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AfD-Abgeordneter Lars Herrmann verlässt Partei

Obwohl er sowohl Fraktion als auch Partei verlässt, will er laut eigenen Angaben jedoch weiter im Bundestag bleiben.

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Symbolbild: Deutscher Bundestag / © Jorge Royan / http://www.royan.com.ar (Bild zugeschnitten)

 Berlin. – Am Mittwoch teilte der Polizeibeamte und AfD-Bundestagsabgeordnete Lars Hermann den Fraktionsvorsitzenden Alexander Gauland und Alice Weidel mit dass er die Partei verlasse. Herrmann gilt als Anhänger der ehemaligen AfD-Politikerin Frauke Petry.

Zuvor Ausschluss aus Landesgruppe Sachsen

Zuvor wurde der Polizeibeamte aus der Landesgruppe Sachsen ausgeschlossen, nachdem er vermehrt in Konflikte mit dem „Flügel“ um Björn Höcke verstrickt war.

In Bezug auf den Ausschluss aus der Landesgruppe sagte er laut Bericht der „Welt“: „Das war für mich der Zeitpunkt, um zu sagen, dass mich hier nichts mehr hält.“ In einem Brief der Fraktionsvorsitzenden heißt es, man bedauere den Schritt. Herrmann sei „stets fleißig und engagiert“ in der Fraktion gewesen. 

Seehofers Politik als möglicher Austrittsgrund

Als möglicher Grund für den Austritt des Polizisten wird auch die Politik Seehofers genannt. Wie der „Spiegel“ berichtet, erklärte der Fraktionssprecher der Alternative für Deutschland, Christian Lüth, dass „der Druck von Horst Seehofer auf Beamte – in diesem Fall Polizeibeamte – Wirkung gezeigt hat“. Bei diesem Vorgang handele es sich um „rechtswidrige Schikane“.

Herrmann selbst gab an, als Beamter Pflichten zu haben, welchen er auch gerecht würde. Er ist bereits der vierte Parlamentarier, welcher die Fraktion verlässt. Die genauen Beweggründe für den Austritt sollen in der nächsten Fraktionsversammlung dargelegt werden. 

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