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Kultur

Muslima beschwerte sich: St.-Martin-Darsteller bekommt Auftrittsverbot

Julian Schernthaner

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Im nordrhein-westfälischen Niederkassel ziehen Aussagen, wonach es sich beim Martinsumzug um ein „christliches Fest“ handle, harte Konsequenzen nach sich.

Niederkassel. – Die Geschichte spielten sich am 6. November im Stadtteil Rheidt in Niederkassel nahe Bonn ab. Wie der General-Anzeiger berichtet, fühlte sich eine muslimische Frau benachteiligt, weil der Martinsdarsteller den Umzug als „christliches Fest“ darstellte. Ihre Schwägerin beschwerte sich daraufhin in sozialen Medien über den Umstand – mit Folgen für den Mann. Dieser darf nun künftig diese Position nicht mehr ausfüllen.

Vorfall bei traditionellem Martinsumzug

Die vermeintlich anrüchige Aussage fiel beim traditionellen Umzug an der Rheidter-Werth-Schule, welchen der Mann bereits seit Jahren ohne Beanstandung anführte. Bei der Ausgabe der Weckmänner – eine Art Hefegebäck – erinnerte der St.-Martin-Darsteller dann an den christlichen Charakter des Festes.

Unter den Anwesenden befand sich auch eine muslimische Mutter mit drei Kindern. Nachdem angeblich weder Direktorin noch Bezirkspolizei zum Vorfall eine Stellung beziehen wollten, äußerte die Angehörige der Teilnehmerin auf Facebook ihren Unmut. Und tatsächlich – mehrere Akteure distanzierten sich in der Folge von den Geschehnissen.

„Christliches Fest“: Alle distanzieren sich

So bezeichnete etwa der Beigeordnete im Stadtrat, Sebastian Sanders (CDU), die Aussage als „völlig deplatziert“. Immerhin handle es sich um „eine gute Schule und zwar für alle Kinder“. Auch der Jugendausschuss der Stadt beschäftigte sich mit dem Vorfall. Der örtliche Kinderschutzbund schrieb den zuständigen Ortsring an, rang dem Vorstand eine Entschuldigung ab.

Dieser bekräftigte öffentlich sein Bedauern: „Wir sind froh, dass Menschen aller Religionen und Länder an unseren Veranstaltungen teilnehmen“. Hätte man den Vorfall mitbekommen, hätte man die Äußerungen „vor Ort richtiggestellt“, so Ortsring-Sprecher Markus Thüren. Der Darsteller vom Vorfall wiederum darf künftig nicht mehr am Umzug mitwirken.

Betroffene Muslima über Entwicklung froh

Gerade diese Entwicklung stellt die Muslima, welche sich angegriffen gefühlt hatte, zufrieden: „Es gab eine öffentliche Entschuldigung und der Sankt Martin wird nie wieder in Rheidt auf dem Pferd sitzen.“ Gleichzeitig empfindet sie im Nachlauf der Geschichte ein Unbehagen – mehrere Nutzer ergriffen nämlich auch Partei für den vermeintlichen Übeltäter.

Martinstag: Debatte um Brauchtum ewig jung

Die ewig junge Debatte rund um den Martinsumzug erreicht damit einen neuen Höhepunkt. Die Sorge, Kinder mit anderem Glauben zu verschrecken ist auch nicht neu: In manchen Orten versuchte man den Tag zum Beispiel als „Lichterfest“ umzudeuten. Der Laternenumzug geht auf das frühe 20. Jahrhundert zurück, und hat seine Wurzeln wohl in älteren Feuerbräuchen.

Die Darstellung des frühchristlichen Heiligen erinnert wiederum an eine Tat, welche als Musterbeispiel für christliche Nächstenliebe gilt. Dieser teilte einst bei Ankunft im französischen Amiens seinen Mantel, um einen armen Mann im Ort zu wärmen. Die Ausgabe von Gebäck geht ähnlich dem verbreiteten Martinisingen auf einen alten Heischebrauch zurück.

8 Comments

8 Comments

  1. Avatar

    Klasube

    14. November 2019 at 16:29

    Man weiß eigentlich nicht, was man dazu noch sagen soll. Außer: „ich krieg soooo einen Hals…!“
    Dass sich die Muslima beschwert, ist einleuchtend (wenngleich ich ihr sagen würde, sie möge bitte dahin gehen, wo es zwar keinen Martinsumzug gibt, dafür aber der Pfeffer wächst), dass sich aber UNSERE prostituieren, sich speichelleckend entschuldigen ob dieser „Verfehlung“, ist einfach unfassbar!
    Warum ist eigentlich ein Herr Sanders (CDU) in der „Christlich Sozialen Union“?
    Wenn er sich nicht zu unseren vielgepriesenen „Werten“ bekennen mag, fordere ich seinen sofortigen Rücktritt von öffentlichen Ämtern – und wenn er nicht freiwillig geht, seinen Ausschluß! Was ist denn eigentlich los bei uns? Sind die alle noch dicht?
    Ist „Deutschsein“ oder „Deutschtum“ oder „Christlich“ oder „National“ denn schon ein Schimpfwort?
    Wenn das so ist, dann bitte wirklich alle Grenzen aufmachen, jeden, aber wirklich auch JEDEN reinlassen, alle Personalausweise und Reisepässe wegwerfen, alle Sozialsysteme solange plündern, bis sie komplett leer sind, die Exekutive abschaffen und dafür eventuell die Scharia walten lassen, Kirchen und Kulturdenkmäler zerstören, Frauenrechte abschaffen und sich mit einem lauten Bauchplatscher zurück ins Mittelalter katapultieren…! Jippie eijeh – here we come…!

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      Gerd Soldierer

      2. März 2020 at 20:30

      Chemnitz war moralischer Tiefpunkt – es geht noch schlimmer – Thüringen u. dann die mediale Hetze nach Hanau –
      Klasube – es geht abwärts – da gibt’s kein Halten mehr – wenn die Lemmige erst mal laufen – dann kann da vorne stehen wer will – hinterher u. nach mir die Sintflut – dafür werden selbst die eigenen Kinder geopfert –

      Die totalitäre in Teilen faschistisdche Ideologie des Politischen Islam ist deckungsgleich – in Wort u. Funktion – mit der Ideologie des Nationalsozialismus. Ihr Beitrag einmalig treffend.

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    Heimatvertriebener

    14. November 2019 at 16:37

    Obwohl ich religionsmäßig neutral bin bleibt mir ob solcher Geschehnisse schier die Luft weg.
    Was geschähe wohl, wenn wir in ein moslemisches Land einwandern und uns dort von den Bürgern alimentieren lassen würden und dann an deren Festen herumnörgeln und Anstoß nähmen?
    Mit etwas Glück würde man uns wohl nur rausschmeißen, indes, ich fdürchte deutlich Schlimmeres.
    Diese elenden Bücklinge unter den „schon länger hier Lebenden“ laden solche religiösen Querulanten ja geradezu zu ihrem unverschämten Handeln ein. Entsprechend werden sie auch von denen mit Verachtung bedacht. Köterrasse halt.

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      Heimatvertriebener

      14. November 2019 at 16:38

      Was sagen eigentlich unsere Kirchenfürsten dazu? Die fühlen sich wohl nicht zuständig.

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    Willi Beckert

    14. November 2019 at 19:19

    Es ist erschreckend, wie unsere „Führungskräfte“ in Politik und in den Kirchen sofort einknicken, wenn sich von den Musels jemand beklagt. Man hätte der Dame muslimischen Glaubens eben sagen müssen, dass dieses Gebäck mit Schweineschmalz hergestellt wird und damit nicht halal ist. Stimmt zwar nicht, aber es hilft.
    Jetzt kommt demnächst wieder die Frage auf, ob wir die Weihnachtsmärkte wegen unserer Moslems umbenennen müssen. Die fühlen sich dann so ausgegrenzt. Würden Moslems wegen uns ihr Zuckerfest in Gaumentanz umbenennen? Noch sind wir ein christliches Land. Dank unserer Politiker aber nicht mehr lange

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    Gerard Frederick

    15. November 2019 at 1:30

    Köterrasse hoch 20.

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    Denken!

    15. November 2019 at 10:05

    Sehr bedenklich!
    Nicht nur das hier die eigene Identität verleugnet wird, es wird auch einer „Verhinderer“-Mentalität Vorschub geleistet.

    Stellen wir uns vor:
    Es wird auf einem Dorf der traditionelle Sautanz begangen, früher jedes Wintermonat, und es kommt durch Zufall ein Muslim dazu.
    Es wird aber eben nur Schweinefleisch gereicht und kein hallal geschächteter Hammel – der Skandal ist vorgezeichnet….

    Ich bin nun einmal der Meinung dass in einem – zum Glück – noch immer mehrheitlich Christlichen Kontinent christliche Bräuche unter allen Umständen zugelassen sind und die Zuwanderer zu so einer Veranstaltung eben nicht zu kommen brauchen. Wir müssen ja auch den Ramadan nicht mitmachen – oder?

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    Reiner07

    18. November 2019 at 9:42

    WARUM??? Tolerieren wir ständig religiöse INTOLERANZ? Tolerieren wir die Integrationsverweigerung? Weshalb breitet sich der Islam ungehindert und toleriert hier aus?

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