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Gesellschaft

ZDF-Talkshow: Keine Einladung mehr für Björn Höcke (AfD)

Monika Šimić

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am

Bild (Björn Höcke): Olaf Kosinsky [CC BY-SA 3.0 de], via Wikimedia Commons

„Wir Medien haben niemanden zu erziehen”, sagte der ZDF-Chefredakteur Peter Frey, „aber wir müssen zeigen, wo die Grenzen demokratischer Gesinnung verlaufen”.

Berlin. – ZDF-Chefredakteur Peter Frey will den AfD-Politiker Björn Höcke nicht mehr als Gast in den Talkshows seiner Sender sehen. In einem Zeit-Streitgespräch mit mehreren Fernsehzuschauern verneite er die Frage, ob der thüringische AfD-Chef noch ein geeigneter Gast in Talkshows sei. Wer bei den Landtagswahlen im Oktober Höcke gewählt habe, habe „bewusst rechtsrextrem” gewählt, so Frey.

ARD ging gegen Gauland ähnlich vor

„Wir Medien haben niemanden zu erziehen”, sagte der Chefredakteur weiter, „aber wir müssen zeigen, wo die Grenzen demokratischer Gesinnung verlaufen”. Frey hatte sich bereits im September dafür gerechtfertigt, dass der Sender ein Interview mit Höcke vorzeitig beendet hatte.

Schon 2018 gab es von ARD-Moderator Frank Plasberg eine ähnliche Ankündigung. Damals gab er bekannt, AfD-Chef Alexander Gauland nicht mehr in seine Sendung hart aber fair einladen zu wollen. „Wer die Verbrechen des Nationalsozialismus relativiert, kann kein Gast bei ‘hart aber fair’ sein. Daher werden wir Alexander Gauland in Zukunft nicht mehr einladen”, hieß es damals hinsichtlich des „Vogelschiss”-Sagers von Gauland.

Grünen-Chefin häufigster Gast in Polit-Talkshows

Im weiteren Verlauf des Zeit-Gesprächs widersprach Frey Äußerungen, die den öffentlich-rechtlichen Rundfunk als „zu links” bezeichneten. „Es stimmt einfach nicht, dass konservative Positionen auf unserem Sender keinen Platz haben”, sagte Frey. „Zum Glück sind die Zeiten der alten Bundesrepublik vorbei, als man im Sender wusste, wer in welches politische Lager gehörte und das Karrieren befördert hat”.

Wie die Junge Freiheit erst gestern unter Berufung auf eine Analyse des Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtete, war die Grünen-Chefin Annalena Baerbock 2019 der häufigste Gast in Polit-Talkshows. Die Bundestagsabgeordnete war laut Analyse insgesamt zehn Mal in einer der öffentlich-rechtlichen Sendungen von Frank Plasberg (hart aber fair), Anne Will, Sandra Maischberger und Maybrit Illner zu sehen.

AfD nur selten eingeladen

Auf dem zweiten Platz liegen Juso-Chef Kevin Kühnert und der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Norbert Röttgen (CDU), mit je neun Auftritten. Die ehemalige Linken-Chefin Sahra Wagenknecht war wie die Fraktionschefin der Grünen, Katrin Göring-Eckardt, insgesamt sieben Mal zu Gast in Polit-Talkshows. Der FDP-Vorsitzende hingegen hatte mit sechs einen Auftritt weniger als Göring-Eckardt und Wagenknecht. Alexander Gauland war lediglich vier Mal zu Gast und ist damit der am häufigsten eingeladene AfD-Politiker. Insgesamt waren AfD-Politiker aber selten zu solchen Talkshows eingeladen.

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7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    Christian Eberhardt

    18. Dezember 2019 at 12:38

    Naja, egal wie. Deutschland soll zu einem kommunistischen Staat umgewandelt ich habe es selbst gelesen. Googelt mal unter antifaschistische Strategie. Ein großer Schritt dazu ist schon gemacht. Ich bin einmal gespannt wann es die ersten Verhaftungen gibt, die kein Hass schüren aber gegen die Regierung und den Grünen und Linken sind bzw. die ersten Umerziehungslager.

  2. Avatar

    Zickenschulze

    18. Dezember 2019 at 12:49

    Keine Zeitverschwendung mehr für ZDF und ARD
    Zeit ist zu kostbar.

  3. Avatar

    Widerstand.

    18. Dezember 2019 at 13:56

    Diesen Meinungsdiktatoren hinterherzujammern bringt NICHTS.
    SCHAFFT EIGENE GROSSE, ALTERNATIVE MEDIEN. Was der Schneebrunzer kann, kann jeder.
    Dann erledigt sich das Problem von selber. Es kann ja jeder einladen, wen er will, mit der Betonung auf JEDER, aber das JEDER MUSS MAN ERST NOCH SCHAFFEN.
    Das beste Beispiel ist doch die Tagesstimme, man müsste sie jetzt GROSS machen.
    Mein Tipp: MACHT EIGENWERBUNG IN AKTIVISTISCHER FORM, kostet ausser ein bisschen Manpower fast nichts und kann die Bekanntheit extrem steigern. Was nützt die beste Arbeit, wenn sie nur wenige registrieren.

    • Avatar

      Zickenschulze

      19. Dezember 2019 at 0:30

      Alternative Medien gibt’s zu Hauf.
      Allein, sie kämpfen um Unterstützung, sprich ums überleben.
      60 Jahre Gehirnwäsche bei vorliegenden Umständen und Ergebnissen lassen sich nur durch die Hebelwirkung „blanke Not“ ins Bewusstsein rücken.

  4. Avatar

    Klasube

    18. Dezember 2019 at 15:02

    Wir Medien haben niemanden zu erziehen”, sagte der Chefredakteur (Frey) weiter, „aber wir müssen zeigen, wo die Grenzen demokratischer Gesinnung verlaufen”.
    „Weil wir nicht nur die Einzigen sind, die wissen was Demokratie ist, sondern auch wo deren Grenzen verlaufen” – könnte man dieses widersprüchliche Statement ergänzen. Ich bin empört!
    Was für eine Arroganz, was für eine Ohrfeige für Millionen von AfD-Wählern, was für eine unverschämte Anmaßung mir zeigen zu wollen, wo die Grenzen der Demokratie verlaufen, Herr Frey. Am besten, Sie danken ab und nehmen gleich Ihren ganzen Tross von linksverbogenen „Journalisten” mit…!

  5. Avatar

    Klasube

    18. Dezember 2019 at 15:25

    Ich koche immer noch… (vor Wut)
    „Nach dem Rundfunkstaatsvertrag (RStV) ist die Ausgewogenheit des Programms beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk nach § 11 Abs. 2 RStV zu berücksichtigen,…”
    Für das oberste Gericht (Bundesverfassungsgericht) ist Ausgewogenheit identisch mit Gleichgewichtigkeit und Vielfalt der bestehenden Meinungsrichtungen.[Quelle Wikipedia]
    Wortlaut des oben genannten Paragraphen:
    Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten haben bei der Erfüllung ihres Auftrags die Grundsätze der Objektivität und Unparteilichkeit der Berichterstattung, die Meinungsvielfalt sowie die Ausgewogenheit ihrer Angebote zu berücksichtigen.
    „Wie die Junge Freiheit (…) berichtete, war die Grünen-Chefin Annalena Baerbock 2019 der häufigste Gast in Polit-Talkshows.” Nennen Sie das Ausgewogenheit, Herr Frey?
    Von der „Objektivität und Unparteilichkeit” ganz zu schweigen – die sind zur offensichtlichen Lachnummer verkommen…!
    Sie und Ihre Kollegen sollten fristlos entlassen werden, denn Sie sind es, der den sozialen Unfrieden schürt und die Gräben der gesellschaftlichen Spaltung immer tiefer aushebt…!

  6. Avatar

    Heimatvertriebener

    18. Dezember 2019 at 18:40

    Der Fortschritt ist einfach nicht aufzuhalten. Heute muss nicht mehr unterschieden werden, wer bei diesen Sendern links oder rechts ist und wessen Karriere zu befördern oder zu bremsen ist.
    Heute sind sowieso alle maßgeblichen Leute links, und die paar anderen werden sich hüten, sich zu outen.
    Die Situation erinnert mich an einen Witz, der aus der DDR stammt, wie die Bevölkerung politisch eingestellt ist. Man müsste ihn nur ein wenig anpassen:
    „Die DDR ist ein großer Garten. Fünf Prozent sind Rote Beete, außen rot, innen rot. Zehn Prozent sind Radieschen, außen rot, innen weiß. Der Rest ist Zittergras.

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Gesellschaft

Wiener Akademikerball: Platzverbot und Gratisbus zur Demo

Monika Šimić

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ASDF Bild: Am Freitag findet in der Hofburg der Wiener Akademikerball statt, gegen den linke Akteure demonstrieren wollen / Bild: Bwag [CC BY-SA 3.0 AT] (Bild zugeschnitten)

Gegen den Wiener Akademikerball wollen neben der „Offensive gegen Rechts” auch die „Omas gegen Rechts” demonstrieren.

Wien/Graz. – Am Freitag findet in der Wiener Hofburg der Akademikerball statt – und wie eine Woche zuvor auch schon in Graz will man von linker Seite dagegen demonstrieren. Zum Protest gegen den Ball hat etwa die „Offensive gegen Rechts” aufgerufen. Um den Ballgästen eine sichere Zufahrt zum Veranstaltungsort zu ermöglichen, hat die Landespolizeidirektion Wien ein Platzverbot rund um die Hofburg verordnet.

Wirbel um Sellner-Teilnahme am Ball

Beim Wiener Akademikerball werden FPÖ-Bundesparteichef Norbert Hofer und der Wiener Vizebürgermeister Dominik Nepp (FPÖ) eine Rede halten. Erst vor wenigen Tagen sorgte die mittlerweile bestätigte Teilnahme Martin Sellners am Akademikerball für Kritik. Der ÖVP-Nationalratsabgeordnete Martin Engelberg warf der FPÖ eine fehlende Distanz und „keine klare Haltung” gegenüber der Identitären Bewegung vor. Sellner schrieb daraufhin auf Twitter: „Wie peinlich. Meine Ballbesuche sollten nicht Thema der Innenpolitik sein”.

Zwei Demonstrationen angekündigt

Wie schon in den Jahren zuvor demonstrieren linke Gruppierungen auch heuer wieder gegen die traditionelle Ballveranstaltung. In der Beschreibung der Facebookveranstaltung zur Demonstration heißt es seitens der „Offensive gegen Rechts”, dass die FPÖ nicht nur einen Ball feiern, sondern auch „die Grundsteine für ihre nächsten Angriffe auf unser Sozial- und Gesundheitssystem, sowie auf die Rechte von Arbeitern und Migranten” legen würde. Auch nach Ende der blauen Regierungsbeteiligung solle der Protest damit weitergehen. Neben der „Offensive gegen Rechts” rufen auch die „Omas gegen rechts” zum Protest auf.

Gratisbus der ÖH nach Wien

An den Demonstrationen dürften aber nicht nur Personen aus Wien und Umgebung teilnehmen. Erwartet werden auch Teilnehmer aus der Steiermark. Denn das Kulturreferat der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH) an der Universität Graz hat einen Bus organisiert, für den man sich im Vorhinein zwar anmelden muss, dafür dann aber gerade am 24. Jänner gratis nach Wien und zurück nach Graz fahren kann. Im Beschreibungstext der Facebookveranstaltung „Kultref goes Wien” und auch im ÖH-Newsletter, der in der Regel an alle Studenten der Karl-Franzens-Universität Graz ausgeschickt wird, schreibt das Referat: „Nicht nur Graz hat ein reiches, kulturelles Angebot, sondern auch Wien”.

Neben fünf kulturellen Veranstaltungen findet sich allerdings auch der Hinweis auf die Facebookveranstaltung zur Demonstration der „Offensive gegen Rechts”. Im ÖH-Newsletter wurde sogar direkt darauf verlinkt. „Wer genug von rechter Provokation hat, kann sich der Demo gegen den Akademikerball anschließen”, heißt es seitens des Kulturreferats sowohl im ÖH-Newsletter als auch in der Beschreibung der Facebookveranstaltung. Auch der Kommunistische Studentenverband (KSV) weist auf seiner Facebookseite auf die Busfahrt nach Wien hin: „Antifa heißt Busfahren. Am 24. Jänner gratis nach Wien zur Demo gegen den FPÖ-Burschiball!”

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Uni-Rampe besetzt: Linksextreme werfen Tampons auf Burschenschafter

Stefan Juritz

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ASDF Linke und Linksextreme gegen den WKR-Bummel an der Uni Wien. Bild: privat.

Die Polizei hatte am Montag eine Kundgebung gegen den Bummel der Wiener Studentenverbindungen untersagt. Die linke Szene reagierte am Mittwoch mit einer Sitzblockade an der Uni-Rampe.

Wien. – Heute Mittag haben verschiedene linke Gruppen, darunter die ÖH Uni Wien, aber auch Linksextreme von der autonomen antifa w, die Rampe der Universität Wien besetzt, um gegen den wöchentlichen Farbenbummel des Wiener Korporationsringes (WKR), dem vor allem schlagende Studentenverbindungen angehören, zu protestieren.

Linke werfen mit Tampons

Laut Augenzeugenberichten beteiligten sich etwa 30 Personen an der Sitzblockade an der Uni-Rampe, 50 weitere Linke protestierten an der Treppe davor. Die Demonstranten hielten Schilder wie „Gegen Rechtsextremismus und Polizeiwillkür!” und „Niemand hat das Recht zu gehorchen” hoch und riefen Parolen. Aus der Sitzblockade wurden rot angemalte Tampons auf die Verbindungsstudenten geworfen.

Eines der Tampons, das Demonstranten auf die Korporierten warfen. Foto: privat

Mutmaßliche Einschüchterungsversuche

Wie die Tagesstimme erfuhr, habe es darüber hinaus auch Einschüchterungsversuche gegen jenen Burschenschafter gegeben, der am vergangenen Mittwoch von Linksextremen gewalttätig angegriffen und leicht verletzt worden war.

Nach Ende des Farbenbummels eskortierte die Polizei die Korporierten zu ihrem Ausklang auf ein Wiener Verbindungshaus.

Seit Dienstag hatte die ÖH Uni Wien, die Plattform Radikale Linke, die Jüdischen österreichischen HochschülerInnen und die autonome antifa w zur Besetzung der Uni-Rampe aufgerufen. Zuvor hatte die Polizei bereits am Montag eine für Mittwoch geplante Kundgebung der ÖH gegen den WKR-Bummel untersagt.


Weiterlesen:

„Gegen Burschenschafter: ÖH will heute Uni-Rampe besetzen” (22.01.2020)

„Steirische Burschenschaften reagieren auf ‚linksextreme Einzelfälle’ ” (16.01.2020)

„FPÖ verurteilt ‚linke Gewaltexzesse’ an Uni Wien scharf” (15.01.2020)

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Gesellschaft

Gegen Burschenschafter: ÖH will heute Uni-Rampe besetzen

Stefan Juritz

Veröffentlicht

am

ASDF Symbolbild (Hauptgebäude Universität Wien): Alexander Johmann via Flickr [CC BY-SA 2.0] (Bild zugeschnitten)

Die Auseinandersetzung zwischen Linken und Rechten an der Universität Wien geht am heutigen Mittwoch weiter.

Wien. – Die ÖH Uni Wien, die Plattform Radikale Linke und die Jüdischen österreichischen HochschülerInnen haben gemeinsam für heute Mittag um 12 Uhr die Besetzung der Rampe an der Universität Wien angekündigt. Damit wollen die linken und linksradikalen Studenten gegen den dort mittwochs stattfindenden „Farbenbummel” der Studentenverbindungen des Wiener Korporationringes (WKR) protestieren.

Polizei untersagt ÖH-Kundgebung

Eine geplante Kundgebung der ÖH sei am Montag untersagt worden, berichtet die Studentenvertretung auf ihrer Facebook-Seite: „Diese skandalöse Entscheidung reiht sich ein in eine lange Kette von Diffamierungsversuchen, Demoverboten und anderen Formen der Repression gegen antifaschistische Proteste!”

RFS spricht von „Mega-Skandal”

Der Ring Freiheitlicher Studenten (RFS) ortet in der angekündigten Besetzung der Uni-Rampe einen „Mega-Skandal”. „Der linksextreme Schlägertrupp der ÖH Uni Wien, der bereits letzte Woche mehrere Verletzte zu verschulden hatte, ruft dazu auf sich gegen die Untersagung der Polizei zu stellen und den Aufgang zur Universität zu blockieren!”, kommentierten die blauen Studenten den ÖH-Beitrag auf Facebook.

Linksextremer Überfall in der Vorwoche

Vergangenen Mittwoch hatten Linksextreme an der Universität Wien einen Burschenschafter tätlich angegriffen. Der junge Studenten erlitt bei dem Angriff leichte Verletzungen und wurde anschließend im Krankenhaus behandelt. Die Polizei konnte zwei Tatverdächtige vorübergehend festnehmen. Die beiden wurden „nach sofortiger Vernehmung über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien auf freiem Fuß angezeigt”, wie eine Pressesprecherin der Polizei auf Anfrage der Tagesstimme mitteilte.


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