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Gesellschaft

Wegen AfD-Erfolgen: Journalist fordert „massive“ Zuwanderung im Osten

Julian Schernthaner

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Das Ergebnis der Landtagswahl in Thüringen – die AfD wurde zweitstärkste Partei – stößt nicht überall auf Gegenliebe. Insbesondere mehrere Leute aus der Medienbranche ereiferten sich ausgiebig darüber – einschließlich äußerst umstrittener Gedankengänge.

Erfurt. – Die Wahl im grünen Herzen Deutschlands ist geschlagen – und kein Stein bleibt auf dem anderen. Denn erstmals verfügen die beiden populistischen Parteien ‚Die Linke‘ und die AfD gemeinsam über die Mehrheit der Mandate. Während einige Kommentatoren noch am Wahlabend bestrebt waren, der Linksfraktion von Ministerpräsident Bodo Ramelow einen bürgerlichen Anstrich zu attestieren, war die Reaktion auf die Zugewinne der AfD von Björn Höcke ganz anders.

Zuwanderung „massiv und am besten ab sofort“

Unter den Wortmeldungen, welche besonders stark polarisierten, war ein Artikel des Zeit-Journalisten Christian Bangel. Dieser forderte in seinem Kommentar eine Zuwanderung für die neuen Bundesländer – „massiv und am besten ab sofort“. Dies könne Binnenmigration aus Städten oder den westlichen Bundesländern sein – aber auch „gezielte Migration aus dem Ausland“.

Nur auf diese Art und Wiese könnten die „bisherigen Verliererregionen […] stabile wirtschaftliche Strukturen“ aufbauen. Dort könne dann außerdem ein „Miteinander von Generationen, Milieus und Hautfarben“ entstehen, welche die AfD und deren vermeintliche „weiße Hoheitsfantasien […] lächerlich erscheinen“ lassen würden. Auf Twitter wiederholte er diese Forderung: „Der Osten muss besiedelt werden, massiv!“

Aussagen sorgen für heftigen Gegenwind

Dieser Wunsch sorgte bei vielen Twitter-Nutzern für Verärgerung und Befremdung – insbesondere bei patriotischen Stimmen. So bezeichnete etwa Philip Stein, Leiter der Bürgerinitiative EinProzent, die Fantasien Bangels als „Wahnsinn“ und zog dessen journalistische Ausrichtung in Zweifel.

Joana Cotar, Abgeordnete der AfD im Bundestag, sah sich dabei an Praktiken und Maßnahmen in der Sowjetunion erinnert und wunderte sich daher über die „merkwürdigen Vorbilder“ von Autor und Zeitung:

Andere Nutzer gingen sogar noch einen Schritt weiter und sahen gerade in der Kombination „besiedeln“ und „Osten“ gar einen historisch belasteten Vergleich zur NS-Siedlungspolitik. Selbst User, welche solche Assoziationen nicht bedienten und deren Twitter-Historie keinen Verdacht besonderer Sympathien mit der AfD vermuten lassen, äußerten sich ablehnend über die Aussagen.

NDR-Autorin will Thüringern „eine reinhauen“

Bangel war unterdessen nicht die einzige Person aus der deutschen Medienbranche, welcher mit einer streitbaren Reaktion auf das Wahlergebnis für Empörung sorgte. Jenny Kallenbrunnen, Autorin für den NDR und den Komiker Otto Waalkes und jedenfalls 2017 noch Redakteurin beim Stern, legte noch eine Schaufel drauf.

In einem mittlerweile gelöschten Tweet ließ sie Gewaltfantasien freien Lauf: Sie würde „bedenkenlos“ jedem fünften Menschen in Thüringen „einfach eine reinhauen“. Dass sie ihn wieder löschte dürfte eigenen Aussagen zufolge allerdings weniger mit ehrlicher Reue zu tun haben – sondern, dass „zu 90 Prozent Nazis“ diesen geteilt hätten. Für deren Timelines sei ihr Gesicht aber „sehr viel zu schön„.

Journalistin: Linke als „Partei der demokratischen Mitte“

Wiederum andere Personen des öffentlichen Lebens wie Zeit-Journalistin Jana Hensel ärgerten sich darüber, dass manche Beobachter die Linke und die AfD als Parteien abseits der ‚Mitte‘ charakterisierten. Wer dies täte, übernähme eine „konservative Erzählung“. Die Linkspartei sei in den neuen Bundesländern eine „Partei der demokratischen Mitte“, weswegen man aufhören solle, sie „an den Rand zu schieben“.

6 Comments

6 Comments

  1. Avatar

    Klasube

    28. Oktober 2019 at 16:19

    Jenny Kallenbrunnen: „Sie würde „bedenkenlos“ jedem fünften Menschen in Thüringen „einfach eine reinhauen“.
    Na wenn das erst mal Schule macht, sind wir wohl von gewalttätigen Auseinandersetzungen nicht mehr weit entfernt.
    Wieder einmal: Hass und Hetze von links…!
    Gibt’s da eigentlich irgendwelche Konsequenzen? Suspendierung? Entlassung? Kontensperrung?

  2. Avatar

    Joachim Datko

    28. Oktober 2019 at 17:04

    Die AfD ist die Partei meiner Wahl. Ohne die AfD hätten viele meiner politischen Positionen keine Vertretung in den Parlamenten.

    Zitat: „Dies könne Binnenmigration aus Städten oder den westlichen Bundesländern sein – aber auch „gezielte Migration aus dem Ausland”.“

    Ich bin der AfD dankbar, dass sie sich gegen die massive Einwanderung aus Afrika und Asien stemmt.

    Joachim Datko Ingenieur, Physiker

  3. Avatar

    Heimatvertriebener

    28. Oktober 2019 at 19:36

    Gab es in der NS Zeit noch das judenfeindliche und -diskriminierende Hetzblatt „Der Stürmer“ dessen eifrigster Leser vermutlich Adenauers späterer Staatssekretär Hans Globke, Schreibtischmörder, Mitautor und Kommentator der üblen und todbringenden „Nürnberger Rassegestze“ war, so könnten solch seltsame Ideengeber heute ja ein Blatt mit Namen „Der Umsiedler“ herausbringen. Am besten staatsfinanziert, weil kaum jemand solchen Müll kaufen würde. Außer einigen „Niemand ist illegal“ Fetischisten natütrlich.

    Jedem Fünften „eine reinhaun“ ist ebenfalls wesentlich menschlicher als mitunter in Diktaturen üblich gewesen, im Abzählverfahren eine vorher bestimmte Menge von Menschen zu erschießen. Dieses Unglück war doch wesentlich schlimmer, war man ausgerechnet der Fünfte oder „nur“ der Zehnte.

    Letzteres haben übrigens französische Militärs im Weltkrieg getan, als die Masse der französischen einfachen Soldaten, angewidert und entsetzt über die Gräuel des Krieges, einfach in Richtung Heimat desertierten.

    Natürlich muss dieser Vorgang keine Vorlage – wenngleich schon deutlich abgeschwächt – für die seltsamen Wunschträume dieser weiblichen Person sein.

    Übrigens erhalten – und erhielten schon vor 2015 – jährlich über 100 000 Ausländer die deutsche Staatsangehörigkeit. Sicher zur Freude solcher Personen mit extrem wirren Gedankengängen. Darum heißt es demnächst auch sicher bald wieder: Der Täter, ein Deutscher….

    Dabei hätten wir auch so schon mehr als genügend Kriminalität ohne derartige Einbürgerungen. Aber bei der Art der Taten und dem Vorgehen erkennt der wachsame, gut aufgeklärte Bürger doch häufig den feinen Unterschied.

  4. Avatar

    Stefan Klank

    29. Oktober 2019 at 23:18

    „Osten massiv besiedeln.“

    Klartext: Zukünftig mit Wahlviehstimmen von Migranten den Wahlwillen der deutschen Bevölkerung neutralisieren sowie Bedrohungspotential (Einschüchterung) durch Migranten aus islamischen Ländern gegen die deutsche Urbevölkerung aufbauen, wenn diese nicht so wollen wie der linke Mainstream es verordnet!

    • Avatar

      André Frost

      30. Oktober 2019 at 15:29

      Das ist der treffendste Kommentar unter diesem Artikel,offen und gerade heraus…danke.

  5. Avatar

    Reiner07

    3. November 2019 at 10:14

    Es ist jedenfalls ein Hinweis, dass man ein „Problem“ mit einem neuen Problem beseitigen möchte und zeigt, dass Dummheit in einigen Redaktion als die neue Art von Intelligenz betrachtet wird.

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