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Gesellschaft

Erneute Antifa-Störaktion bei Vorlesung von Höbelt

Monika Šimić

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am

Bild: Hauptgebäude der Uni Wien / Bild: Nigel Swales from Birmingham, UK [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Die offenbar nun regelmäßig stattfindende Erstürmung eines Hörsaals ist ein linker Skandal der Sonderklasse, der von den Verantwortlichen der Universität sanktioniert werden muss”, fordert FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker.

Wien. Am Dienstag haben Linke und Linksextreme erneut eine Vorlesung des Historikers Lothar Höbelt an der Universität Wien gestört. Anlass der Störaktion ist, dass der Professor weiter an der Uni unterrichten darf. „Es ist ein Skandal, dass Höbelt noch an der Uni Wien unterrichten darf“, beschwerte sich Noah Scheer, Präsident der Jüdischen österreichischen Hochschüler (JöH), in einer Aussendung. Der FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker sieht in der Störaktion einen „linken Skandal der Sonderklasse”.

Uni entnazifizieren”

Bereits vor zwei Wochen störten etwa 40 linke und linksextreme Studenten Höbelts Vorlesung (Die Tagesstimme berichtete). Anlass für die Störung war ein Vortrag, den der als FPÖ-nah geltende Historiker bei der Herbstakademie des Freiheitlichen Akademikerverbandes Steiermark (FAV) und des Instituts für Staatspolitik (IfS) in Semriach nunmehr gehalten hat.

Die Österreichische Hochschülerschaft Wien (ÖH) bedankte sich auf Facebook bei allen „antifaschistischen Studenten” für die Teilnahme am „Protest”, an dem auch die Jüdischen österreichischen Hochschüler teilnahmen. Auch diesmal war die Teilnahme Höbelts bei der Herbstakademie Anlass für die Störaktion, bei der die Störer Transparente mit der Aufschrift „Uni entnazifizieren – Höbelt hat ausgepöbelt” oder „Kein Raum für Nazis an der Uni – Sexismus und Rassismus bekämpfen” neben einer Antifa-Flagge hochhielten.

Hafenecker fordert Sanktionen für Störaktionen

Indes forderte FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker Konsequenzen nach dem erneuten „linksextremistischen Sturm auf die Uni-Vorlesung”. In einer Presseaussendung fragte er, wer denn die Teilnehmer der Vorlesung von Professor Höbelt vor dieser „Chaotentruppe”, die „mit dem Segen der Österreichischen Hochschülerschaft” ihre Gewaltbereitschaft erneut unter Beweis stellen würde, schütze. „Die offenbar nun regelmäßig stattfindende Erstürmung eines Hörsaals ist ein linker Skandal der Sonderklasse, der von den Verantwortlichen der Universität sanktioniert werden muss“, fordert Hafenecker.

ÖH Uni Wien macht „gemeinsame Sache mit gewaltbereiter Antifa”

Die Universitäten seien ein Ort der freien Rede. Der Versuch, durch solche Störaktionen die Meinungsfreiheit einzuschränken, sei schändlich und beweise einmal mehr, dass die Teilnehmer dieser Aktionen den Boden der Demokratie längst verlassen haben, so Hafenecker weiter. Es brauche daher vonseiten der Universität ein „klares Signal”, dass solche Vorgänge nicht toleriert werden. „Die linken Krawallmacher müssen in die Schranken gewiesen werden, sonst drohen auch bei uns Zustände, wie sie in Deutschland an manchen Hochschulen schon an der Tagesordnung sind”.

Es sei nicht hinzunehmen, „einen untadeligen Vortragenden wie Professor Höbelt als Nationalsozialisten zu diffamieren. Die ÖH Uni Wien scheint nun jede Hemmung verloren zu haben und macht dabei sogar gemeinsame Sache mit der gewaltbereiten Antifa. Dass sich bisher weder Schwarze, noch Grüne zu diesem einer Universität unwürdigen Schauspiel geäußert haben, lässt für eine etwaige schwarz-grüne Regierungsbeteiligung Schlimmes befürchten”, so Hafenecker abschließend.

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Gesellschaft

Deutschland: Erntehelfer aus Osteuropa dürfen teilweise doch einreisen

Joshua Hahn

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Die Bundesregierung hat die Bestimmungen für die Saisonarbeit während der Corona-Krise zumindest teilweise gelockert.

Berlin. – Wie unter anderem „rbb24“ berichtet, haben sich Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und die Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) darauf verständigt, dass insgesamt 40.000 Osteuropäer zur Hilfe bei der Ernte einreisen dürfen – unter strengen Bedingungen. So dürfen diese nur arbeiten, wenn sie einer Gesundheitsprüfung einwilligen. Außerdem dürfen sie nur in Gruppen und per Flugzeug in die Bundesrepublik einreisen. Nach ihrer Ankunft müssen die Helfer für 14 Tage getrennt von anderen Gruppen arbeiten und werden weitestgehend isoliert.

Migranten mit Flüchtlingsstatus sollen ebenfalls helfen

Die Landesregierung in Baden-Württemberg hat außerdem beschlossen, dass in Deutschland lebende Migranten mit Flüchtlingsstatus ebenfalls bei der anstehenden Ernte helfen sollen, um den Mangel an Arbeitern zu kompensieren: „Wir wollen diese Flüchtlinge in Arbeit bringen – Arbeit dient der Integration“, erklärte Agrarminister Peter Hauk.

Der Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer zeigte sich laut Bericht der „Welt“ ob dieser Forderung wenig begeistert. Da die genannte Gruppe sozialversicherungspflichtig sei, hätten die rumänischen Arbeiter klare Priorität. Sollten diese nicht ausreichen, könnten beispielsweise Studenten, Schüler und Hausfrauen aushelfen.

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Gesellschaft

Merkel: „Eine Pandemie kennt keine Feiertage“

Joshua Hahn

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Angesichts der aktuellen Situation hat die Bundesregierung beschlossen, die Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus bis nach Ostern zu verlängern. Die Bundeskanzlerin forderte außerdem die Bevölkerung dazu auf, auf Familienbesuche zu verzichten.

Berlin. – Laut Bericht der „Tagesschau“ gab Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach einer Telefonkonferenz mit den Ministerpräsidenten der Länder bekannt, dass die Maßnahmen bis mindestens zum 19. April gültig seien. Insbesondere in Bezug auf die anstehenden Feiertage richtete die Kanzlerin den dringenden Appell an die Bürger, auf Familienbesuche zu verzichten: „Eine Pandemie kennt keine Feiertage“.

 „Weit entfernt“ von Zielen

Merkel zufolge sei man „weit davon entfernt“, die vorgesehenen Ziele bei der Bekämpfung des Coronavirus zu erreichen. Es sei nicht unwahrscheinlich, dass die Maßnahmen auch nach der aktuellen Frist fortbestehen müssten. Aktuell zumindest sei eine Lockerung der Maßnahmen „bei weitem“ nicht denkbar.

Laut Bericht der „Bild“ bestätigte auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) diese Tendenz und warnte vor „voreiligen Exit-Debatten“ – trotz dem teils positiven Trend in Deutschland. Bislang sind in Deutschland im Vergleich zu vielen anderen Ländern trotz teilweise hoher Zahlen von Erkrankten vergleichsweise wenige Patienten an Covid-19 verstorben.

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Grazer Volkskundemuseum sucht Objekte aus dem Corona-Alltag

Monika Šimić

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Das Volkskundemuseum möchte den aktuellen Umgang mit der Pandemie dokumentieren und die verschiedensten Objekte sammeln, die den Alltag in Zeiten von Corona sichtbar machen.

Graz. – Dass die Corona-Krise Auswirkungen auf alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens hat, merkt man schon an der von diesem Thema dominierten medialen Berichterstattung. Weil der Einfluss so groß ist, hat sich das Grazer Volkskundemuseum dazu entschlossen, seine Dauerausstellung neu zu konzipieren. Das Museum will nun Dokumente und Objekte sammeln, die den Alltag in Zeiten des Coronavirus sichtbar machen.

Notizen, Tagebücher, Fotos

Corona erfordert von uns allen neues Alltagshandeln und auch Strategien, mit dieser schwierigen und sich tagtäglich ändernden Situation zurechtzukommen. Das Volkskundemuseum möchte den aktuellen Umgang mit der Pandemie dokumentieren und sammelt deshalb Notizen und Objekte, die den Alltag in Zeiten von Corona sichtbar machen”, beschreibt Kuratiorin Birgit Johler den Aufruf. Es sei ein wichtiges Anliegen, auch Veränderungen und Einschnitte in die Gesellschaft zu dokumentieren, wie es auf der Website des Volkskundemuseums heißt. Gesucht werden daher die unterschiedlichsten Dinge, die den neuen Alltag der Menschen wiederspiegeln. Laut Beschreibung auf der Website fällt eine Aufmunterung für Mitbewohner ebenso darunter wie ein Zeichen nachbarschaftlicher Unterstützung, eine Dankesbekundung für geleistete Hilfe, ein Tagebuch oder Auszüge davon, ein Foto von getroffenen Schutzmaßnahmen in der Arbeit oder ein Familienvideo an die Großeltern.

Jeder kann mitmachen

Auch wenn das Museum seit 7. Jänner geschlossen hat, schlafen die für die neue Ausstellung Verantwortlichen nicht. Man baue bereits um und eröffne im Frühjar 2021, heißt es auf der Seite weiter. Themenbereiche der Ausstellung sollen zunehmender Wohlstand, steigender Konsum, Herkunft, Veränderungen in der Arbeitswelt, Mobilität und Migration (in die und aus der Steiermark), Umwelt, Gegenkultur und Gegentrends oder etwa „richtig wichtig ‚Steirisches” sein.

Wer dem Museum Objekte für die „Corona-Ausstellung” zur Verfügung stellen möchte, kann über ein Webformular Kontakt mit dem dafür zuständigen Mitarbeiter aufnehmen und dabei auch gleich Objektvorschläge einreichen. Hier geht’s zum Formular!

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