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Gesellschaft

Sachsen-Anhalt: Weiter Kritik an umstrittenem Verein ‚Miteinander e.V.‘

Julian Schernthaner

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Nach Enthüllungen über den von öffentlicher Hand geförderten Miteinander e.V. werden nun weitere Details über dessen mutmaßliche Nähe zum linken Rand publik.

Halle/Saale. – Es waren brisante Dinge, welche eine EinProzent-Kurzdoku ans Tageslicht brachte: Ein vom Bundesfamilienministerium geförderter Verein soll nach Ansicht der Bürgerinitiative als „Schnittstelle zwischen linksextremen Schnüfflern und vermeintlich seriöser ‚Zivilgesellschaft’“ dienen. Nur wenige Stunden nach der Veröffentlichung kam es dann sogar auf einen Angriff auf das Privatauto des Filmschaffenden Simon Kaupert, der am Video mitwirkte – Die Tagesstimme berichtete.

Kontakte von Mitarbeitern zu linkem Rand

Ein Artikel des patriotischen Publizisten Jonas Schick bei Sezession im Netz lässt in der Causa nun neuerlich aufhorchen. Neben dem Hinweis, dass sich der Miteinander e.V. – der auch ein Onlineportal zur Meldung „rechter Aktivitäten“ betreibt – aus öffentlicher Hand finanziert wird, deckt er weitere pikante Details über den verantwortlichen Verein auf. Etwa soll es sich bei Thorsten H., einem zentralen Mitarbeiter des Vereins, um einen „gewaltbereiten Linksextremisten“ handeln.

Verwiesen wird dabei auf eine Studie des Instituts für Staatspolitik, welches davon spricht, dass sich H. 2002 wegen möglicher Beteiligung an einer „Art Rollkommando“ gegen einen als ‚rechts‘ geltenden Textilienladen in Halle beteiligt habe. H. selbst dementiert seit jeher derartige Vorwürfe. Im Jahr 2009 nahm er an einer Podiumsdiskussion auf Einladung der Leipziger Antifa in einem einschlägigen Szenelokal zum Thema „Die radikale Linke und die Wiedervereinigung“ teil.

Lob für Antifa-Projekt unter VS-Beobachtung

Neben Aktivitäten einer früheren Miteinander-Mitarbeiterin mutmaßlich als Antifa-nahe Fotografin, die sich auch für andere Projekte des linken Rands verdingte, erwähnt der Sezession-Artikel Erkenntnisse aus einer Großen Anfrage der AfD-Fraktion im Landtag. Dabei stellte sich heraus, dass der Miteinander e.V. etwa in einem Projektnewsletter explizites Lob für die Arbeit der vom Verfassungsschutz beobachteten Antifa Burg fand.

Miteinander e.V. schweigt zu Angriff auf Dokufilmer

Keine Spekulationen will Schick in seinem Artikel über die „verblüffende“ zeitliche Koinzidenz von Veröffentlichung und Angriff auf das Familienauto von Kaupert anstellen. Er unterstreicht zudem, dass bislang keinerlei Distanzierungen des Miteinander e.V. bekannt seien. Auch eine schriftliche Anfrage der Tagesstimme an den Verein zur Bewertung des Vorfalls bleibt nach drei Tagen immer noch unbeantwortet.

Der Betroffene selbst hatte dem linken Verein in der Folge des Anschlags unterstellt, etwa durch „Meldeportale gegen Andersdenkende“ eine „Gesellschaftsverrohung“ voranzutreiben, durch welche „derartige Angriffe zum Alltag in der bunten Republik gehören”. Einen ähnlichen Tenor stimmte der stellvertretende Vorsitzende der AfD-Fraktion, Ulrich Siegmund, an, indem er dem Verein eine „Mitschuld“ am Angriff vorwarf.

AfD-Siegmund fordert Streichung öffentlicher Mittel

In seiner Aussendung vom Donnerstag äußerte der Landespolitiker, dass die Dokumentation die „kriminellen Machenschaften“ des Miteinander e.V. offenlege. Den Angriff auf Kaupert, bei dem etwa 3.000 Euro Sachschaden entstanden sein soll, wertet er dabei in Zusammenhang mit den Veröffentlichungen: Der „feige Übergriff“ sei nämlich „beispielhaft für Folge der Arbeit des Vereins“ – dabei insbesondere die Meldeplattform meinend.

Denn die Kenntnis von Kauperts Lebensumständen setze „umfangreiche Überwachung und Überprüfung des privaten Umfeldes sowie der Lebenssituation“ des Familienvaters voraus. Zudem vermutet er die „bewusste Weiterreichung der gesammelten Daten an Gewalttäter der linksextremistischen Antifa“. Siegmund forderte deshalb „nachdrücklich die Streichung aller staatlichen Zuwendungen“ für den Miteinander e.V.


Weiterlesen:

Halle: Mutmaßlich linksextremer Angriff auf patriotischen Filmemacher (21.11.2019)

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