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Gesellschaft

Leipzig: Mutmaßliche Linksextreme überfallen Frau in Wohnung

Julian Schernthaner

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am

Symbolbild Antifa-Demonstranten: Michael Jastremski via OpenPhoto.net [CC BY-SA 3.0](Bild zugeschnitten)

Am Sonntagabend kam es im Nordwesten von Leipzig zu unschönen Szenen. Alles deutet derzeit auf Täter aus dem linksextremen Milieu hin.

Leipzig. – Wie die Leipziger Volkszeitung berichtet, soll es sich bei der Angegriffenen um eine Mitarbeiterin einer Immobilienfirma handeln. Einem Bekennerschreiben auf der einschlägigen Plattform Indymedia zufolge fand der Angriff in der Gottlaßstraße im Stadtteil Wahren in Verbindung mit der Errichtung eines Wohnkomplexes im Szeneviertel Connewitz statt, für welche die Geschädigte mitverantwortich sei.

Verdacht auf gefährliche Körperverletzung

Die Polizei Sachsen gab am Montagmittag in einer Presseaussendung bekannt, dass das Landeskriminalamt wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ermittelt. Zwei vermummte Tatverdächtige verschafften sich demnach um etwa 19.10 Uhr gegen den Willen der Geschädigten illegal Zutritt zur Wohnung.

In der Folge sollen sie der 34-Jährigen mehrfach ins Gesicht geschlagen haben. Daraufhin flüchteten die mutmaßlichen Täter und riefen dem MDR zufolge als Abschied: „Schöne Grüße aus Connewitz!” Die Frau erlitt beim Angriff Verletzungen im Gesichtsbereich und musste diese vor Ort ambulant behandeln lassen.

Connewitz als „Raum der radikalen Linken”

Im Bekennerschreiben ist die Rede davon, dass „kaputte Scheiben, brennende Autos und kaputte Nasen” das Einzige seien, das gegen „Kapitalanleger und Eigennutzer” helfe. Connewitz sei ein „Ort des Widerstandes gegen kapitalistische Verwertung, rassistische Ausgrenzung und staatlichen Terror”.

Man verstehe das Viertel als „Raum der radikalen Linken” und „Rückzugsort für Menschen, die sich an feministischen und sozialen Kämpfen beteiligen”. Projekte wie das vorliegende würden hingegen eine „Bedrohung für Connewitz als politischen Raum” darstellen. Jegliche Beteiligung am Projekt sei als „Angriff auf einen linken Stadtteil” zu werten.

Behörden gehen von linksextremem Motiv aus

Aufgrund der bisher bekannten Tatumstände – einschließlich des Schreibens, das von einem Nutzer stammt, der sich auf die einschlägig bekannte Truppe „Kiezmiliz” beruft – übernahm das Polizeiliche Terrorismus und Extremismus-Abwehrzentrum des Landeskriminalamtes Sachsen die Ermittlungen. Man ermittle in alle Richtungen, nehme allerdings einen linksextremistischen, politischen Hintergrund der Tat an.

Zur Aufklärung der Straftat richtet sich die Polizei auch an die Öffentlichkeit. Sie erhofft sich insbesondere Zeugen, welche sich im Tatzeitraum im Tatortbereich aufgehalten und „relevante Feststellungen” gemacht hätten. Aber auch Beobachtungen im Internet, die Aufschluss zur Identität der Tatverdächtigen geben könnten, seien von Bedeutung.

Immer wieder linksextreme Straftaten

Immer wieder kommt es in Deutschland zu linksextremen Übergriffen. Auch die laut Bekennerschreiben der jüngsten Attacke verantwortliche Kiezmiliz ist mindestens seit 2013 in Connewitz aktiv. Stießen ihre Aktionen gegen Eigentum und Wohnkomplexe anfänglich noch auf Gegenliebe, distanzierten sich im Vorjahr nach einem Angriff auf eine Pizzeria und eine Sportbar sogar andere Akteure der linken Szene im Stadtteil.

Aber auch Andersdenkende kommen immer wieder zum Handkuss. Ebenfalls in Leipzig brachen Linksextreme im Juni einem patriotischen Aktivisten in der Unimensa die Nase. Beliebte Ziele sind zudem bundesweit Einrichtungen und Personal der Alternative für Deutschland (AfD). Erst in der Vorwoche beschmierten mutmaßliche Linksextremisten das Burschenschaftsdenkmal in Leipzig mit Farbe – Die Tagesstimme berichtete.


Mehr zum Thema Linksextremismus finden Sie hier.

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3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Heimatvertriebener

    4. November 2019 at 16:39

    Falls es auch Experten gegen Linksextremismus gibt, einen wenigstens: Bitte zu Wort melden.

    • Julian Schernthaner

      Julian Schernthaner

      4. November 2019 at 18:04

      Dieses Feld wurde in der zeitgenössischen Extremismusforschung, die vor allem auf der linken Seite, und oft nach deren Maßstäben, oft nur als „notwendiges Beibrot” gesehen wurde, eher vernachlässigt. Mit Ausnahme einer weniger, die in alle Richtungen forschten, lehn’ ich mich wahrscheinlich wenig aus dem Fenster, wenn ich behaupte, außerhalb der patriotischen Publizistik wird’s mit dem Interesse der Erforschung dessen, relativ rasch relativ dünn. 😉

  2. Avatar

    Andreas Seidel

    6. November 2019 at 15:06

    Nur mal angenommen es wären keine Linksterroristen sondern Rechte gewesen, die eine Bauleiterin in ihrer Wohnung aufgesucht und verprügelt hätten um sich anschließend noch auf linken Seiten im Internet zu feieren. Die Medien würden sich geradezu überschlagen in ihrer Berichterstattung, egal ob Fernsehen, Radio oder Print, über Tage gebe es kein anderes Thema mehr. Und was ist die Realität ? Weitestgehend Schweigen im Blätterwald, keine Sondersendung und keine Leitartikel zur Verrohung der Gesellschaft und schon gar keine neuen Stellen gegen Linksextremismus. Nicht einmal eine Hotline zum denunzieren vermeintlich linker Mitbürger.

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Gesellschaft

Merkel: „Eine Pandemie kennt keine Feiertage“

Joshua Hahn

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am

Angesichts der aktuellen Situation hat die Bundesregierung beschlossen, die Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus bis nach Ostern zu verlängern. Die Bundeskanzlerin forderte außerdem die Bevölkerung dazu auf, auf Familienbesuche zu verzichten.

Berlin. – Laut Bericht der „Tagesschau“ gab Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach einer Telefonkonferenz mit den Ministerpräsidenten der Länder bekannt, dass die Maßnahmen bis mindestens zum 19. April gültig seien. Insbesondere in Bezug auf die anstehenden Feiertage richtete die Kanzlerin den dringenden Appell an die Bürger, auf Familienbesuche zu verzichten: „Eine Pandemie kennt keine Feiertage“.

 „Weit entfernt“ von Zielen

Merkel zufolge sei man „weit davon entfernt“, die vorgesehenen Ziele bei der Bekämpfung des Coronavirus zu erreichen. Es sei nicht unwahrscheinlich, dass die Maßnahmen auch nach der aktuellen Frist fortbestehen müssten. Aktuell zumindest sei eine Lockerung der Maßnahmen „bei weitem“ nicht denkbar.

Laut Bericht der „Bild“ bestätigte auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) diese Tendenz und warnte vor „voreiligen Exit-Debatten“ – trotz dem teils positiven Trend in Deutschland. Bislang sind in Deutschland im Vergleich zu vielen anderen Ländern trotz teilweise hoher Zahlen von Erkrankten vergleichsweise wenige Patienten an Covid-19 verstorben.

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Gesellschaft

Grazer Volkskundemuseum sucht Objekte aus dem Corona-Alltag

Monika Šimić

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Das Volkskundemuseum möchte den aktuellen Umgang mit der Pandemie dokumentieren und die verschiedensten Objekte sammeln, die den Alltag in Zeiten von Corona sichtbar machen.

Graz. – Dass die Corona-Krise Auswirkungen auf alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens hat, merkt man schon an der von diesem Thema dominierten medialen Berichterstattung. Weil der Einfluss so groß ist, hat sich das Grazer Volkskundemuseum dazu entschlossen, seine Dauerausstellung neu zu konzipieren. Das Museum will nun Dokumente und Objekte sammeln, die den Alltag in Zeiten des Coronavirus sichtbar machen.

Notizen, Tagebücher, Fotos

Corona erfordert von uns allen neues Alltagshandeln und auch Strategien, mit dieser schwierigen und sich tagtäglich ändernden Situation zurechtzukommen. Das Volkskundemuseum möchte den aktuellen Umgang mit der Pandemie dokumentieren und sammelt deshalb Notizen und Objekte, die den Alltag in Zeiten von Corona sichtbar machen”, beschreibt Kuratiorin Birgit Johler den Aufruf. Es sei ein wichtiges Anliegen, auch Veränderungen und Einschnitte in die Gesellschaft zu dokumentieren, wie es auf der Website des Volkskundemuseums heißt. Gesucht werden daher die unterschiedlichsten Dinge, die den neuen Alltag der Menschen wiederspiegeln. Laut Beschreibung auf der Website fällt eine Aufmunterung für Mitbewohner ebenso darunter wie ein Zeichen nachbarschaftlicher Unterstützung, eine Dankesbekundung für geleistete Hilfe, ein Tagebuch oder Auszüge davon, ein Foto von getroffenen Schutzmaßnahmen in der Arbeit oder ein Familienvideo an die Großeltern.

Jeder kann mitmachen

Auch wenn das Museum seit 7. Jänner geschlossen hat, schlafen die für die neue Ausstellung Verantwortlichen nicht. Man baue bereits um und eröffne im Frühjar 2021, heißt es auf der Seite weiter. Themenbereiche der Ausstellung sollen zunehmender Wohlstand, steigender Konsum, Herkunft, Veränderungen in der Arbeitswelt, Mobilität und Migration (in die und aus der Steiermark), Umwelt, Gegenkultur und Gegentrends oder etwa „richtig wichtig ‚Steirisches” sein.

Wer dem Museum Objekte für die „Corona-Ausstellung” zur Verfügung stellen möchte, kann über ein Webformular Kontakt mit dem dafür zuständigen Mitarbeiter aufnehmen und dabei auch gleich Objektvorschläge einreichen. Hier geht’s zum Formular!

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BKA-Chef nennt Attentat von Hanau „eindeutig rechtsextremistisch”

Stefan Juritz

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Das Bundeskriminalamt (BKA) hält das Attentat von Hanau doch für rassistisch motiviert. Medienberichte über einen anderslautenden BKA-Abschlussbericht wies der Chef der Behörde zurück.

Berlin/Hanau. – Vor wenigen Tagen hatten mehrere deutsche Medien wie die Süddeutsche Zeitung und der NDR unter Berufung auf einen Abschlussbericht des Bundeskriminalamts (BKA) berichtet,  dass die Ermittler den Anschlag von Hanau nicht als rechtsextremistisch bewerten. Demnach hätte der Schütze Tobias R. seine Opfer so ausgewählt, um größtmögliche Aufmerksamkeit für seinen Verschwörungstheorien über Geheimdienste zu bekommen, Rassismus sei jedoch nicht das Hauptmotiv gewesen. Auch die Tagesstimme übernahm diese Informationen in ihrer Berichterstattung.

BKA-Chef dementiert

Am Dienstag wies BKA-Chef Holger Münch entsprechende Meldungen zurück. Auf Twitter dementierte er, dass einen solchen Abschlussbericht derzeit gebe und betonte, dass die Ermittlungen weiter andauerten. Trotz der laut Münch weiter laufenden Ermittlungen ist für ihn jedoch klar: „Das BKA bewertet die Tat als eindeutig rechtsextremistisch. Die Tatbegehung beruhte auf rassistischen Motiven.“

Attentat von Hanau

Mitte Februar hatte Tobias R. an mehreren Orten in der hessischen Stadt Hanau neun Menschen mit ausländischen Wurzeln erschossen. Später fand die Polizei ihn und seine Mutter tot in seiner Wohnung auf. Die Ermittler gehen davon aus, dass er zuerst seine Mutter und dann sich selbst erschoss. In einem 24-seitigen Bekennerschreiben fanden sich fremdenfeindliche Passage und verschwörungstheoretische Ansichten, die auf eine psychische Störung hindeuten. So glaubte Tobias R., er werde von einem Geheimdienst überwacht, der sogar Gedanken lesen („mind controll”) und Menschen steuern könne.

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