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Österreich

Grüne Jugend: „Wir wollen keine Österreicher sein!”

Julian Schernthaner

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am

Hintergrund (Grüner Wahlkampfauftakt 2013): Manfred Werner - Tsui via https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Grüne_Österreich_Wahlkampfauftakt_Nationalratswahl_2013.jpg [CC BY-SA 3.0] (Bildausschnitt/verblasst) / Screenshot (Beitrag): Facebook / Collage: Die Tagesstimme.

Mit einer umstrittenen Äußerung sorgt eine grüne Jugendgruppe aus Wien derzeit in sozialen Medien für Aufregung.

Wien. – Ein Facebook-Post der Grünalternativen Jugend Wien zum Nationalfeiertag am vergangenen Samstag erregt weiterhin die Gemüter. Die Gruppe erklärt dabei den Tag, an welchem Österreich der Begründung seiner immerwährenden Neutralität nach Abzug der letzten Besatzungssoldaten im Jahr 1955 gedenkt, zum „Feiertag des österreichischen Nationalismus”.

Keine Nation und keinen Staat” feiern

Viele Menschen, so die Gruppe weiter, würden an jenem Tag „die Nation, den Staat und das Militär” feiern. Dies entspreche allerdings nicht den Moralvorstellungen der offiziellen Jugendorganisation im Vorfeld der Grünen in der Bundeshauptstadt: „Keine Nation und kein Staat haben es verdient, gefeiert zu werden. Auch Österreich nicht”.

Denn man stehe vielmehr für „politische Kämpfe für Gleichberechtigung” ein sowie für eine saubere Umwelt und eine „Überwindung der Klassengegensätze”. Diese Anliegen seien „international”. Aus diesem Grund wolle man sich nicht als Österreicher, sondern als Menschen feiern. Den Beitrag rundet ein Sujet ab mit dem Slogan: „Wir wollen keine Österreicher*innen sein, sondern Menschen”.

Benennung nach „Gaggerl-Flaggerl”-Vorgängerin

Die Gruppe gehört der „Grüne Jugend – Grünalternative Jugend” an, welche mittlerweile die offizielle Parteijugend darstellt. In Wien benennt man sich in Erinnerung an die frühere „Grünalternative Jugend”, bis 2011 die Jugendorganisation der Partei, hingegen nach seiner Vorvorgängerin. Dazwischen gab es zwischen 2011 und 2017 die „Jungen Grünen”.

Diese Vorgängerorganisation ist gleichzeitig kein unbeschriebenes Blatt, wenn es um ein schwieriges Verhältnis zur eigenen Identität geht. Denn im Jahr 2008 sorgte die ursprüngliche GAJ mit den Slogans „Nimm dein Flaggerl für dein Gaggerl” und „Wer Österreich liebt, muss scheiße sein” auf einem Plakat für bundesweite Aufregung.

Immer wieder Aufregung um Wiener Grüne

Für die Wiener Grünen – in der Donaumetropole immerhin Juniorpartner der Stadtkoalition – war dies allerdings damals kein Grund, seine rebellische Jugend bei der Wienwahl 2010 nicht trotzdem für sich werben zu lassen. Aber auch die Mutterpartei ist in Wien immer wieder für strittigen Aussagen gut, etwa als eine Bezirksrätin mit den Worten „Österreich, du Arsch” in den Urlaub flog – Die Tagesstimme berichtete.

Einige Monate später unterstellte David Ellensohn der FPÖ nach dem Vorfällen in Chemnitz, dass diese bei deren Vorkommen in Österreich „Seite an Seite in Springerstiefeln mit den Nazis” marschiert wäre. Gegen denselben sowie den grünen Rathausklub gab es im Mai eine Verurteilung wegen übler Nachrede, weil er einem Pressesprecher im damals blauen Verkehrsministerium aufgrund der Durchwahl 8818 – bereits unter roten Vorgängern aktiv – die Pflege von NS-Gedankengut nachsagte.

Auch Hebein mit Kontakten zu linkem Rand

Dass Ellensohn bei der Kandidatur um den Vorsitz der Grünen letztendlich Birgit Hebein unterlag, bedeutete dennoch einen weiteren Linksruck in der Partei. Wie die Tagesstimme im vergangenen November enthüllte, soll die neue Vizebürgermeisterin nämlich eine Nähe zum linken Rand besitzen, auf Facebook setzte sie ein „Gefällt mir” gleich bei mehreren linksradikalen, zum Teil gewaltbereiten Antifagruppen. In jüngeren Jahren gehörte sie der linksradikalen VolxTheaterKarawane an.

Diese aktionistische Gruppe beteiligte sich – allerdings in Abwesenheit Hebeins – 2001 in Italien an schweren Ausschreitungen. Außerdem arbeitete sie jahrelang für linksgerichtete NGOs wie die ARGE Wehrdienstverweigerung. Nach Wissensstand der Freiheitlichen soll sie sogar beste Kontakte in das besetze Ernst-Kirchweger-Haus (EKH) unterhalten. Hebein gehört derzeit dem Sondierungsteam der Grünen für eine mögliche türkis-grüne Koalition auf Bundesebene an.


Weiterlesen:

Wien: FPÖ kritisiert angebliche Verbindungen von Hebein zu linkem Rand (27.6.2019)

Durchwahl 8818: Grüner Ellensohn wegen übler Nachrede verurteilt (9.5.2018)

Linksruck bei Wiener Grünen: Birgit Hebein wird Spitzenkandidatin (27.11.2018)

Grüne zu Chemnitz: „Bundesregierung würde in Springerstiefeln marschieren” (30.8.2018)

Grüne Bezirksrätin: „Österreich, du Arsch!” (6.3.2018)

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3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Heimatvertriebener

    1. November 2019 at 17:21

    Grüne Dummheit ist grenzenlos – und das in gleich zweifacher Hinsicht.

  2. Avatar

    Widerstand.

    2. November 2019 at 9:25

    Dann haut ab. Wir brauchen euch nicht.

  3. Avatar

    Zickenschulze

    4. November 2019 at 11:28

    Grünhörner.

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Österreich

Weitere drei Bezirksräte zu DAÖ: Nächster Aderlass bei Wiener FPÖ

Julian Schernthaner

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am

ASDF Karl Baron ist einer der Gründer von "Die Allianz für Österreich" (DAÖ). Bild (Baron 2020): DAÖ-Wien via www.daoe-wien.at [lizenzfrei]

Die Wiener Landespartei der Freiheitlichen kommt nicht zur Ruhe – erneut traten jetzt einige Lokalpolitiker zur kürzlich gegründeten Die Allianz für Österreich (DAÖ) über.

Wien. – Die nächsten Abtrünnigen verlassen die Wiener FPÖ. Nach der Bezirksgruppe Favoriten (10. Wiener Gemeindebezirk) wechseln nun auch drei Bezirksräte im 3. Wiener Gemeindebezirk Landstraße zur Konkurrenz im eigenen Spektrum über. Ob weitere Bezirksgruppen oder einzelne Politiker ebenfalls noch wechseln wollen, ist derzeit unklar.

DAÖ bekommt ersten Arbeiterkammerrat

Besonders Dietrich Kops, früher jahrelang FPÖ-Bezirksparteiobmann in Landstraße freute sich über die Neulinge aus seinem Heimatbezirk. Bei den Überläufern handelt es sich um Patricia Uhmann, Hans Paul und Heinz Wieser. Letzterer wird somit auch erster Arbeiterkammerrat der neuen selbsterklärten „Bürgerbewegung”.

Gerade der Übertritt Wiesers gilt als überraschend – dieser hatte nämlich noch im Vormonat seine Treue zur FPÖ bekundete. Wie oe24.at berichtet, schrieb Wieser damals auf Facebook: „FPÖ – Nur das Original – alles andere ist eine billige Kopie Made in Ibiza”. Nun gesellt er sich trotzdem als einer der Ersten zum neuen Mitbewerber im patriotischen Spektrum.

Strache möglicher Spitzenkandidat bei Wienwahl

Zuletzt verdichteten sich die Anzeichen, dass Heinz-Christian Strache für die DAÖ als Spitzenkandidat bei der Wienwahl im Herbst ins Rennen gehen könnte, nachdem er noch wenige Tage nach der Parteigründung abwinkte, eine tragende Rolle spielen zu wollen. Am 23. Jänner spricht der bei der FPÖ in Ungnade gefallene frühere Vizekanzler jedenfalls als Gastredner bei einer DAÖ-Veranstaltung.

Bekannter als die neuen Bezirksräte ist unterdessen ein anderes Gesicht, welches das DAÖ vor Kurzem an Land zog. Als Kommunikationschef dient künftig Roland Hofbauer, zuletzt Chefredakteur des rechten Magazins alles roger? bis zu dessen Einstellung im Herbst. Herausgeber Ronnie Seunig monierte damals, dass der „Zustand der Meinungsfreiheit” in Österreich „bedenklich” sei – Die Tagesstimme berichtete.

Egal ob Strache nun tatsächlich als Zugpferd der neuen Partei dient oder nicht: Beobachter sind sich weitgehend einig, dass die Chancen der neuen Partei an der Urne mit der Person des langjährigen früheren FPÖ-Chefs stehen und fallen.


Weiterlesen:

DAÖ: HC Strache tritt bei Veranstaltung als Gastredner auf (11.1.2020)

DAÖ: Strache interessiert sich nicht für Vorsitz (16.12.2020)

Parteispaltung in Wien: Drei FPÖ-Gemeinderäte gründen neuen Klub (12.12.2019)

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Österreich

FPÖ verurteilt „linke Gewaltexzesse” an Uni Wien scharf

Julian Schernthaner

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ASDF FPÖ-Klubobmann verurteilte die linksextremen Umtriebe an der Uni Wien. Bild: Screenshot YouTube (FPÖ TV) [@00:28 min]

Nach der Blockade einer Lehrveranstaltung am Dienstag prügelten mutmaßliche Linksextremisten am Folgetag auf einen Burschenschafter ein. Die FPÖ spricht nun mahnende Worte der Kritik.

Wien. – Die linksextreme Gewaltspirale rund um die traditionsreiche Wiener Universität nimmt kein Ende. Schon am Dienstag kam es zu unschönen Szenen, als mehrere Dutzend vermummte Linksextremisten den Zugang zur Vorlesung des patriotischen Historikers Lothar Höbelt blockierten und auch den Bundesobmann des Rings Freiheitlicher Studenten (RFS) körperlich attackierten – Die Tagesstimme berichtete.

Linksextremer Angriff auf Burschenschafter

Schon am nächsten Tag sind die Umtriebe gewaltbereiter, weit links stehender Gruppen um eine Facette reicher. Denn im Vorfeld des Bummels der Burschenschafter am heutigen Mittwoch kam es zu einer folgenschweren Attacke auf einen Verbindungsstudenten. Das Freilich-Magazin spricht von einem Angriff durch „maskierte Täter” mit Fußtritten und Schlägen gegen den Kopf.

Wie die Tagesstimme erfuhr, handelt es sich beim Angegriffenen um einen Aktiven der Wiener akademischen Burschenschaft Albia. Dieser habe sich auf dem Weg zur Uni befunden, ehe er von zwei Personen angegriffen wurde. Dabei habe er Verletzungen im Gesicht und am Rücken davongetragen, die medizinische Behandlung benötigten. Beide Angreifer wurden von der Polizei aufgegriffen und seien bereits identifiziert.

FPÖ-Guggenbichler: „Linke Gewalt ufert aus”

Angesichts der gewalttätigen Vorfälle übt die FPÖ scharfe Kritik. Nun sei auch die Bundesregierung in der Pflicht, vor allem Justizministerin Alma Zadić und Bildungsminister Heinz Faßmann, so FPÖ-Gemeinderat Udo Guggenbichler in einer Aussendung. Die Universität sei ein Ort der freien Lehre. Es sei „nicht länger hinzunehmen, dass linksextreme Antifa-Chaoten” Vorlesungen blockieren und mit Gewalt verhindern würden.

Es sei jedenfalls „schockierend mitanzusehen, dass die linke Gewalt in Wien immer weiter ausufert”, so Guggenbichler zu den „Gewaltexzessen der linksextremen Antifa”. Er fordert deshalb eine „sofortige und eindeutige offizielle Verurteilung der linken Gewalt in Wien“. Betreffend den Angriff auf den Verbindungsstudenten erwartet er sich die „umgehende” Aufnahme von Ermittlungen. Wie später von der Burschenschaft Albia zu erfahren war, geht der Verfassungschutz der Sache bereits nach, neben Körperverletzung geht es auch um Widerstand gegen die Staatsgewalt und Beamtenbeleidigung.

Kickl fordert „Kampf gegen Linksextremismus”

Einen ähnlichen Tenor stieß FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl an. Wer behaupte, für Meinungsfreiheit einzustehen und Hass zu bekämpfen, könne nicht zuschauen, wenn die Freiheit der Lehre angegriffen würde, nur weil der Dozent kein Linker sei und einem „linksextremen Mob” missfalle. Auch er sieht Faßmann am Zug „vom ersten Gang in den zweiten und dritten hochzuschalten”. Es sei „Zeit, hier einmal Mode zu machen”.

Von der neuen grünen Justizministerin forderte Kickl einen Lückenschluss im Regierungsprogramm. Denn ein „Bekenntnis zum Kampf gegen den Linksextremismus” fehle dort völlig. Geschehe dies nicht, müsse sich Türkis-Grün den Vorwurf gefallen lassen „mit zweierlei Maß” zu messen und Linksextremisten „quasi ein ‚Regierungszertifikat’ ” auszustellen. Auch eine Stellungnahme des Bundespräsident hielte er für angebracht: „Da höre ich keinen Mucks, keine öffentliche Verurteilung.”

Polizei rechtfertigt Vorgehen auf Anfrage

Die FPÖ möchte nun außerdem eine parlamentarische Anfrage zum Polizeieinsatz stellen. Auf schriftliche Nachfrage der Tagesstimme rechtfertigt eine Sprecherin der LPD Wien das Vorgehen vom Dienstag. Sie stellt heraus, dass im Zuge der Amtshandlung „sehr wohl strafrechtliche als auch verwaltungsrechtliche Anzeigen” vorgenommen wurden. Gleichwohl könne die Polizei „niemandem verbieten, öffentliche Gebäude zu betreten”.

Zur Frage, weshalb die vielfachen mutmaßlichen Verstöße gegen das Vermummungsverbot nicht an Ort und Stelle geahndet wurden, verweist die Polizei auf den „gesetzlichen Spielraum”. Wenn die Aufforderung „außer Verhältnis” stünde, sprich etwa dass die Anordnung zur Ablegung „mehr Unruhe erzeugen als Erfolg bringen würde”, könne davon abgesehen werden.


Weiterlesen:

Uni Wien: Vermummte Linksextremisten verhindern Höbelt-Vorlesung (15.1.2020)

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Kopftuchverbot: FPÖ-Sippel fordert Regierung zu „rascher Umsetzung” auf

Julian Schernthaner

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ASDF Bild Grazer Rathaus: Pixabay [CC0] / Bild Armin Sippel: © FPÖ Graz / Collage: Die Tagesstimme.

Der Grazer FPÖ-Gemeinderat Armin Sippel wünscht sich von der neuen Bundesregierung, die im Regierungsprogramm genannten Maßnahmen zu Sicherheit und Integration möglichst bald umzusetzen.

Graz. - Der blaue Kommunalpolitiker will der türkis-grünen Bundesregierung bei der Umsetzung ihres eigenen Koalitionsabkommens in einigen Fragen jetzt Beine machen. Sippel bekräftigt in einer Aussendung, dass sich in den Bereichen Sicherheit und Integration im Regierungsprogramm „vernünftige Maßnahmen” fänden. Diese hätten „das Potenzial […] die vorhandenen Probleme im Bereich der Zuwanderung in den Griff zu bekommen”.

Sippel: „Fortführung freiheitlicher Politik”

Vor allem Graz habe immer noch mit den „Spätfolgen der unkontrollierten Zuwanderung” der vergangenen Jahre zu kämpfen. Außerdem gebe es in Schulen eine „zunehmende Islamisierung”. Sippel fordert daher die „rasche Umsetzung […] wichtiger Maßnahmen”. Dabei erinnert er auch daran, dass viele davon noch aus der türkis-blauen Regierung stammen und somit „als Fortführung der freiheitlichen Sicherheits- und Asylpolitik” gelten könnten.

Dabei erwähnt er unter anderem ein Kopftuchverbot für Mädchen unter 14 Jahren, dessen mögliche Ausweitung auf Lehrkräfte Grünen-Chef Werner Kogler bereits eine Absage erteilte – Die Tagesstimme berichtete. Gerade dieses würde betroffenen Mädchen die „Möglichkeit geben, selbstbestimmt leben zu dürfen”. Derzeit gilt ein Kopftuchverbot an Volksschulen, die Islamische Glaubensgemeinde legte allerdings Verfassungsbeschwerde ein.

Konsens zur „Verbesserung der Sicherheitslage”

Aber auch bei anderen Maßnahmen will Sippel einigen Druck auf die neue Regierung ausüben. So wäre eine „verfassungskonforme Sicherungshaft für Gefährder” gerade für Graz ein wichtiger Impuls. Denn in der steirischen Landeshauptstadt würde der Verfassungsschutz die Hälfte aller islamischen Gebetshäuser als problematisch einstufen.

Eine Umsetzung würde somit „eine Verbesserung der Sicherheitslage” mit sich bringen. Die Einrichtung von Rückkehrzentren – analog zu den einstigen Ausreisezentren – würde außerdem „den Aufenhalt von illegalen Personen in Graz merklich reduzieren”. Um die Stadt und ganz Österreich sicherer zu machen brauche es „den größtmöglichen politischen Konsens”.

Dringlicher Antrag am Donnerstag

Daher wäre es, so Sippel, „ein wichtiges Zeichen”, wenn Graz der neuen
Regierung in diesen Fragen „die Hände reicht”. Deshalb will er im Gemeinderat am Donnerstag einen Dringlichen Antrag einbringen, welcher der Tagesstimme im Wortlaut vorliegt und „akuten Handlungsbedarf” moniert. Problematisch sei weiters, dass bereits die Mehrheit der Grazer Volksschüler über eine andere Muttersprache als Deutsch verfüge.

Der Gemeinderat solle daher beschließen, dass er die von der Regierung gesetzten Vorhaben „ausdrücklich” begrüße. Der Bundesgesetzgeber sei ersucht, die „angeführten Schutzmaßnahmen” für Schülerinnen ebenso wie die „Sicherungshaft zum Schutz der Allgemeinheit” und die „Unterbringung von Asylwerbern mit rechtskräftig negativem Bescheid” schnellstmöglich umzusetzen und bei den Maßnahmen Graz „besonders im Fokus zu haben”.


Weiterlesen:

Kogler (Grüne): Kopftuchverbot für Lehrerinnen für ihn „nicht vorstellbar” (15.1.2020)

IGGÖ brachte Beschwerde gegen Kopftuchverbot bei VfGH ein (14.1.2020)

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