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Gesellschaft

Skandal: ZDF-Kinderformat stellte AfD als Partei voller Rechtsextremer dar

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

Ein Video der öffentlich-rechtlichen Kindernachrichtensendung logo! sorgt bei Vertretern der AfD für einigen Unmut.

Berlin. – Das Video soll kindgerecht erklären, weshalb die anderen Parteien die patriotische Partei ausgrenzen. Nicht zuletzt die dafür verwendeten Argumente versetzen hochrangige AfD-Politiker nun in Rage. Martin Renner, medienpolitischer Sprecher der AfD im Bundestag, bezeichnete das ZDF-Machwerk der Jungen Freiheit zufolge als „pure Indoktrination”, bei welcher „kein sachlicher Informationsfluss im Vordergrund” stünde.

logo!: AfD hat „rechtsextreme” Rassisten als Mitglied

Und tatsächlich – das angesprochene Video hat es in sich. Zuerst beginnt es noch einigermaßen harmlos, indem es erklärt, dass die AfD die Zuwanderung begrenzen möchte. Aber das logo!-Video unterstellt, dass die Partei sich „auf besondere Art” für ihre Ziele einsetze. „Sie versuchen, den Menschen zum Beispiel absichtlich Angst vor Flüchtlingen zu machen.“

Außerdem gebe es in der AfD „einige Menschen, die rechtsextreme Ansichten haben”. Solche wären der Ansicht, dass „nicht alle Menschen gleich viel wert” seien. Sie seien der Ansicht, dass Leute aus anderer Herren Länder in Deutschland „nichts zu suchen” hätten und würden Menschen mit anderen Hautfarbe oder Religionen hassen. Die anderen Parteien würden solche Ansichten schlicht „falsch” finden und daher die Zusammenarbeit scheuen.

AfD-Renner fordert Löschung

Vielmehr als zu informieren, solle auf diese Art und weise eine „Meinung erzeugt werden”, und zwar „fast schon in brachialer Manier”, so Renner weiter. Er kann sich sogar einen „böswilligen” Vorsatz der Verantwortlichen vorstellen. Er forderte das ZDF auf, den Ausschnitt zu löschen

Hierfür beruft sich auf einen Präzedenzfall aus dem Jahr 2015, als ein logo!-Ausschnitt der französischen Öffentlichkeit eine Mitschuld für die Anschläge in Paris gab. Damals nahm das öffentlich-rechtliche Angebot den beanstandeten Inhalt nach teils heftigen Protesten vom Netz.

Weitere AfD-Politiker kritisieren ZDF-Video

Mehrere weitere AfD-Politiker kritisierten das Video ebenfalls scharf. Die Bundestagsabgeordnete Joana Cotar bezeichnete es etwa als „staatliche Propaganda”. Scharfe Worte fand Malte Kaufmann, Vorsitzender der AfD-Fraktion im Kreistag Rhein-Neckar. Es handle sich beim Video um „Fake-News erster Güte”. Es sei somit „kein Wunder”, wenn Leute den Begriff „Lügenpresse” verwenden würden.

5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    Klasube

    29. Oktober 2019 at 16:53

    Es reicht so langsam! Nein, nicht „so langsam”, sondern schon seit langem…!
    Man sollte bürgerlichen Ungehorsam praktizieren und die Zwangsabgabe an die ÖR verweigern.
    Wie hier mit zweierlei Maß gemessen, die journalistische Objektivität, die parteipolitische Neutralität mit Füssen getreten wird, ist kaum noch zu ertragen.
    Allerdings – wie erklärt man jemandem, ob Kind oder Erwachsener, weshalb die anderen nicht mit der AfD regieren wollen? Wenn man objektiv und neutral bleiben will, gibt es eigentlich keine geeignete Erklärung…!

  2. Avatar

    Peter Hofmueller

    29. Oktober 2019 at 19:55

    System” Merkel Medien stets „in Laune”!

  3. Avatar

    Zickenschulze

    30. Oktober 2019 at 0:08

    Den Linken die Brille abgenommen und einfach der AfD aufgesetzt. So simpel läuft das aber nur in den hirnlosen Köpfen der Gossen-Linken ab.

  4. Avatar

    Zickenschulze

    30. Oktober 2019 at 13:48

    Ihr Spießer von tagesstimme, traut‚s euch nicht mal die Wahrheit der Zuschriften zu übermitteln.
    Was faselt ihr da von besserem Journalismus?
    Feiglinge seid ihr wie der Rest auch.

    • Julian Schernthaner

      Julian Schernthaner

      30. Oktober 2019 at 14:24

      Wir sind eine kleine Redaktion und müssen alle Kommentare händisch freischalten. Normalerweise geschieht dies so schnell wie möglich, diesmal blieb leider ein Rücklog bis ca. gestern Abend 22 Uhr bis vorhin liegen. Wir bitten daher im Zweifelsfall um Geduld, anstatt uns Feigheit zu unterstellen. 🙂

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Gesellschaft

Sachsen: Sprachschützer üben Kritik an Gender-Beschluss für Gesetze

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

Die schwarz-rot-grüne Regierung in Dresden beschloss am Dienstag, künftig all seine Gesetze und Verordnungen zu gendern. Dies ruft den renommierten Sprachverein Deutsche Sprache (VDS) auf den Plan. 

Berlin/Dresden. – Eigentlich ist es ein Entschluss, den man dem ebenso konservativen wie widerständigen Sachsen nicht unbedingt hätte zugetraut. Aber seit die Kenia-Koalition im Amt ist, ticken die Uhren anders. Die grüne Justizministerin Katja Meier (Grüne) freute sich über den Beschluss: Die Sprache der Gesetze stammte aus einer Zeit, in der Frauen und Männer nicht dieselben Rechte hätten, die sprachliche Sichtbarmachung dieser Gleichberechtigung sei ihr ein „besonderes Anliegen”.

Sprachverein äußert scharfe Kritik am Vorstoß

Der Verein Deutsche Sprache (VDS) sieht dies ganz anders: „Wer die Sprache so entstellen muss, ist weit von der Lösung echter Geschlechterprobleme entfernt”. Nach Ansicht seines Vorsitzenden Walter Krämer sei Deutsch bereits geschlechtergerecht, das biologische und grammatikalische Geschlecht stünden in keinem Zusammenhang. Und: „Wer so etwas glaubt, sollte sich mit der deutschen Sprache und Grammatik beschäftigen”, zitiert die Junge Freiheit den obersten Sprachschützer.

Dass ausgerechnet ein Justizministerium sich über „Regeln der amtlichen Rechtschreibung hinwegsetzt”, hält Krämer für ein „starkes Stück”. Dabei müsse gerade ein solches Ressort wissen, „dass man sich Regelungen nicht zurechtbiegen kann, wen sie einem nicht gefallen”. Bislang führte der Freistaat Sachsen in Gesetzestexten das sogenannte generische Maskulinum, Frauen waren mitgemeint.

Junge Freiheit startete Petition gegen „Gender-Sprech”

Mit der verstärkten Berichterstattung über Stimmen, welche sich gegen Gendersprache aussprechen, will die Junge Freiheit als Wochenzeitung auch eine eigene Petition in diese Richtung bewerben. Wie die Tagesstimme in der Vorwoche berichtete, sehen die Initiatoren im ‚Gender-Sprech’ eine „Gefahr für die deutsche Sprache”, alles im Sinne eines „ideologischen Umerziehungsauftrags”. Man richtete sich damit an öffentlich-rechtliche Redaktionen, Kirchen, Bildungseinrichtungen und Behörden.

All diese Einrichtungen sollen nach Ansicht der Petenten „zum altbewährten Deutsch zurückkehren”. Bis Mittwochnachmittag waren beinahe 15.000 Bürger dem Aufruf gefolgt und unterzeichneten den Appell gegen die umstrittenen, vermeintlich geschlechtergerechten Sprachvarianten.


Weiterlesen:

Junge Freiheit startet Petition gegen Gender-Sprache (04.07.2020)


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Gesellschaft

Wien: Linksextremer wegen Angriff auf Burschenschafter verurteilt

Stefan Juritz

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Wegen Körperverletzung und Nötigung musste sich heute ein Linksextremer vor Gericht verantworten. Ein Video dokumentierte den Angriff auf einen Burschenschafter.

Wien. – Am heutigen Mittwochvormittag fand am Wiener Landesgericht der Prozess gegen einen linksextremen Demonstranten wegen eines tätlichen Angriffs auf einen Burschenschafter statt. Der Angeklagte wurde wegen Körperverletzung und Nötigung zu zwei Monaten bedingter Freiheitsstrafe verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Pikantes Detail am Rande: Bei dem Angeklagten soll es sich um den Politikwissenschaftler Alexander W., einem Autor der weit links stehenden „Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit” (FIPU), handeln.

Angriff an der Uni Wien

Laut Staatsanwaltschaft hatte der Angeklagte am 15. Januar im Zuge einer Demonstration an der Universität Wien einen Burschenschafter attackiert. Die Polizei konnte damals zwei Tatverdächtige vorübergehend festnehmen, sie wurden auf freiem Fuß angezeigt. Der Burschenschafter erlitt bei dem Angriff Prellungen am Kopf und an der Lendenwirbelsäule.

Video zeigt Schlag

Einer der beiden damals vorläufig festgenommenen Tatverdächtigen stand nun auch vor Gericht.  W. hatte zu Prozessbeginn jedoch nur eingeräumt, dem Burschenschafter eine Ohrfeige verpasst zu haben und bestritt, mit der Faust zugeschlagen zu haben. „Ich habe noch nie jemandem einen Faustschlag ins Gesicht gegeben. Und ich habe das in dieser Situation auch sicher nicht gemacht”, erklärte er vor Gericht.

Ein Video des Angriffs, das auf Instagram veröffentlicht wurde, zeigt den Schlag in das Gesicht des Verbindungsstudenten. 

Nichtsdestotrotz zeigte der – nicht rechtskräftig – verurteilte Politikwissenschaftler vor Gericht keine Reue und distanzierte sich auch nicht von der Tat.

 

Drohungen gegen Burschenschafter

Im Vorfeld des heutigen Prozesstages kam es indes zu einem Farbangriff auf eine Studentenverbindung: In der Nacht auf Mittwoch beschmierten mutmaßliche Linksextreme die Hausfassade des Akademischen Corps Posonia mit der Parole „Burschenschaften zerschlagen” – in diesem Gebäude wohnt jener Burschenschafter, der im Januar angegriffen worden war, ein Zusammenhang scheint daher wahrscheinlich.


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Prozess gegen 14 Linksextremisten wegen Störaktion gegen Identitäre

Gastautor

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In Wien begann am 7. Juli der Prozess gegen 14 Linksextremisten, die 2018 eine Kundgebung der Identitären gestört haben sollen. Die Anklage wirft ihnen Sprengung einer Versammlung, Widerstands gegen die Staatsgewalt sowie Körperverletzung vor.

Wien.– Am 13. Oktober 2018 veranstaltete die Identitäre Bewegung (IB) auf der Wiener Freyung eine „IB-Zone“. Dabei handelt es sich um einen Info-Stand, in dessen Umgebung IB-Aktivisten Flugzettel verteilten. Während der Veranstaltung erschienen 20 bis 30 vermummte Linksextremisten und versuchten, die Identitären mit Regenschirmen zu bedrängen, wobei sie laute Parolen riefen.

Linksextreme leisteten Widerstand gegen Polizei

Die Polizei war vor Ort und ging sofort dazwischen, wie auf einem Video von Identitären-Chef Martin Sellner zu sehen ist. Ebenfalls ist darin festgehalten, wie die Polizei die Linksextremisten wiederholt auffordert, 50 Meter Abstand zur IB-Zone einzuhalten, was diese jedoch ignorieren. Stattdessen leisten einige der Störer Widerstand gegen die Polizisten, als diese beginnen, sie zurückzudrängen.

Am Dienstag hat nun am Wiener Straflandesgericht der Prozess gegen 14 der beteiligten Linksextremisten begonnen. Ihnen wird die versuchte Sprengung einer Versammlung vorgeworfen. Gegen 13 von ihnen wird zusätzlich wegen versuchten Widerstands gegen die Staatsgewalt sowie wegen versuchter schwerer Körperverletzung ermittelt. Letzterer Vorwurf wird damit begründet, dass aus den Reihen der Linksextremisten ein Schirm auf die Polizisten geworfen worden sei.

Von den 14 Angeklagten äußerten sich 13 überhaupt nicht. Lediglich einer sprach von einer „politisch motivierten Anklage“. Alle bekennen sich nicht schuldig. Auch die Verteidigerin plädiert auf nicht schuldig und sieht in der Störaktion einen legitimen Protest. Es sei bei einigen der Angeklagten nicht einmal klar, ob sie überhaupt an der Störaktion teilgenommen hätten. Der Prozess wird am 22. Juli fortgesetzt.

Polizei geht gegen filmenden Journalisten vor

Vor Prozessbeginn kam es vor dem Gerichtsgebäude zu einem Zwischenfall. Der rechte Journalist und Publizist Georg Immanuel Nagel filmte eine linke Kundgebung, bei der die Teilnehmer ihre Solidarität mit den Angeklagten bekundeten. Daraufhin wurde er von den Linken bedrängt. Polizisten gingen dazwischen, interessierten sich jedoch nicht für die Linken, sondern hielten stattdessen Georg Immanuel Nagel fest. Diesem warfen sie vor, widerrechtlich die Straße betreten und damit eine Verwaltungsübertretung begangen zu haben. Außerdem habe er die Linken durch das Filmen provoziert. Nagels Personalien wurden deshalb aufgenommen.

Er selbst sieht sich durch die Polizei unfair behandelt, da er durch das Betreten der Straße lediglich den aggressiv auftretenden Linken ausweichen habe wollen. Nagels Video zeigt außerdem, dass zwei Personen von der linken Kundgebung ebenfalls die Straße betreten, um ihn zu verfolgen, diese aber von der Polizei nicht behelligt werden.

Kritik an Auswahl der zugelassenen Journalisten

Außerdem kritisiert Nagel, er sei als Journalist nicht in den Verhandlungssaal gelassen worden. Man habe seinen Presseausweis nicht akzeptiert, da dieser nicht „akkreditiert“ sei. Nagel sieht in dieser Praxis eine „willkürliche” Einschränkung der Berichterstattung, da alle Presseausweise gleichermaßen von Privatvereinen vergeben würden und somit sein Ausweis, der ebenfalls von einem Privatverein stamme, diesen gegenüber nicht benachteiligt werden dürfe. Die Beschränkung auf „akkreditierte Ausweise“ führe dazu, dass nur die „Mainstream-Medien” zu Prozessen zugelassen würden, meint Nagel.


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