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ZDF-Talkshow

Keine Einladung mehr für Björn Höcke (AfD)

„Wir Medien haben niemanden zu erziehen“, sagte der ZDF-Chefredakteur Peter Frey, „aber wir müssen zeigen, wo die Grenzen demokratischer Gesinnung verlaufen“.

2 Minuten Lesezeit
<p>Bild (Björn Höcke): Olaf Kosinsky [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en">CC BY-SA 3.0 de</a>], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2016-02-25_Plenum_im_Th%C3%BCringer_Landtag_by_Olaf_Kosinsky-11.jpg">via Wikimedia Commons</a> (Bild zugeschnitten)</p>

Bild (Björn Höcke): Olaf Kosinsky [CC BY-SA 3.0 de], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Berlin. – ZDF-Chefredakteur Peter Frey will den AfD-Politiker Björn Höcke nicht mehr als Gast in den Talkshows seiner Sender sehen. In einem Zeit-Streitgespräch mit mehreren Fernsehzuschauern verneite er die Frage, ob der thüringische AfD-Chef noch ein geeigneter Gast in Talkshows sei. Wer bei den Landtagswahlen im Oktober Höcke gewählt habe, habe „bewusst rechtsrextrem“ gewählt, so Frey.

ARD ging gegen Gauland ähnlich vor

„Wir Medien haben niemanden zu erziehen“, sagte der Chefredakteur weiter, „aber wir müssen zeigen, wo die Grenzen demokratischer Gesinnung verlaufen“. Frey hatte sich bereits im September dafür gerechtfertigt, dass der Sender ein Interview mit Höcke vorzeitig beendet hatte.

Schon 2018 gab es von ARD-Moderator Frank Plasberg eine ähnliche Ankündigung. Damals gab er bekannt, AfD-Chef Alexander Gauland nicht mehr in seine Sendung hart aber fair einladen zu wollen. „Wer die Verbrechen des Nationalsozialismus relativiert, kann kein Gast bei ‘hart aber fair’ sein. Daher werden wir Alexander Gauland in Zukunft nicht mehr einladen“, hieß es damals hinsichtlich des „Vogelschiss“-Sagers von Gauland.

Grünen-Chefin häufigster Gast in Polit-Talkshows

Im weiteren Verlauf des Zeit-Gesprächs widersprach Frey Äußerungen, die den öffentlich-rechtlichen Rundfunk als „zu links“ bezeichneten. „Es stimmt einfach nicht, dass konservative Positionen auf unserem Sender keinen Platz haben“, sagte Frey. „Zum Glück sind die Zeiten der alten Bundesrepublik vorbei, als man im Sender wusste, wer in welches politische Lager gehörte und das Karrieren befördert hat“.

Wie die Junge Freiheit erst gestern unter Berufung auf eine Analyse des Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtete, war die Grünen-Chefin Annalena Baerbock 2019 der häufigste Gast in Polit-Talkshows. Die Bundestagsabgeordnete war laut Analyse insgesamt zehn Mal in einer der öffentlich-rechtlichen Sendungen von Frank Plasberg (hart aber fair), Anne Will, Sandra Maischberger und Maybrit Illner zu sehen.

AfD nur selten eingeladen

Auf dem zweiten Platz liegen Juso-Chef Kevin Kühnert und der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Norbert Röttgen (CDU), mit je neun Auftritten. Die ehemalige Linken-Chefin Sahra Wagenknecht war wie die Fraktionschefin der Grünen, Katrin Göring-Eckardt, insgesamt sieben Mal zu Gast in Polit-Talkshows. Der FDP-Vorsitzende hingegen hatte mit sechs einen Auftritt weniger als Göring-Eckardt und Wagenknecht. Alexander Gauland war lediglich vier Mal zu Gast und ist damit der am häufigsten eingeladene AfD-Politiker. Insgesamt waren AfD-Politiker aber selten zu solchen Talkshows eingeladen.

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