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Hofer (FPÖ)

„Mittlerweile sind fast alle Medien gegen mich unterwegs“

„Ich bin trotzdem motiviert“, so Hofer. Er sei nämlich „ein ganz normaler Mensch, der Juden, Muslime und Christen zu seinen Freunden zählt, Journalisten, Unternehmer und Arbeiter, Angestellte und Freiberufler“.

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<p>Bild: FPÖ-Klubobmann Norbert Hofer / Ailura, CC BY-SA 3.0 AT [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/at/deed.en">CC BY-SA 3.0 at</a>], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:20161204_Bundespr%C3%A4sidentenwahl_5012.jpg">via Wikimedia Commons</a> (Bild zugeschnitten)</p>

Bild: FPÖ-Klubobmann Norbert Hofer / Ailura, CC BY-SA 3.0 AT [CC BY-SA 3.0 at], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Wien. Die neuerliche „Liederbuch-Affäre“ in der Steiermark ist weiterhin Thema. Mittlerweile hat der Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde, Oskar Deutsch, sogar den Rücktritt von FPÖ-Obmann Norbert Hofer als Dritter Nationalratspräsident gefordert (Die Tagesstimme berichtete). Hofer äußerte sich nun auf Facebook zu dieser Rücktrittsforderung und fragte seine Fangemeinde, was sie von dieser Forderung halte.

Hofer kritisiert Medien und ÖVP

„Liebe Freunde, die Kultusgemeinde und die Kronen Zeitung – so empfinde ich es – wollen offenbar meinen Rücktritt. Was ist eure Meinung dazu?“, schrieb er dort. Nur kurze Zeit später übte er in einem weiteren Beitrag Kritik an den Medien. „Mittlerweile sind fast alle Medien gegen mich unterwegs“, so Hofer. „Ich bin trotzdem motiviert. Warum? Weil ich ein ganz normaler Mensch bin der Juden, Muslime und Christen zu seinen Freunden zählt, Journalisten, Unternehmer und Arbeiter, Angestellte und Freiberufler. Liebe Kollegen in den Chefredaktionen, ihr kennt mich. Wie fühlt ihr euch bei dieser Kampagne? Liebe Freunde aus der ÖVP: Wir hatten eine tolle Regierung – muss das wirklich sein?“, fragte er abschließend.

Hofer schließt Zanger nicht aus

Zuvor gab Hofer bekannt, dass er rund um die „Liederbuch-Affäre“, in der der der FPÖ-Nationalratsabgeordnete Wolfgang Zanger eine Rolle spielt, keinen Grund für einen Parteiausschluss Zangers sieht. Der Inhalt des Liederbuchs sei „vulgärer und gefährlicher Müll“, aber man dürfe „einen Politiker nicht einfach in eine Nazi-Diskussion verwickeln, nur weil er vor 14 Jahren ein Buch geschenkt bekommen hat, so Hofers Begründung. Daraufhin mehrten sich die Stimmen, die vom FPÖ-Chef Hofer ein Durchgreifen forderten weiter. So forderte am Sonntag Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka erneut von Hofer, von seinem Durchgriffsrecht Gebrauch zu machen.

Offenlegung der Inhalte sämtlicher Burschenschaften gefordert

Indes starteten Kunstschaffende eine Petition mit dem Titel „Gegen Nazi-Liedgut und antisemitische Hetze“. Darin fordern die Unterzeichner die Offenlegung der Inhalte sämtlicher Burschenschaften sowie den Rücktritt des FPÖ-Nationalratsabgeordneten Wolfgang Zanger. „Ein Abgeordneter mit diesem Hintergrund ist als parlamentarischer Vertreter der österreichischen Bevölkerung untragbar“, heißt es in dem Aufruf. „Wir fordern alle anderen Parteien dazu auf, die klare Abgrenzung der FPÖ zu allen Burschenschaften und ihren Mitgliedern, die derartiges Gedankengut als Teil ihrer Tradition verstehen und bewahren, zur Grundbedingung für jede weitere Regierungsbeteiligung der FPÖ in Stadt, Land und Bund zu machen“.

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