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CDU-Mohring will Kooperation mit der Linken nicht mehr ausschließen

Nach der aufsehenerregenden Landtagswahl in Thüringen und der Wahlschlappe für die Christdemokraten will der Landeschef Mohring eine Zusammenarbeit mit der Linken nicht mehr ausschließen.

2 Minuten Lesezeit
<p>Bild (Mike Mohring): Olaf Kosinsky [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en">CC BY-SA 3.0 de</a>], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2019-03-06_Mike_Mohring_5731.jpg">via Wikimedia Commons</a> (Bild zugeschnitten)</p>

Bild (Mike Mohring): Olaf Kosinsky [CC BY-SA 3.0 de], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Erfurt. – Vor der Wahl wurde eine Zusammenarbeit noch kategorisch ausgeschlossen. Generell verfolgt die CDU nämlich seit Jahren den Grundsatz, weder mit der Linken noch mit der AfD koalieren zu wollen. Nachdem just diese beiden Parteien nun die Mehrzahl der Mandate in Thüringen verbuchen können, wurden Stimmen laut, welche für ein Überdenken dieser Doktrin plädierten.

„Wichtig für das Land“

Im „Morgenmagazin“ antwortete der Landeschef der CDU, Mike Mohring, auf die Frage, wie er zu einer Koalition mit der Linken stehen würde: „Wir sind bereit für so eine Verantwortung, müssen zunächst ausloten, was heißt das für Thüringen. Mir sind stabile Verhältnisse wichtiger für das Land, als dass es nur um parteipolitische Interessen geht.“ Noch vor der Wahl schloss Mohring jedoch mehrmals aus, mit der Linken sowie der Alternative für Deutschland zusammenarbeiten zu wollen. 

Laut dem „Spiegel“ stellte sich Raymond Walk, der Generalsekretär Mohrings, am Wahlabend noch gegen das aktuelle Vorhaben. Die Versprechen von vor der Wahl müssten seiner Ansicht nach auch danach noch gelten: „Das gehört zur glaubwürdigen Politik mit dazu.“

Kritik aus den eigenen Reihen

Auch andere Parteimitglieder ärgern sich über den plötzlichen Sinneswechsel des CDU-Politikers. Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet, sagte beispielsweise die schnellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Julia Klöckner, dass die Christdemokraten im Fall einer Zusammenarbeit mit der Linken oder der AfD überflüssig werden würden. Carsten Linnemann (CDU) forderte die Partei dazu auf, „endlich Haltung zu zeigen“. Sie solle zu ihren Worten stehen.

Allgemein brodelt es nach dem enorm schlechten Wahlergebnis innerhalb der CDU. Der Chef der Jungen Union, Tilman Kuban, will nun zum Beispiel die „Führungsfrage klären“. Laut der „Bild“ zeigte sich Annegret Kramp-Karrenbauer verärgert über die Äußerung und betonte, dass die Kanzlerkandidatur erst 2020 entschieden werde. 

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