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Wegen Übergriffen

Ordnungsamt Düsseldorf will Schlagstöcke einsetzen

Aufgrund vermehrter Übergriffe auf Mitarbeiter des Ordnungsamts in Düsseldorf sollen diese künftig mit Schlagstöcken bewaffnet werden.

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<p>Bild (Symbolbild Ordnungsamt in Duisburg): Jordi [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0">CC BY-SA 4.0</a>], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:DU_Zoo_(4).jpg">via Wikimedia Commons</a> (Bild zugeschnitten)</p>

Bild (Symbolbild Ordnungsamt in Duisburg): Jordi [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Düsseldorf. –  Derzeit liegt eine Vorlage an den Ordnungsausschuss vor. Ein Sprecher erklärte am Mittwoch in Düsseldorf, dass man die Beamten mit Teleskopschlagstöcken bewaffnen wolle. Die Zahl der Übergriffe sei stark angestiegen, wie die Bild berichtete.

122 Übergriffe allein im Vorjahr

Die Maßnahme ist die Folge eines eklatanten Anstiegs der Angriffe auf das Personal der Behörde. Seit 2009 hätten sich dem Sprecher zufolge Übergriffe nämlich fast versechsfacht. Für das Jahr 2018 registriere man nicht weniger als 122 Übergriffe – zum Vergleich: vor zehn Jahren waren es lediglich 21 Angriffe auf Mitarbeiter des Ordungsamtes.

Die Problematik macht bereits seit Jahren Schlagzeilen. Ob es bestimmte Tätergruppen gibt, welche für den Anstieg der Angriffe verantwortlich ist, blieb offen. Ein Artikel des Tagesspiegel aus dem Jahr 2013 wiederum implizierte dort damals neben dem bürgerlichen Pankow auch die stark migrantisch geprägten Bezirke Lichtenberg und Friedrichshain-Kreuzberg.

Kosten belaufen sich auf 20.000 Euro

Bereits in anderen Städten im Bundesland Nordrhein-Westfalen wurden Ordnungsamt-Mitarbeiter mit Schlagstöcken ausgerüstet: Nach Neuss, Bonn und Wuppertal gesellten sich im Vorjahr Köln sowie kürzlich auch Dortmund dazu, wie die Welt im September berichtete. In mehreren Städten des Bundeslandes kam es in den vergangenen Jahren auch zu einer Aufstockung des Personals.

Die Kosten für die Anschaffung der Schlagstöcke belaufen sich auf etwa 20.000 Euro, eine Genehmigung durch den Stadtrat ist nicht notwendig. Neben den Stöcken muss auch in eine Ausbildung im Umgang mit diesen investiert werden. Pfefferspray, Schutzhandschuhe und Handschellen gehören vielerorts schon länger zur Standardausrüstung.

Initiativen rufen zu Protesten auf

Die Ankündigung stößt unterdessen nicht überall auf Gegenliebe, verschiedene Initiativen riefen zu Widerstand gegen die Maßnahme auf. So fordern beispielsweise Obdachlosen-Vertreter, gegen die Einführung der Bewaffnung zu protestieren – mit Spielzeug-Äxten und – Keulen. Dies berichtete der „Westdeutsche Rundfunk“.

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