Schulden in Millionenhöhe

SPÖ will jeden vierten Mitarbeiter abbauen

Schulden von fast 15 Millionen Euro sowie sinkende Parteienförderung infolge schlechter Wahlergebnisse sind Grund für den roten Sparstift.

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<p>Symbolbild (SPÖ-Zentrale Löwelstraße): </p>

Symbolbild (SPÖ-Zentrale Löwelstraße):

Wien. – Wie der ORF am Dienstag unter Berufung auf Auskünfte von SPÖ-Bundesgeschäftsführer Christian Deutsch berichtet, will die Partei 27 ihrer 102 Mitarbeiter in der Bundeszentrale in der Wiener Löwelstraße beim AMS zur Kündigung anmelden. Weitere sollen in Pension gehen oder bekommen auslaufende Verträge nicht verlängert.

Rendi-Wagner: Schritt ist „alternativlos“

Bundesparteichefin Pamela Rendi-Wagner sprach von „einer der schwierigsten Aufgaben“ in ihrer beruflichen Laufbahn und verwies auf die menschliche Komponente. Allerdings sei der Schritt leider „alternativlos“. Bis auf 900.000 Euro neuer Schulden infolge zweier bundesweiter Wahlkämpfe hätte sie einen „Rucksack voller Steine“ in Höhe von 14 Mio. Euro an Verbindlichkeiten übernehmen müssen.

Enthüllungen über die ÖVP

Nun, so Rendi-Wagner weiter, müsse man eben mit weniger Personal mehr leisten. Obwohl es sich bei den meisten Posten um Altlasten handelt, entlud sich dem ORF zufolge der Unmut der Belegschaft besonders an der ersten weiblichen Vorsitzenden der Genossen. Mehrere Mitarbeiter hätten der aktuellen Parteiführung vorgeworfen, über mangelnde wirtschaftliche Kompetenzen zu verfügen.

Partei bekommt weniger Parteiförderung

Die Partei muss infolge der Wahlschlappe bei der Nationalratswahl – sie stürzte von 26,9 Prozent auf den historischen Tiefstand von 21,2 Prozent ab und verfügt nur mehr über 40 Mandate im Nationalrat – auch Einbußen bei der künftigen Parteiförderung hinnehmen. Auch deshalb will man den Sparkurs durchziehen und trotzdem im Jahr 2025 schuldenfrei sein.

Zu diesem Zweck will die Partei auch Beraterverträge beschneiden. Nedeljko Bilalic, ehemaliger Sprecher von Ex-Kanzler Werner Faymann erhielt zuletzt 24.000 Euro an Salär im Monat, künftig soll es ein Drittel sein. Auch der 20.000-Euro-Vertrag mit der Leykam Medien AG, bei der ex-Bundesgeschäftsführer Max Lercher im Vorstand sitzt soll 2020 ersatzlos auslaufen, ein Einzelprojekt anderthalb Jahre später.

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