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Gesellschaft

FC St. Pauli plant Frauenquote und will Satzungen gendern

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

Symbolbild (Vereinslogo an der Haupttribüne des Stadions am Millerntor): Wikimedia Commons [CC0]

Der Zweitligist FC St. Pauli aus Hamburg könnte seine Satzung ‚gendergerecht’ abwandeln, weil er die derzeitige Version als nicht mehr zeitgemäß erachtet.

Hamburg. – Wie die Junge Freiheit unter Berufung auf das Hamburger Abendblatt berichtet, liegt dem Präsidium ein entsprechender Antrag vor, welcher bei der kommenden Mitgliederversammlung am 27. November zur Abstimmung kommen soll. Bislang verzichtete man „aus Gründen er einfacheren Lesbarkeit” auf geschlechtsspezifische Ausdrücke, so die derzeit noch gültige Präambel.

Frauen und Drittes Geschlecht sichtbar machen

Eine derartige Formulierung entspricht nach Ansicht der Antragsteller aber nicht mehr dem aktuellen Zeitgeist. Stattdessen soll die neue Satzung neben Frauen auch das sogenannte Dritte Geschlecht berücksichtigen. Darunter versteht man seit kurzem Menschen, welche sich weder als Mann noch als Frau einordnen und ihren Eintrag im Personenstandsregister daher in „divers” abändern ließen.

Die Annahme des Antrages gilt als sicher – sowohl Präsidium, als auch Aufsichtsrat und Ehrenrat unterstützen die Änderung. Laut Hamburger Abendblatt sieht das zugrunde liegende Schreiben die nicht-markierte Version als problematisch: „Ein ‘mitgemeint unter der männlichen Schreibweise’ führt nicht zu einem ‘mitgedacht’ bei den Lesenden. Im Gegenteil – es macht die anderen Geschlechter unsichtbar.”

Weiterer Antrag fordert Frauenquote

Es ist aber nicht der einzige Antrag, welcher einen gesellschaftspolitischen Inhalt besitzt. Ein weiteres Begehren fordert ein 50-prozentige Frauenquote in der hauptamtlichen Direktorenebene. Bereits derzeit besitzt der Kiezclub eine Vizepräsidentin sowie eine Aufsichtsratsvorsitzende.

Der Verein am Millerntor setzt seit Jahren bewusst auf politische Akzente – so forderte Geschäftsführer Andreas Rettig im vergangenen Sommer, bei der Lizenzvergabe im Profifußball als Kriterium auch Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung eines Vereins zu bewerten, um einem Wertewandel Rechnung zu tragen.

St. Pauli: Verein in linker Szene beliebt

Bereits seit den 1990er-Jahren ist der Verein für die politische Ausrichtung weiter Teile seiner Fanszene bekannt. Deren Einsatz gegen angeblichen Sexismus und Rassismus geht mitunter so weit, dass Sponsoren in der Vergangenheit auf Zuruf der Kurve seine Reklame überarbeiten mussten. Ein andermal witterten Unterstützer sogar bei der Farbgebung und Gestaltung der vereinseigenen Kleiderkollektion vermeintlichen Sexismus.

Etwaige politische Impulse führten dazu, dass der Verein vor allem linken Akteuren zu einem Kultclub aufstieg. Das Tragen von Merchandise des in braun spielenden Zweitligisten und seiner Fanszene ist in linken bis linksradikalen Gruppierungen weit über Hamburg hinaus beliebt. Die Kurve organisiert Fußballturniere für ‚antirassistische’ Fangruppierungen, setzt sich für das Bleiberecht von Asylwerbern ein und unterstützt soziale und kulturelle Projekte im Viertel.

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3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Heimatvertriebener

    15. November 2019 at 21:57

    Haben Asylanten da freien Eintritt oder hört auch da der Spaß auf wenn es ans Geld geht?

    Es wird aber auch höchste Zeit, dass 50% Frauen in den Mansnchaften der oberen Li(e)gen mitspielen und auch ein bis zwei Gender. Schluss mit dem Sexismus im bezahlten Sport.

  2. Avatar

    Kirchfahrter Archangelus

    16. November 2019 at 10:43

    Das Dynamo Ost-Berlin der Buntrepublik…

  3. Avatar

    Horst S.

    16. November 2019 at 16:03

    Evtl erhofft man sich ja auch imageträchtige Auszeichnungen und Fördergelder als „guter Verein”…
    😲

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Gesellschaft

Personalmangel: Deutsche Bahn setzt weiter auf Migranten

Joshua Hahn

Veröffentlicht

am

ASDF Symbolbild: Pixabay [CC0]

Bereits seit geraumer Zeit hat die deutsche Bahn mit einem Mangel an Personal zu kämpfen. Um diesem entgegenzuwirken, wird auf der Suche nach Lokführern künftig weiter verstärkt auf Migranten gesetzt. 

Stuttgart. – Die Maßnahme kostet über eine Million Euro und wird unter anderem von der Bundesagentur für Arbeit organisiert.  Das Projekt der deutschen Bahn in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit steht exklusiv Migranten mit Flüchtlingsstatus zur Verfügung.

Check-up“ für Migranten

Im Rahmen eines „Check-ups“ können die Asylbewerber an einen Ausbildungsplatz gelangen. Der Kurs dauert acht Wochen und soll laut der Internetseite des Unternehmens dazu dienen, die Grundkenntnisse in verschiedenen Fächern wie Mathematik oder Naturwissenschaften und Technik „aufzufrischen“.

Nachdem sie außerdem berufsbezogenen Deutschunterricht erhalten haben, müssen die Migranten noch einen medizinisch-psychologischen Test absolvieren, um die Ausbildung antreten zu können. 

Perspektive für Geflüchtete“

Der Verkehrsminister Baden-Württembergs, Winfried Hermann (Grüne), sieht im Programm eine „neue Perspektive für Geflüchtete“. Wie der Focus berichtet, haben die ersten 15 Asylanten im Rahmen des Programms bereits eine Ausbildung in Mannheim begonnen. Die Gruppe besteht aus Syrern, Tunesiern und Marokkanern, welche teilweise bereits feste Verträge hätten. 

Auf der Internetseite der Deutschen Bahn heißt es, dass der neue „Check-up“ am 23. März 2020 starte. Das Unternehmen hadert bereits seit einiger Zeit mit ausbleibenden Bewerbungen, laut Eigenangaben fehlen ihm in Deutschland insgesamt 1.000 Triebwagenführer.

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Gesellschaft

Essen: Arabische Clans liefern sich Schlägerei in Gerichtssaal

Joshua Hahn

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am

ASDF Symbolbild (Landgericht Essen): Wikimedia Commons [CC0]

Auf einem Video ist zu sehen, wie mehrere aufgebrachte Migranten von Polizeibeamten niedergerungen werden.

Essen. –  Während einer Verhandlung kam es am Donnerstag in Essen zu wüsten Szenen, als zwei Clans sich nach der Urteilsverkündung im Gerichtssaal eine Schlägerei lieferten.

Acht Verurteilungen in vorangegangenem Prozess

Bei der Berichtsverhandlung zuvor gab es acht Verurteilungen im Fall einer Clan-Fehde. Nachdem zwei der Angeklagten Zuschauer der anderen Großfamilie provozierten, artete die Situation schnell aus: Auf einem im Internet kursierenden Video ist zu sehen, wie sich mehrere Personen in einem unübersichtlichen Gerichtssaal beschimpfen und schlagen. Die Polizei ist damit beschäftigt, die aufgebrachten arabischen Migranten voneinander zu trennen. 

Wie die Welt berichtet, ist der Grund für die Verurteilung, dass die Angeklagten ein Mitglied der verfeindeten Familie auf einem Schulhof zusammenschlugen. Das Opfer sitzt laut dem Sender RTL offenbar selber in Untersuchungshaft – wegen eines Sexualdelikts.

Staatanwaltschaft erwägt Ermittlungen

Die Staatsanwaltschaft gab an, prüfen zu wollen, ob es aufgrund der Schlägerei Ermittlungen geben wird. Bei den Auseinandersetzungen wurde ein Mann abgeführt, insgesamt waren über 20 Polizei- und Justizbeamte nötig, um die Situation zu beruhigen. 

Die Gerichtsverhandlung stand von Anfang an unter besonderem Schutz. So wurde beispielsweise die Verhandlungen von der Polizei gefilmt, außerdem waren präventiv Beamte vor dem Gerichtsaal zum Schutz aufgestellt. 

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Gesellschaft

Hessen führt zentrales Meldeportal gegen „Hass und Hetze“ ein

Joshua Hahn

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ASDF Bild (Volker Bouffier, CDU): de:Benutzer: Viet2001 (Viet-Hoang Nguyen) [CC BY-SA 3.0 DE] (Bild zugeschnitten)

Das Bundesland Hessen hat am Donnerstag als erstes deutsches Bundesland ein zentrales Meldesystem gegen „Hass und Hetze“ eingeführt. 

Wiesbaden. – Das von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) vorgestellte Portal trägt den Namen „Hessen gegen Hetze“. Auf der offiziellen Internetseite lassen sich ab sofort vermeintliche „Hasskommentare“ melden, wie die „Hessenschau“ berichtet. Zusätzlich muss man den Link zum Kommentar angeben. Alternativ können Screenshots angehängt werden, der Absender hingegen kann anonym bleiben. Anschließend sollen die Kommentare von „Experten“ geprüft werden. 

Der Ministerpräsident betonte, dass es das erste Portal dieser Art in Deutschland sei: „Das ist keine Alltagsfliege, sondern soll eine Dauereinrichtung sein.“ Es sei nun „eine breite gesellschaftliche Unterstützung“ nötig, um gegen „Hass und Hetze“ zu kämpfen. 

Al-Wazir: „Senkung der Hemmschwelle“

Der stellvertretende Regierungschef Hessens, Al-Wazir (Grüne), lobte das Projekt. Zwar sei Hessen ein sicheres Bundesland, trotzdem ließen sich Tendenzen erkennen, welche eine „Senkung der Hemmschwelle“ in Sachen „Hass und Hetze“ aufzeigten. Er betonte laut Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ dass auch online gelte, was offline der Fall ist. 

Erst im vergangenen Herbst stellte die hessische Regierung einen Aktionsplan vor, um das vermeintliche Problem „rechter Hetze“ besser eindämmen zu können. Die Justizministerin gab an, dass es nicht reiche, die Inhalte nur zu löschen, vielmehr müsse es auch zu einer strafrechtlichen Verfolgung kommen. 

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