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Gesellschaft

Nach Holocaust-Aussagen: Extinction Rebellion distanziert sich von Mitgründer

Joshua Hahn

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Der deutsche Ableger der Klimaschutz-Bewegung distanzierte sich von dem Mitbegründer, deutsche Politiker zeigten sich empört.

Berlin. – Roger Hallam, Mitbegründer der Klimaschutz-Bewegung Extinction Rebellion, hat mit Äußerungen in einem Interview für große Aufregung gesorgt. Unter anderem bezeichnete er den Holocaust als „weiteren Scheiß in der Menschheitsgeschichte“.

Hallam: „Deutsche Haltung zum Holocaust ist schädlich“

Im Interview mit der „Zeit“ erklärte Hallam, dass das deutsche Verhältnis zum Holocaust schädlich sei – „Das Ausmaß dieses Traumas kann lähmen“. Der Holocaust sei nicht der einzige Völkermord in der Menschheitsgeschichte gewesen, so sei beispielsweise der Kongo von den Belgiern im 19. Jahrhundert „dezimiert worden“.

Für Hallam sei der Holocaust deshalb ein „fast normales Ereignis“ in der Geschichte gewesen und folglich nur ein „weiterer Scheiß in der Menschheitsgeschichte“. Deutsche Politiker reagierten empört auf die Aussagen im Interview und forderten die Klimaschutz-Bewegung auf, sich von Hallam zu distanzieren.

Extinction Rebellion Deutschland distanziert sich

Der deutsche Außenminister Heiko Maas (SPD) twitterte, es müsse uns bewusst werden, dass der Holocaust „einzigartig unmenschlich sei“. Man müsse deswegen klar sagen: „Nie wieder“.

Der deutsche Ableger der Bewegung distanzierte sich inzwischen von Roger Hallams. In einem Schreiben heißt es, man distanziere sich von den „verharmlosenden und relativierenden Äußerungen zum Holocaust“. In der Bewegung sei „jeder willkommen“, „Rassismus, Sexismus, Antisemitismus […]“ würden von der Bewegung kategorisch abgelehnt. 

FDP-Generalsekretärin Linda Teuteberg (FDP) bezeichnete die Äußerungen wiederum als „unsäglich“. Und der Grünen-Politiker Volker Beck forderte als Konsequenz, „klare Kante“ zu zeigen, da Hallam die Klimabewegung „in Verruf“ bringe. 

Roger Hallam ist einer von insgesamt 15 Mitgründern der radikalen Klimabewegung. In letzter Zeit war diese vor allem aufgrund ihrer Verkehrsblockaden in verschiedenen Großstädten in den Schlagzeilen.

1 Comment

1 Comment

  1. Avatar

    Heimatvertriebener

    21. November 2019 at 17:16

    Morde können niemals „normale Ereignisse“ sein, Völkermorde schon gar nicht.

    Dass nun ein Sektierer der Klimahüpfer ähnlich ins Klo gegriffen hat wie einst Herr Gauland, kann da auch nicht trösten. Allerdings wurde bekanntlich die Gaulandsche Aussage aus dem Zusammenhang gerissen und verfremdet.

    Und ja, im Kongo kamen durch Belgier vor rund 120 Jahren, bestätigt auch durch die Aussage des Schwarzafrikaners, Ex CDU MdB und Maischberger Gastes, Herrn Huber ca. zehn Millionen Einheimische ums Leben. Und das nur wenige Jahrzehnte vor den Morden der Nazis. Wo ist hier nur die Erinnerung an das grausige Geschehen geblieben?

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