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Österreich

FPÖ-Wahlfeier: „Wir liegen sicher nicht am Boden“

Stefan Juritz

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Bei der steirischen Landtagswahl am Sonntag musste die FPÖ eine herbe Wahlschlappe einstecken. Die Tagesstimme besuchte anschließend die blaue Wahlfeier in Graz.

Graz. – Bei der FPÖ-Wahlfeier in der Thalia Bar in Graz war angesichts des Wahlergebnisses eine eher verhaltene Stimmung auszumachen. Zwar erreichten die Freiheitlichen mit rund 17 Prozent der Stimmen ihr historisch zweitbestes Ergebnis in der Steiermark, doch der Absturz um etwa neun Prozent ließ dennoch keine echte Freude zu. Es herrschte viel Diskussionsbedarf, das merkte man bei den Gesprächen, die sich unter anderem um die FPÖ-Medienskandale der letzten Monate, die Parteikollegen in Wien und die angekündigte Neuaufstellung der FPÖ kreisten.

Richtige Stimmung und Jubel kamen kurzzeitig nur beim gemeinsamen Auftritt von FPÖ-Landeschef Mario Kunasek und FPÖ-Bundesparteiobmann Norbert Hofer auf. Wobei gerade der steirische Landeschef von der blauen Fan-Gemeinde mit lauten „Mario, Mario!“-Rufen begrüßt wurde.

Kunasek: „Karten werden neu gemischt“

In seiner Rede bedankte sich Kunasek bei allen Funktionären und versuchte, auch positive Aspekte am Wahlausgang herauszustellen. Man sei mit den eigenen Themen „nicht durchgekommen“, da die Medien sich mit „anderen Themen beschäftigt“ hätten. Dennoch habe die FPÖ das zweitbeste Ergebnis geschafft. „Wir liegen sicher nicht am Boden“, so Kunasek, der weiters betonte, dass bei der nächsten Landtagswahl „die Karten neu gemischt“ würden.

Hofer: „Wir sind nicht kleinzukriegen“

In ein ähnliches Horn stieß auch FPÖ-Bundesobmann Hofer. Seiner Ansicht nach zeige das Wahlergebnis – welches „unter diesem täglichen medialen Trommelwirbel“ und all den Problemen erreicht worden sei -, „dass die Menschen in schwierigsten Situationen zu uns stehen“. Man werde nach dieser Wahl „noch härter kämpfen“, kündigte Hofer an. Er erklärte außerdem, dass es wichtig sei, die FPÖ zu erneuern – „nicht inhaltlich, die Inhalte bleiben dieselben“, wie der FPÖ-Chef betonte. Und Hofer machte seinen Parteifreunden Mut: „Es kann sein, was will, wir sind nicht kleinzukriegen. Wir bauen diese FPÖ wieder zu alter Stärke auf.“

Mit Blick auf das Wahlergebnis nicht ganz ohne ein wenig Situationskomik verlief dann allerdings der Abgang der beiden FPÖ-Spitzenpolitiker, als sie zu den Klängen von „We are the Champions“ die Bühne verließen, um noch einige Hände ihrer Anhänger zu schütteln.

3 Comments

3 Comments

  1. Avatar

    Widerstand.

    25. November 2019 at 15:58

    Man muss sich vorstellen. Die Bedingungen für eine Partei wie der FPÖ waren in den letzten Jahren seit 2015 noch nie so gut, die österreichische Gesellschaft geht Tag für Tag den Bach hinunter, und dann glaubt die Führung, dass 25 Prozent eine „alte Stärke“ sei.
    Mit solchem Führungspersonal wird das NIE etwas, man hat so gut wie alles Wesentliche in den letzten 70 Jahren FALSCH GEMACHT, bzw. NICHT GEMACHT, das ist DASSELBE.

  2. Avatar

    Gerald

    25. November 2019 at 17:45

    Hofer hält sich für den Champion und trinkt wohl nur noch champane und spricht davon, dass „die Menschen“ die FPÖ gewählt hätten. Warum sagt er nicht Österreicher, traditionsbewusste Bürger, Heimatliebende oder etwas treffenderes als „die Menschen“. Das ist so ein Neusprech, den er von den Linken übernommen hat. Das kann ich auch und sage: widerlich!

    • Avatar

      Zickenschulze

      26. November 2019 at 3:24

      Aus den Kommentaren geht häufig hervor, dass die der FPÖ infrage kommenden Wähler den reinen Wein von ganz Oben vermissen.
      Die Leute um Hofer verkennen, vor dem „am Boden liegen“ kommt das Dümpeln. Noch zuvor das Straucheln und das ist der aktuelle „Ist“ Zustand der freiheitlichen Partei.

      Sage ich als freiheitlich wohl gesonnener.

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