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Gesellschaft

Warum patriotische Medienmacher gerade YouTube ‚bestreiken’

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

Symbolbild: Pixabay [CC0]

Etwa zwanzig reichweitenstarke Vlogger aus dem patriotischen Spektrum haben sich gemeinsam zu einem einwöchigen ‚YouTube-Streik’ verabredet.

Die Initiative geht auf den auf YouTube über eine treue Fangemeinde von über 110.000 Abonnenten vertrauenden Martin Sellner, außerdem Leiter der österreichischen Identitären, zurück. Der Wiener nützte den Nachlauf der Löschung von Miró Wolsfeld („Unblogd”) – Die Tagesstimme berichtete – aus, um sich mit diesem solidarisch zu zeigen und eine Solidaritätsaktion zu begründen.

Etwa zwanzig bekannte Vlogger ’streiken’

Schnell fanden sich so etwa zwanzig Personen zusammen, welche bereits seit Montag eine Woche lang demonstrativ YouTube meiden. Ihre Videos verbreiten sie in diesem Zeitraum über die alternative Torrent-Plattform BitChute sowie über einen gemeinsamen Telegram-Kanal. Dazu gehören neben Sellner und Wolsfeld auch weitere Größen der YouTube- Gegenöffentlichkeit wie Hagen Grell, Klemens Kilic, Oliver Janich, Florian Müller („Krautzone”), Charles Krüger oder der Digitale Chronist.

Gerade das breite inhaltliche und ideologische Portfolio erfreut den derzeit vom YouTube-Kahlschlag betroffenen Wolsfeld. In einem Stream mit vielen Teilnehmern des Streiks wertete er es als positives Zeichen, dass auch Leute „mit unterschiedlichen Meinungen zusammen finden, um für Meinungsfreiheit einzustehen”. Er sieht eine mögliche Vorbildwirkung, etwa für englischsprachige alternative Medienmacher.

Sellner: Patrioten müssen Konsumverhalten ändern

In einem Erklärungsvideo auf BitChute erklärt Initiator Sellner erneut die Motivation für den ungewöhnlichen Schritt, der vor der „vollkommen undurchsichtigen” Löschpraxis von YouTube entstand. Der Konzern würde zudem eine „Salamitaktik” verwenden. Man fühle sich „als patriotische Medienschaffende wie Insekten in einem Terrarium”. Um selbst nicht der nächste zu sein, würden viele dann eine Art „Selbstzensur” durchführen und trotzdem auf der Plattform verweilen. BigTech-Konzerne würden linke Mehrheitsmeinungen vertreten, konservative Stimmen seien nur geduldet.

Gleichzeitig sei ihm klar, dass YouTube einen Netzwerk-Effekt bediene, bei dem immer neue Zuseher hinzu kämen. Diese Quasi-Monopolstellung gelte es zu hinterfragen: „Die einzige Möglichkeit das zu brechen ist, wenn ihr Zuseher euer Zuschau- und Konsumverhalten ändert”. Somit sei Ziel, vor allem das eigene Lager für Alternativen zu sensibilisieren. Sellner sieht darin die „einzige Möglichkeit” wie man gegen „diese Zensurplattformen, diese riesigen digitalen Monopole bestehen” könne.

Streikaktion findet auch ihre Kritiker

Aber nicht alle aus dem kritischen Vlogger-Spektrum haben Verständnis für die Aktion. Zur Wortführerin unter den Kritikern schwang sich Carolin Matthie hoch. Sie fürchtet die begünstigte Bildung von „Filterblasen”. Später legte sie nach und kritisierte die Torrent-Technologie als vermeintlich unsicher. Außerdem bezweifelte sie die Kapazitäten von BitChute, YouTube auch nur annäherend ersetzen zu können.

Diese Äußerungen stießen neuerlich bei Sellner auf Unmut. Dieser warf Matthie in seinem Telegram-Kanal vor, schlecht zu recherchieren und offene Missverständnisse zu bedienen. Sie würde mit Videos wie dem ihrigen den „Soli-Aufruf” für Wolsfeld „sabotieren”, was er als „echt schade” einstuft. Er kündigte an, zeitnah auf die Einwände reagieren zu wollen.

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Gesellschaft

Personalmangel: Deutsche Bahn setzt weiter auf Migranten

Joshua Hahn

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ASDF Symbolbild: Pixabay [CC0]

Bereits seit geraumer Zeit hat die deutsche Bahn mit einem Mangel an Personal zu kämpfen. Um diesem entgegenzuwirken, wird auf der Suche nach Lokführern künftig weiter verstärkt auf Migranten gesetzt. 

Stuttgart. – Die Maßnahme kostet über eine Million Euro und wird unter anderem von der Bundesagentur für Arbeit organisiert.  Das Projekt der deutschen Bahn in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit steht exklusiv Migranten mit Flüchtlingsstatus zur Verfügung.

Check-up“ für Migranten

Im Rahmen eines „Check-ups“ können die Asylbewerber an einen Ausbildungsplatz gelangen. Der Kurs dauert acht Wochen und soll laut der Internetseite des Unternehmens dazu dienen, die Grundkenntnisse in verschiedenen Fächern wie Mathematik oder Naturwissenschaften und Technik „aufzufrischen“.

Nachdem sie außerdem berufsbezogenen Deutschunterricht erhalten haben, müssen die Migranten noch einen medizinisch-psychologischen Test absolvieren, um die Ausbildung antreten zu können. 

Perspektive für Geflüchtete“

Der Verkehrsminister Baden-Württembergs, Winfried Hermann (Grüne), sieht im Programm eine „neue Perspektive für Geflüchtete“. Wie der Focus berichtet, haben die ersten 15 Asylanten im Rahmen des Programms bereits eine Ausbildung in Mannheim begonnen. Die Gruppe besteht aus Syrern, Tunesiern und Marokkanern, welche teilweise bereits feste Verträge hätten. 

Auf der Internetseite der Deutschen Bahn heißt es, dass der neue „Check-up“ am 23. März 2020 starte. Das Unternehmen hadert bereits seit einiger Zeit mit ausbleibenden Bewerbungen, laut Eigenangaben fehlen ihm in Deutschland insgesamt 1.000 Triebwagenführer.

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Gesellschaft

Essen: Arabische Clans liefern sich Schlägerei in Gerichtssaal

Joshua Hahn

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ASDF Symbolbild (Landgericht Essen): Wikimedia Commons [CC0]

Auf einem Video ist zu sehen, wie mehrere aufgebrachte Migranten von Polizeibeamten niedergerungen werden.

Essen. –  Während einer Verhandlung kam es am Donnerstag in Essen zu wüsten Szenen, als zwei Clans sich nach der Urteilsverkündung im Gerichtssaal eine Schlägerei lieferten.

Acht Verurteilungen in vorangegangenem Prozess

Bei der Berichtsverhandlung zuvor gab es acht Verurteilungen im Fall einer Clan-Fehde. Nachdem zwei der Angeklagten Zuschauer der anderen Großfamilie provozierten, artete die Situation schnell aus: Auf einem im Internet kursierenden Video ist zu sehen, wie sich mehrere Personen in einem unübersichtlichen Gerichtssaal beschimpfen und schlagen. Die Polizei ist damit beschäftigt, die aufgebrachten arabischen Migranten voneinander zu trennen. 

Wie die Welt berichtet, ist der Grund für die Verurteilung, dass die Angeklagten ein Mitglied der verfeindeten Familie auf einem Schulhof zusammenschlugen. Das Opfer sitzt laut dem Sender RTL offenbar selber in Untersuchungshaft – wegen eines Sexualdelikts.

Staatanwaltschaft erwägt Ermittlungen

Die Staatsanwaltschaft gab an, prüfen zu wollen, ob es aufgrund der Schlägerei Ermittlungen geben wird. Bei den Auseinandersetzungen wurde ein Mann abgeführt, insgesamt waren über 20 Polizei- und Justizbeamte nötig, um die Situation zu beruhigen. 

Die Gerichtsverhandlung stand von Anfang an unter besonderem Schutz. So wurde beispielsweise die Verhandlungen von der Polizei gefilmt, außerdem waren präventiv Beamte vor dem Gerichtsaal zum Schutz aufgestellt. 

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Gesellschaft

Hessen führt zentrales Meldeportal gegen „Hass und Hetze“ ein

Joshua Hahn

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ASDF Bild (Volker Bouffier, CDU): de:Benutzer: Viet2001 (Viet-Hoang Nguyen) [CC BY-SA 3.0 DE] (Bild zugeschnitten)

Das Bundesland Hessen hat am Donnerstag als erstes deutsches Bundesland ein zentrales Meldesystem gegen „Hass und Hetze“ eingeführt. 

Wiesbaden. – Das von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) vorgestellte Portal trägt den Namen „Hessen gegen Hetze“. Auf der offiziellen Internetseite lassen sich ab sofort vermeintliche „Hasskommentare“ melden, wie die „Hessenschau“ berichtet. Zusätzlich muss man den Link zum Kommentar angeben. Alternativ können Screenshots angehängt werden, der Absender hingegen kann anonym bleiben. Anschließend sollen die Kommentare von „Experten“ geprüft werden. 

Der Ministerpräsident betonte, dass es das erste Portal dieser Art in Deutschland sei: „Das ist keine Alltagsfliege, sondern soll eine Dauereinrichtung sein.“ Es sei nun „eine breite gesellschaftliche Unterstützung“ nötig, um gegen „Hass und Hetze“ zu kämpfen. 

Al-Wazir: „Senkung der Hemmschwelle“

Der stellvertretende Regierungschef Hessens, Al-Wazir (Grüne), lobte das Projekt. Zwar sei Hessen ein sicheres Bundesland, trotzdem ließen sich Tendenzen erkennen, welche eine „Senkung der Hemmschwelle“ in Sachen „Hass und Hetze“ aufzeigten. Er betonte laut Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ dass auch online gelte, was offline der Fall ist. 

Erst im vergangenen Herbst stellte die hessische Regierung einen Aktionsplan vor, um das vermeintliche Problem „rechter Hetze“ besser eindämmen zu können. Die Justizministerin gab an, dass es nicht reiche, die Inhalte nur zu löschen, vielmehr müsse es auch zu einer strafrechtlichen Verfolgung kommen. 

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