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Welt

Mittelmeer-NGOs: „Alan Kurdi” darf in Süditalien landen

Monika Šimić

Veröffentlicht

am

Die 88 Migranten an Bord der „Alan Kurdi” werden umverteilt. Deutschland, Frankreich, Portugal und Irland werden die Migranten aufnehmen.

Tarent/Rom. Das italienische Innenministeriums hat beschlossen, dass die „Alan Kurdi” der deutschen Mittelmeer-NGO „Sea-Eye” mit 88 Migranten an Bord in Süditalien landen darf. Mit der Landung wird heute gerechnet, wie italienische Medien berichten.

Mehrere Länder nehmen die Migranten auf

Die Genehmigung der Landung in Tarent wurde erteilt, nachdem Italien eine Einigung mit anderen EU-Mitgliedsstaaten zur Umverteilung der Migranten an Bord der „Alan Kurdi” erreichen konnte. So werden etwa Deutschland, Frankreich, Portugal und Irland Migranten aufnehmen, teilte das Innenministerium in Rom mit. Zuvor war das Schiff eigenmächtig in italienisch Hoheitsgewässe eingefahren. „Das Wetter wird immer schlechter, die Leute an Deck werden nass, wir haben am frühen Nachmittag entschieden, dass das Schiff Schutz in der Nähe der Küste suchen muss”, lautete die Begründung des Sea-Eye-Sprechers Gorden Isler.

Ursprünglich war die „Alan Kurdi” mit 90 Migranten an Bord im Mittelmeer unterwegs. Allerdings wurden zwei Migranten vom Schiff weggebracht, weil sie dort nicht mehr behandelt werden konnten. Darunter ein Mann, der bei einem Angriff in Libyen verletzt worden sei und eine 20-jährige Frau.

Seehofer will Absprachen mit Mittelmeer-NGOs treffen

Erst vor wenigen Tagen landete auch das Schiff „Ocean Viking” mit 104 Migranten an Bord in Italien (Die Tagesstimme berichtete). Der Sprecher des deutschen Innenministeriums ergänzte, dass mit der kürzlich zwischen Deutschland, Italien, Frankreich und Malta getroffenen Vereinbarung über die Verteilung von Migranten, die über das Mittelmeer nach Europa gelangen wollen, nach wie vor die Hoffnung verbunden sei, dass Schiffe nicht lange bis zum Einlaufen in einen Hafen warten müssten. In den aktuellen Fällen sei das so noch nicht festzustellen, sagte er. Die Verfahren müssten sich noch „einspielen”. Die „Ocean Viking” hatte etwa zwölf Tage warten müssen, bevor ihr am Dienstag ein sizilianischer Hafen zugewiesen wurde.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) kündigte indes an, Absprachen mit Mittelmeer-NGOs treffen zu wollen. „Ich strebe auch einen Verhaltenskodex an”, sagte Seehofer. „Vielleicht gelingt es auch mal, dass Politik und NGOs ohne Paragrafen mit vernünftigen Vereinbarungen ein drängendes Problem unserer Zeit gut lösen”. Denn „die NGOs erfüllen eine wichtige Funktion, wenn es um die akute Seenotrettung geht. Aber ich finde, zum Verhaltenskodex gehört auch, dass sie nicht indirekt das Geschäft der Schleuser besorgen”, so Seehofer.

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Andreas Seidel

    2. November 2019 at 10:27

    Man kann nur hoffen, dass Salvini möglichst bald neuer Ministerpräsident in Italien wird, dann ist endlich Schluss mit diesen illegalen Schleusen der NGOs.

  2. Avatar

    Heimatvertriebener

    2. November 2019 at 15:02

    Noch im Juni 2018 wollte Seeholer nur Migranten vom Schiff aufnehmen, wenn die „Lifeline” „an die Kette gelegt wird”.

    Wie stellt er sich denn nun seine Wunschvereinbarung vor, ohne, dass die Schlepper davon profitieren?

    Im Übrigen ist auch das nun wieder nur die übliche Augenwischerei und Volksverdummung. Ein Viertel der „Schiffbrüchigen” darf also nach Deutschland, vom Rest kommen die meisten vermutlich bald nach, aber jeden Monat begehrt mit 15000 die Anzahl Menschen einer mittelgroßen Kleinstadt Einlass an den Grenzen. Dazu jene, die gleich per klimakillender Flüge ins Land geholt werden. Qu vadis, Deutschland? Nein, der Weg ist klar.

  3. Avatar

    Zickenschulze

    2. November 2019 at 15:15

    Ich strebe auch einen Verhaltenskodex an”

    Verhaltenskodex von einem Seitenspringer?
    Jetzt macht er auf du per du mit den NGO‚s. Thema bleibt immer die Matratze.
    Warum geht es den Wirtschaftsnomaden? Raus aus der alten Behausung, rein in eine neue Liege.
    Horst bestätigt damit: einmal Seitenspringer, immer Seitenspringer.

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Welt

Bewaffnete schwarze NFAC-Miliz marschiert in Georgia auf

Stefan Juritz

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am

Die schwarze NFAC-Miliz demonstrierte am US-Unabhängigkeitstag gegen das Südstaaten-Denkmal in Stone Mountain. Ein Anführer forderte ein Gebiet für den Aufbau einer eigenen schwarzen Nation.

Atlanta (Georgia). – Am vergangenen Samstag ist eine schwer bewaffnete schwarze Miliz in Stone Mountain, einem Vorort von Atlanta, aufmarschiert, um gegen das dortige Konföderierten-Denkmal zu demonstrieren. In den sozialen Medien wurden mehrere Videos veröffentlicht, die den Aufmarsch der Miliz, die als „Not Fucking Around Coalition” (NFAC) bekannt ist, zeigen. Zu sehen sind darin zahlreiche bewaffnete Männer und Frauen in schwarzer paramilitärischer Kleidung, wie sie eine Straße entlang marschieren. Die Demonstration wurde von der Polizei begleitet, es kam zu keinen Zwischenfällen.

Demonstration gegen Südstaaten-Denkmal

Ein Video zeigt weiters den Anführer der Miliz, wie er über Lautsprecher eine Ansage an weiße Nationalisten macht und zur Konfrontation herausfordert: „Ich sehe keine weiße Miliz”, betonte er. „Wir sind hier. Wo zum Teufel seid ihr? Wir sind in eurem Haus. Los geht’s!”

In Stone Mountain befindet sich ein riesiges Denkmal für die Konföderation des amerikanischen Bürgerkriegs. Das Relief an der Nordseite des Felsens zeigt den ehemaligen Südstaaten-Präsident Jefferson Davis und die Generäle Thomas Jackson und Robert E. Lee. Aus diesem Grund, und weil auch der Ku-Klux-Klan (KKK) dort immer wieder Versammlungen abhielt, steht das Denkmal bereits seit längerer Zeit in der Kritik. Im Zuge der landesweiten „Black Lives Matter”-Proteste wurden die Rufe nach Entfernung des Denkmals wieder lauter.

„We’ll take Texas”

In einem weiteren Video klärt der Anführer der schwarzen Nationalisten, der sich „Grand Master Jay” nennt, über die Ziele der Miliz auf: Von der Regierung verlangt er u.a. ein eigenes Gebiet in den USA, um eine eigene schwarze Nation gründen zu können.

Weitere Videos zur Demonstration der schwarzen NFAC-Miliz:


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Black Lives Matter”-Aktivisten reißen Kolumbus-Statue nieder

Stefan Juritz

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Der Bildersturm in den USA scheint kein Ende zu nehmen. Am US-Unabhängigkeitstag wurde die Statue des berühmten Entdeckers Christoph Kolumbus gestürzt.

Baltimore. – „Black Lives Matter”-Demonstranten haben am Samstagabend in der US-Stadt Baltimore (Maryland) eine Kolumbus-Statue niedergerissen und anschließend im Hafen versenkt. Die Statue war 1984 von US-Präsident Ronald Reagan als Denkmal für die Bewohner der italoamerikanischen Community eingeweiht worden.

US-Präsident Donald Trump kritisierte am Feiertag erneut die „Black Lives Matter”-Demonstranten. Man werde niemals zulassen, dass ein wütender Mob die Statuen niederreiße oder die Geschichte des Landes auslösche, sagte er laut „Deutschlandfunk”-Bericht.

Zerstörungen in den USA

Bereits zuvor hatten Demonstranten in den USA Statuen beschmiert oder zerstört. In Richmond etwa wurde ebenfalls eine Kolumbus-Statue niedergerissen, besprüht, in Brand gesetzt und anschließend ins Wasser geworfen. Außerdem soll ein Fotograf des Nachrichtensenders CNN angegriffen worden sein.


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Der Indianer soll weg: Konzerne setzen Redskins unter Druck

Stefan Juritz

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Das US-Footballteam Washington Redskins soll Name und Logo ändern. Sponsoren erhöhen dazu den Druck.

In den USA setzt sich die Rassismus-Debatte im Zuge der „Black Lives Matter”-Proteste auch im Sport fort. Speziell geht es um angeblich diskriminierende Logos und Namen von Sportmannschaften mit Indianer-Bezug. Dazu gehört etwa das Footballteam der Washington Redskins. Bereits seit Jahrzehnten fordern Vertreter der amerikanischen Ureinwohner eine Namensänderung und ein neues Logo.

Doch bisher hatte sich die Mannschaft stets geweigert, Änderungen vorzunehmen. Klubbesitzer Dan Snyder betonte immer wieder, dass der Name in Wirklichkeit „Ehre” und „Respekt” bedeute und man positiven Bezug auf die Ureinwohner nehme. Außerdem sagte er vor mehreren Jahren noch: „Wir werden das Team niemals umbenennen. So einfach ist das. Dafür können Sie Großbuchstaben benutzen: NIEMALS.”

Nike, FedEx & Co fordern Änderung

Das könnte sich nun rasch ändern. Denn jetzt kommt der Druck von Großunternehmen. Beispielsweise nahm der Sportartikelhersteller Nike, offizieller Ausrüster der National Football League (NFL), alle Fanartikel der Redskins aus seinem Onlineshop. Und auch das Logitikunternehmen FedEx, das die Namensrechte am Heimstadion besitzt, erklärte öffentlich: „Wir haben dem Team unseren Wunsch mitgeteilt, dass es den Namen ändern möge.”

Laut Bericht von ESPN seien Nike, FedEx und PepsiCo von Investoren dazu gedrängt worden, die Redskins erst wieder nach der geforderten Namensänderung zu unterstützen.

Redskins prüfen Namensänderung

Der Druck zeigte offenbar Wirkung: Noch am Freitag teilten die Washington Redskins auf Twitter mit, eine Namensänderung intern zu diskutieren.


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