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Gesellschaft

Wegen AfD: Linksradikale errichten Asche-„Mahnmal“ vor Bundestag

Joshua Hahn

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Erneut fällt das selbsternannte Zentrum für politische Schönheit (ZPS) durch eine provokante Aktion auf. Um vor einer Zusammenarbeit mit der AfD zu warnen, errichtete dieses ein „Mahnmal“ vor dem Bundestag.

Berlin. – Die „Säule gegen den Verrat an der Demokratie“ ist laut dem ZPS mit Asche von Opfern des Holocaust gefüllt. Wie auf der Internetseite des linksradikalen ZPS zu lesen ist, soll sich die Aktion hauptsächlich gegen die Alternative für Deutschland (AfD) richten.

Mahnmal“ richtet sich gegen AfD

Man wolle so gegen „jede Machtoption des AfD-Faschistenpacks“ demonstrieren. Weshalb man die Partei für „Faschisten” hält, führt man nicht aus. Allerdings will man mit der Aktion offenbar auf mögliche Koalitionen von anderen Parteien – besonders der Christdemokraten – mit der Partei anspielen.

Diese wurden zwar auf der Bundesebene kategorisch ausgeschlossen, diverse Politiker bringen diese Option auf der Landesebene jedoch nicht zuletzt aufgrund der hervorragenden Wahlergebnisse im Osten immer wieder ins Spiel. 

Historische Schuld” des Konservatismus

Das so betitelte „Mahnmal“ befindet sich zwischen Reichstag und Bundeskanzleramt.  Laut der Internetseite der Organisation ist es 2,5 Meter hoch und 4 Tonnen schwer. Am gleichen Ort hätten Konservative in der Weimarer Republik „die Demokratie in die Hände der Mörder“ und der „Nazischergen“ gelegt. 

Das ZPS attestiert dem deutschen Konservatismus deshalb eine „historische Schuld”, woran die Toten erinnern würden. Dieser dürfe nicht versuchen, mit vermeintlichen „Faschisten” zu paktieren – dies sei neuerlich das „Gebot der Stunde”. Das Bildmaterial auf der Homepage der Gruppierung zeigt Szenen, welche an Hitlers Ernennung zum Reichskanzler erinnern – anscheinend hält man die AfD für in dieser Tradition stehend.

An Weihnachten mit Höckes über Hitler reden“

Der Widerstand gegen „jede faschistische Machtergreifung“ sei die „Bürgerinnenpflicht einer freien Gesellschaft“. Laut Polizei ist die Säule bis zum siebten Dezember genehmigt. An diesem Tag ist vom ZPS zusätzlich ein „Zapfenstreich“ gegen die AfD geplant. Sollten bis zu diesem Tag insgesamt 50.000 Euro an Spenden gesammelt worden sein, wollen die Aktivisten das „Mahnmal“ mit der Hilfe von Beton fest an der Stelle installieren.

Auf der Internetseite lassen sich verschiedene Produkte erwerben, um die Aktion zu finanzieren. Neben T‑Shirts und Büchern lässt sich auch „Weihnachten mit Höckes“ für 1.000 Euro erwerben. Der Käufer kann offenbar zeitweise in eine vom ZPS gekauften Immobilie neben Björn Höckes Grundstück einziehen und sich „mit den Höckes über Hitler unterhalten“.

Immer wieder umstrittene ZPS-Aktionen

Ebendieses Grundstück war bereits einmal Schauplatz einer umstrittenen Aktion. Dort baute das ZPS das Berliner Holocaust-Mahnmal nach – auch jene Installation richtete sich gegen Höcke. Für Aufregung sorgte zudem etwa der Online-Pranger „Soko Chemnitz”, bei welchem man gegen monetäre Belohnung die Personalien patriotischer Demoteilnehmer melden konnte. Die Aktion geriet zum Flop – nach wenigen Tagen nahm man sie wieder vom Netz – Die Tagesstimme berichtete.

1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Avatar

    Heimatvertriebener

    3. Dezember 2019 at 14:44

    Die Aktion ist bis zum 7.12. genehmigt. Mir bleibt die Luft weg,was ist nur aus meiner alten Heimatstadt geworden mit diesem roten Senat? Dafür also haben wir uns inmitten des Mauermörderstaates behauptet, damit nun bescheuerte Demagogen und Rotfaschisten die Würde der von den Nazis ermordetetn Menschen erneut in den Dreck ziehen können.
    Eine jüdische Zeitung hat sich auch schon entsprechend geäußert.
    Dazu kommt, dass hier wohl eine klare Beleidigung gegen die AfD vorliegt. Ich hoffe, es wird Strafanzeige erstattet.
    Außerdem sollte diese komische Vereinigung auch endlich verboten werden. Wenn CDU/CSU eines gar nicht so fernen Tages Koalitionen mit der AfD eingehen werden, fliegt ihnen die Hetze, die auch diese Parteien, besonders die Herren Seehofer und Söder, gegen die AfD verbreitet haben, um die eigenen Ohren.

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Gesellschaft

Ostholstein: Brandanschlag auf PKW von AfD-Mitarbeiterin

Julian Schernthaner

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Die Liste mutmaßlich linksextremer Angriffe auf Personal der AfD und deren Eigentum ist eine Episode reicher: Diesmal schlugen bislang unbekannte Täter in Schleswig-Holstein zu. 

Niendorf/Ostsee. – Die Angreifer gingen dabei einmal mehr im Schutz der Nacht zu Werke. In der Nacht auf Donnerstag setzten sie gegen 2 Uhr morgens den Privat-PKW von Sabine Düllmann, AfD-Fraktionsvorsitzende im Kreistag Ostholstein, in Brand, indem sie eine Brandbombe unter den Motorblock legten. Diese ist zudem Wahlkreismitarbeiterin des Bundestagsabgeordneten Uwe Witt.

Staatsschutz ermittelt wegen politischen Motivs

Dem Ostholsteiner Anzeiger zufolge ermittelt das Lübecker Staatsschutzkommissariat in der Causa, ein politischer Anschlag gilt als mögliches Motiv. Auch Witt glaubt daran, dass es darum gehe, „politisch Andersdenkende einzuschüchtern und mundtot zu machen”. Ein Account der „Antifa Lübeck” hätte Düllmann in sozialen Medien seit Monaten „bloßgestellt und angeprangert”.

Über den Angriff zeigte sich er sich über den Angriff schockiert. Er sei „zutiefst entsetzt über diese abscheuliche und feige Tat” und stelle sich selbstverständlich hinter seine Mitarbeiterin. Zudem könne man „nur von Glück sprechen, dass niemand körperlich zu Schaden gekommen ist”.  Er fordert vonseiten des Landeskriminalamts eine „lückenlose Aufklärung” der Umstände. Außerdem teilte er ein Video des brennenden PKWs.

Beispiellose Serie politischer Gewalt gegen AfD

Im gesamten Bundesgebiet sehen sich Akteure aus dem Umfeld der AfD als Ziel einer beispiellosen Serie an Gewalt. Erst in der Vorwoche warfen in Hamburg mutmaßliche Linksextremisten einen Stein durch das Fenster eines AfD-Politikers. Dieser verfehlte das Bett, in dem der Mann schlief nur um Haaresbreite – Die Tagesstimme berichtete.

Unter allen Parteien ist die AfD mit Abstand am häufigsten die Zielscheibe politischer Gewalt. Alleine im ersten Quartal gab es nicht weniger als 41 Angriffe auf AfD-Einrichtungen, 68 Angriffe auf Politiker und 151 zerstörte Wahlplakate. Die in dieser Statistik jeweils am zweitmeist betroffenen Parteien mussten jeweils etwa die Hälfte an Attacken hinnehmen.


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Gesellschaft

Extremismus-Vorwurf: Kramp-Karrenbauer will KSK überprüfen

Joshua Hahn

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Die CDU-Chefin initiierte jetzt eine Arbeitsgruppe, die sich der „Strukturanalyse“ der Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr widmen soll.

Berlin. – Weil bei einem Soldaten des KSK einige Waffen in seiner Wohnung gefunden werden, entflammte die alte Extremismus-Debatte neu. Die Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer will nun die gesamte Eliteeinheit auf den Prüfstand stellen.

AKK: „Schlagkräftiger in Sachen Extremismus“

Wie die „Zeit“ berichtet, sollen der Arbeitsgruppe unter anderem die neue Wehrbeauftragte Eva Högl (SPD) sowie der KSK-Kommandeur Markus Kreitmayr angehören. Man wolle nun „konkrete Strukturmaßnahmen erarbeiten, um in Zukunft schneller, schlagkräftiger und vor allem nachhaltiger in Sachen Extremismus agieren zu können.“ Dies teilte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums mit.

Geplant ist laut Bericht der „Tagesschau“ zudem eine Gesetzesänderung, aufgrund derer KSK-Soldaten schneller gekündigt werden können, sollten „schwere Tatbestände“ gegen sie vorliegen.

Kommandeur schockiert über „Individuen aus rechtem Spektrum“

Erst kürzlich wurde ein Schreiben veröffentlicht, in welchem sich KSK-Kommandeur Kreitmayr an die Truppe wendet. Er sei schockiert darüber, dass sich „inmitten unserer Gesellschaft“ Menschen befänden, welche „dem sogenannten rechten Spektrum zuzuordnen sind“. Der aktuelle Fall, auf welchem die Vorwürfe beruhen, sei eine „neue alarmierende Qualität“.

Vor einigen Tagen hatten Ermittler die Wohnung eines im Vorfeld beobachteten KSK-Soldaten durchsucht. Im Rahmen der Hausdurchsuchung stellten sie verstecktes Waffenlager sicher.

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Gesellschaft

Ab 4. Juni: Grazer Oper spielt für jeweils 100 Besucher

Monika Šimić

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Das Publikum wird über das Parkett, die Logen und den Balkon verteilt. Bis die Besucher an ihren Plätzen angelangt sind, müssen sie eine Schutzmaske tragen. 

Graz. – Nach fast dreimonatiger Pause wird die Grazer Oper ab 4. Juni wieder spielen und bietet jede Woche ein anderes Programm an. Gespielt wird dabei immer für jeweils 100 Besucher. Den Anfang macht dabei der „Musenkuss”, eine Hommage an jene Künstler und mythologischen Wesen, die sich in der prachtvollen Architektur der Oper Graz, also etwa dem Zuschauerraum und dem Eisernen Vorhang, wiederfinden, wie es auf der Homepage heißt.

An zwölf Abenden wird gespielt

Zu hören sein werden Tetiana Miyus, Wilfried Zelinka und Sieglinde Feldhofer ebenso wie Pavel Petrov und Dariusz Perczak. Zelinka wird einen Schubert-Abend unter dem Titel „Schwanengesang” gestalten. Tetiana Miyus lässt in ihrem Liederabend „Gesänge aus Fernost” ertönen, außerdem wird eine künstlerische Auseinandersetzung  mit der „(Dis)Tanz” gezeigt, die das Ballett der Oper Graz so erlebbar machen will.

Wir sind wieder zurück! Ab dem 4. Juni hebt sich unser Vorhang wieder – wir freuen uns sehr, euch wieder in unserem Haus willkommen zu heißen!

Gepostet von Oper Graz am Mittwoch, 27. Mai 2020

Insgesamt wird an zwölf Abenden gespielt, was etwa einer einzigen ausverkauften Vorstellung im Normalbetrieb entspricht. Die Konzerte werden ohne Pause gespielt und die Besucher müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen, bis sie an ihrem Platz angelangt sind. Danach dürfen sie die Masken ablegen. Das Publikum wird über das Parkett, die Logen und den Balkon verteilt.

Abstand halten

In Österreich sind Veranstaltungen im Indoor- und Outdoorbereich ab 29. Mai wieder möglich, wenn die Besucherzahl nicht über 100 liegt. Dabei sind Sitzplätze und ein Meter Abstand Grundprinzipien. Personen, die in einem Haushalt leben oder gemeinsam Tickets kaufen, um eine Veranstaltung zu besuchen, dürfen nebeneinander sitzen. Ansonsten ist ein Platz an der Seite freizuhalten und ein Schachbrett-Muster für die Sitzordnung vorgesehen. Ist ein Abstand von einem Meter nicht möglich, muss bei Indoor-Veranstaltungen vom Publikum eine Mund-Nasen-Schutzmaske getragen werden. Im Freien besteht keine Maskenpflicht. Auch Pausen und Pausenbuffets sind möglich. Ab 1. Juli folgt der nächste Schritt mit einer Besucherzahl von 250 bei Indoor-Events. Auch Kinos dürfen ab dann wieder öffnen. Outdoor-Events dürfen ab 1. Juli von bis zu 500 Menschen besucht werden.

 

Informationen zum Sonderspielplan der Grazer Oper sind >hier< zu finden.


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