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Mittelmeer-NGOs

„Alan Kurdi“ darf in Süditalien landen

Die 88 Migranten an Bord der „Alan Kurdi“ werden umverteilt. Deutschland, Frankreich, Portugal und Irland werden die Migranten aufnehmen.

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<p>Symbolbild: Die Burg Aragonese im süditalienischen Tarent / Bild: Sailko [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by/3.0">CC BY 3.0</a>], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Taranto,_castello_aragonese_visto_dal_lungomare_01.jpg">via Wikimedia Commons</a> (Bild zugeschnitten) </p>

Symbolbild: Die Burg Aragonese im süditalienischen Tarent / Bild: Sailko [CC BY 3.0], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Tarent/Rom. Das italienische Innenministeriums hat beschlossen, dass die „Alan Kurdi“ der deutschen Mittelmeer-NGO „Sea-Eye“ mit 88 Migranten an Bord in Süditalien landen darf. Mit der Landung wird heute gerechnet, wie italienische Medien berichten.

Mehrere Länder nehmen die Migranten auf

Die Genehmigung der Landung in Tarent wurde erteilt, nachdem Italien eine Einigung mit anderen EU-Mitgliedsstaaten zur Umverteilung der Migranten an Bord der „Alan Kurdi“ erreichen konnte. So werden etwa Deutschland, Frankreich, Portugal und Irland Migranten aufnehmen, teilte das Innenministerium in Rom mit. Zuvor war das Schiff eigenmächtig in italienisch Hoheitsgewässe eingefahren. „Das Wetter wird immer schlechter, die Leute an Deck werden nass, wir haben am frühen Nachmittag entschieden, dass das Schiff Schutz in der Nähe der Küste suchen muss“, lautete die Begründung des Sea-Eye-Sprechers Gorden Isler.

Ursprünglich war die „Alan Kurdi“ mit 90 Migranten an Bord im Mittelmeer unterwegs. Allerdings wurden zwei Migranten vom Schiff weggebracht, weil sie dort nicht mehr behandelt werden konnten. Darunter ein Mann, der bei einem Angriff in Libyen verletzt worden sei und eine 20-jährige Frau.

Seehofer will Absprachen mit Mittelmeer-NGOs treffen

Erst vor wenigen Tagen landete auch das Schiff „Ocean Viking“ mit 104 Migranten an Bord in Italien (Die Tagesstimme berichtete). Der Sprecher des deutschen Innenministeriums ergänzte, dass mit der kürzlich zwischen Deutschland, Italien, Frankreich und Malta getroffenen Vereinbarung über die Verteilung von Migranten, die über das Mittelmeer nach Europa gelangen wollen, nach wie vor die Hoffnung verbunden sei, dass Schiffe nicht lange bis zum Einlaufen in einen Hafen warten müssten. In den aktuellen Fällen sei das so noch nicht festzustellen, sagte er. Die Verfahren müssten sich noch „einspielen“. Die „Ocean Viking“ hatte etwa zwölf Tage warten müssen, bevor ihr am Dienstag ein sizilianischer Hafen zugewiesen wurde.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) kündigte indes an, Absprachen mit Mittelmeer-NGOs treffen zu wollen. „Ich strebe auch einen Verhaltenskodex an”, sagte Seehofer. „Vielleicht gelingt es auch mal, dass Politik und NGOs ohne Paragrafen mit vernünftigen Vereinbarungen ein drängendes Problem unserer Zeit gut lösen“. Denn „die NGOs erfüllen eine wichtige Funktion, wenn es um die akute Seenotrettung geht. Aber ich finde, zum Verhaltenskodex gehört auch, dass sie nicht indirekt das Geschäft der Schleuser besorgen“, so Seehofer.

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