprecherin bekanntgab. 

Brief mit „verdächtiger Substanz“

Ein Mitarbeiter der Poststelle öffnete den an Höcke adressierten Umschlag offenbar am Mittwoch im Landtag und entdeckte eine „verdächtige Substanz“. Die Polizei riegelte daraufhin Teile des Landtages ab, der Betrieb habe jedoch weiterhin stattfinden können, wie eine Polizeisprecherin der „Bild” nach betonte. 

Sämtliche Personen, die mit dem Brief in Kontakt kamen, seien von den Experten dekontaminiert worden. Die Untersuchungen der Substanz halten laut „n‑tv“ an. Dass es sich um Sprengstoff oder radioaktive Substanzen handele, könne man jedoch mittlerweile ausschließen. 

Experten vor Ort

Die Polizei rückte mit Beamten des Landeskriminalamtes sowie Spezialisten der Feuerwehr und deren Gefahrgutexperten an. Höcke selbst wurde im Laufe des Tages von den Beamten zum Brief befragt.

Der ehemalige Lehrer und AfD-Politiker Björn Höcke wurde in der Vergangenheit bereits mehrfach Ziel von linken Einschüchterungsversuchen.

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Deutschland

Berlin: AfD-Landeschef Pazderski kandidiert nicht mehr für Parteivorsitz

Julian Schernthaner

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ASDF Bild (Pazderski 2016): Sandro Halank via Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0] (Bild zugeschnitten)

Die AfD Berlin muss beim anstehenden Landesparteitag einen neuen Landesvorsitzenden küren, da der bisherige Inhaber des Postens, Georg Pazderski, nicht mehr kandidieren möchte.

Berlin. – Wie die Berliner Morgenpost berichtet, teilte der Berliner AfD-Chef den Mitgliedern in einer Erklärung mit, nach sechs Jahren nicht weiter für den Landesparteivorsitz zur Verfügung zu stehen. Grund dafür ist offenbar die Belastung durch die Doppelfunktion als Landeschef und Vorsitzender der Fraktion im Abgeordnetenhaus der Bundeshauptstadt.

Doppelbelastung als offizieller Rückzugsgrund

Sein künftiges Motto, so Pazderski, sei „ganz oder gar nicht”. Die Führung der Fraktion im Landesparlament möchte er vorerst behalten – allerdings könne er nicht mehr beide Funktionen gleichzeitig bespielen. Außerdem kokettiert er mit einem Mandat bei einer der Wahlen im Jahr 2021 – dann gibt es Wahlen sowohl zum Abgeordnetenhaus als auch zum Bundestag.

Dabei ließ er laut Morgenpost eine leichte Präferenz für die Bundesebene durchklingen. Pazderski wünsche sich demnach, wieder mehr Außen- und Sicherheitspolitik betreiben zu wollen.

Curio möglicher Pazderski-Nachfolger?

Allerdings könnte die ausbleibende Kandidatur auch taktische Überlegungen in personeller Hinsicht haben. Denn der zum liberalen Parteiflügel zählende Pazderski konnte zuletzt mit einem Gegenkandidaten rechnen. Bewerbungen für das Amt gibt es wenige Tage vor dem Landesparteitag am 25./26. Jänner noch keine – allerdings fielen bereits die ersten Namen.

So könnte mit Gottfried Curio ein prominenter Vertreter der Bundestagsfraktion auch Ambitionen auf den Landesvorsitz in Berlin hegen. Pazderski selbst brachte als mögliche Nachfolger zwei weitere Personen ins Spiel. Neben der prominenten Bundestagsabgeordneten Beatrix von Storch kann er sich auch vorstellen, dass der Berliner Parlamentarier Carsten Woldeit die Agenden übernimmt.

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