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Gesellschaft

Grazer Schloßberg: Kriegssteig soll Friedenssteig werden

Monika Šimić

Veröffentlicht

am

Bild: Der Kriegssteig am Grazer Schloßberg / Bild: Stefan97 [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Die „Plattform Friedensweg” will gemeinsam mit dem KZ-Verband die Umbenennung des Kriegssteigs erwirken. FPÖ-Klubobmann Armin Sippel kritisiert diese Forderung.

Graz. Wer die steirische Landeshauptstadt besucht, kommt vermutlich nicht umhin, auch dem Grazer Schloßberg einen Besuch abzustatten. Es gibt mehrere Möglichkeiten, um auf den Schloßberg zu gelangen, darunter etwa die Schloßbergbahn, den Schloßberglift, oder für die etwas Sportlicheren den sogenannten Kriegssteig. Die „Plattform Friedensweg” will nun mit dem steirischen KZ-Verband eine Umbenennung bzw. Namenserweiterung des Kriegssteigs erwirken und hat eine Petition gestartet.

Steig während des Ersten Weltkrieges angelegt

Die 260 in den Stein gehauene Stufen wurden während des Ersten Weltkrieges angelegt und führen vom Schloßbergplatz zum Uhrturm. Bereits seit 1984 versuchen Initiativen, eine Umbenennung des Steigs zu erwirken. Der Bezirksrat Innere Stadt beschloss 2003 dann einstimmig die Umbenennung, blitzte beim Amt jedoch ab. Mittlerweile hat sich auf Initiative des Afro-Asiatischen Instituts (AAI) und dessen Leiter Johannes Mindler-Steiner eine „Plattform Friedensweg” aus unterschiedlichen Unterstützern dieses Anliegens gebildet. Nun möchte man aber keine reine Umbenennung mehr, sondern eine Namenserweiterung in „Friedensweg ehemaliger Kriegssteig” erzielen. Die Online-Petition, durch die man sich frischen Wind erhofft, wurde bisher von 152 Unterstützer unterzeichnet.

Schloßberg war militärische Festung und keine Hüpfburg”

Zu der aktuellen Forderung der Initiative äußerte sich Klubobmann Armin Sippel (FPÖ) auf Facebook. „Nachdem ‚Kriegssteig’ eine Funktionsbezeichnung und keine künstliche Namensschöpfung war, erscheint es doch etwas sonderbar, hier eine Umbenennung vornehmen zu wollen. Die Geschichte ist wie sie ist und kann eben nicht im Nachhinein geändert werden”, schrieb er in einem Beitrag. Aus der Geschichte zu lernen und vieles aus ihr auch als mahnendes Beispiel zu verstehen, sei jedenfalls vernünftiger, als sie zu verfälschen oder klittern zu wollen. Schließlich sei der Schloßberg über viele Jahrhunderte eine militärische Festung und keine Hüpfburg gewesen. Auch das sei zur Kenntnis zu nehmen, so Sippel abschließend.

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3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Zickenschulze

    23. Dezember 2019 at 11:10

    Lächerlich, wie peinlich; einen Original Namen durch einen Kitsch auszuwechseln.

  2. Avatar

    DeutscherWald, ach ne, TropenHolz, ach ne, ...

    23. Dezember 2019 at 11:48

    Framing, Geschichtsrevisionismus, Geschichtsklitterung, oder wie anno dazumal im Römischen Reich Damnatio memoriae, also Tilgung des Andenkens, … verrückt. Die Menschheit entwickelt sich kein bisschen weiter, es ändern sich nur die technischen Möglichkeiten.
    Ich habe übrigens einen Kameraden im Sportverein und Spielmannszug, der heißt Adolf. Dass ist doch wohl politisch vollkommen unkorrekt, oder?! Da werde ich mal weltverbessernd wie ich nun mal bin gleich eine Petition ins Leben rufen, und ordere laut: Von nun an sei sein Name Mohammed!

    • Avatar

      Heimatvertriebener

      26. Dezember 2019 at 14:59

      Ach, das geht schon. Ich hatte vor langer Zeit einen Kollegen, der hieß Hermann Göring. War wohl etwa jünger als der echte, aber nicht so viel.
      Mit dem Familiennamen wird man heute sogar bei den Grüninnen nach oben gespült.
      Adolfs Nachname soll ja auch mitumnter schon in moslemischen Kreisen mit eingeflochten worden sein. Klar, dass so ein Schutzsuchender hier dann keine Papiere vorzeigen will. Das wird doch nicht etwa der wahre Grund für die vielen Verluste sein?

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Gesellschaft

Wiener Akademikerball: Platzverbot und Gratisbus zur Demo

Monika Šimić

Veröffentlicht

am

ASDF Bild: Am Freitag findet in der Hofburg der Wiener Akademikerball statt, gegen den linke Akteure demonstrieren wollen / Bild: Bwag [CC BY-SA 3.0 AT] (Bild zugeschnitten)

Gegen den Wiener Akademikerball wollen neben der „Offensive gegen Rechts” auch die „Omas gegen Rechts” demonstrieren.

Wien/Graz. – Am Freitag findet in der Wiener Hofburg der Akademikerball statt – und wie eine Woche zuvor auch schon in Graz will man von linker Seite dagegen demonstrieren. Zum Protest gegen den Ball hat etwa die „Offensive gegen Rechts” aufgerufen. Um den Ballgästen eine sichere Zufahrt zum Veranstaltungsort zu ermöglichen, hat die Landespolizeidirektion Wien ein Platzverbot rund um die Hofburg verordnet.

Wirbel um Sellner-Teilnahme am Ball

Beim Wiener Akademikerball werden FPÖ-Bundesparteichef Norbert Hofer und der Wiener Vizebürgermeister Dominik Nepp (FPÖ) eine Rede halten. Erst vor wenigen Tagen sorgte die mittlerweile bestätigte Teilnahme Martin Sellners am Akademikerball für Kritik. Der ÖVP-Nationalratsabgeordnete Martin Engelberg warf der FPÖ eine fehlende Distanz und „keine klare Haltung” gegenüber der Identitären Bewegung vor. Sellner schrieb daraufhin auf Twitter: „Wie peinlich. Meine Ballbesuche sollten nicht Thema der Innenpolitik sein”.

Zwei Demonstrationen angekündigt

Wie schon in den Jahren zuvor demonstrieren linke Gruppierungen auch heuer wieder gegen die traditionelle Ballveranstaltung. In der Beschreibung der Facebookveranstaltung zur Demonstration heißt es seitens der „Offensive gegen Rechts”, dass die FPÖ nicht nur einen Ball feiern, sondern auch „die Grundsteine für ihre nächsten Angriffe auf unser Sozial- und Gesundheitssystem, sowie auf die Rechte von Arbeitern und Migranten” legen würde. Auch nach Ende der blauen Regierungsbeteiligung solle der Protest damit weitergehen. Neben der „Offensive gegen Rechts” rufen auch die „Omas gegen rechts” zum Protest auf.

Gratisbus der ÖH nach Wien

An den Demonstrationen dürften aber nicht nur Personen aus Wien und Umgebung teilnehmen. Erwartet werden auch Teilnehmer aus der Steiermark. Denn das Kulturreferat der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH) an der Universität Graz hat einen Bus organisiert, für den man sich im Vorhinein zwar anmelden muss, dafür dann aber gerade am 24. Jänner gratis nach Wien und zurück nach Graz fahren kann. Im Beschreibungstext der Facebookveranstaltung „Kultref goes Wien” und auch im ÖH-Newsletter, der in der Regel an alle Studenten der Karl-Franzens-Universität Graz ausgeschickt wird, schreibt das Referat: „Nicht nur Graz hat ein reiches, kulturelles Angebot, sondern auch Wien”.

Neben fünf kulturellen Veranstaltungen findet sich allerdings auch der Hinweis auf die Facebookveranstaltung zur Demonstration der „Offensive gegen Rechts”. Im ÖH-Newsletter wurde sogar direkt darauf verlinkt. „Wer genug von rechter Provokation hat, kann sich der Demo gegen den Akademikerball anschließen”, heißt es seitens des Kulturreferats sowohl im ÖH-Newsletter als auch in der Beschreibung der Facebookveranstaltung. Auch der Kommunistische Studentenverband (KSV) weist auf seiner Facebookseite auf die Busfahrt nach Wien hin: „Antifa heißt Busfahren. Am 24. Jänner gratis nach Wien zur Demo gegen den FPÖ-Burschiball!”

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Uni-Rampe besetzt: Linksextreme werfen Tampons auf Burschenschafter

Stefan Juritz

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am

ASDF Linke und Linksextreme gegen den WKR-Bummel an der Uni Wien. Bild: privat.

Die Polizei hatte am Montag eine Kundgebung gegen den Bummel der Wiener Studentenverbindungen untersagt. Die linke Szene reagierte am Mittwoch mit einer Sitzblockade an der Uni-Rampe.

Wien. – Heute Mittag haben verschiedene linke Gruppen, darunter die ÖH Uni Wien, aber auch Linksextreme von der autonomen antifa w, die Rampe der Universität Wien besetzt, um gegen den wöchentlichen Farbenbummel des Wiener Korporationsringes (WKR), dem vor allem schlagende Studentenverbindungen angehören, zu protestieren.

Linke werfen mit Tampons

Laut Augenzeugenberichten beteiligten sich etwa 30 Personen an der Sitzblockade an der Uni-Rampe, 50 weitere Linke protestierten an der Treppe davor. Die Demonstranten hielten Schilder wie „Gegen Rechtsextremismus und Polizeiwillkür!” und „Niemand hat das Recht zu gehorchen” hoch und riefen Parolen. Aus der Sitzblockade wurden rot angemalte Tampons auf die Verbindungsstudenten geworfen.

Eines der Tampons, das Demonstranten auf die Korporierten warfen. Foto: privat

Mutmaßliche Einschüchterungsversuche

Wie die Tagesstimme erfuhr, habe es darüber hinaus auch Einschüchterungsversuche gegen jenen Burschenschafter gegeben, der am vergangenen Mittwoch von Linksextremen gewalttätig angegriffen und leicht verletzt worden war.

Nach Ende des Farbenbummels eskortierte die Polizei die Korporierten zu ihrem Ausklang auf ein Wiener Verbindungshaus.

Seit Dienstag hatte die ÖH Uni Wien, die Plattform Radikale Linke, die Jüdischen österreichischen HochschülerInnen und die autonome antifa w zur Besetzung der Uni-Rampe aufgerufen. Zuvor hatte die Polizei bereits am Montag eine für Mittwoch geplante Kundgebung der ÖH gegen den WKR-Bummel untersagt.


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„Gegen Burschenschafter: ÖH will heute Uni-Rampe besetzen” (22.01.2020)

„Steirische Burschenschaften reagieren auf ‚linksextreme Einzelfälle’ ” (16.01.2020)

„FPÖ verurteilt ‚linke Gewaltexzesse’ an Uni Wien scharf” (15.01.2020)

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Gegen Burschenschafter: ÖH will heute Uni-Rampe besetzen

Stefan Juritz

Veröffentlicht

am

ASDF Symbolbild (Hauptgebäude Universität Wien): Alexander Johmann via Flickr [CC BY-SA 2.0] (Bild zugeschnitten)

Die Auseinandersetzung zwischen Linken und Rechten an der Universität Wien geht am heutigen Mittwoch weiter.

Wien. – Die ÖH Uni Wien, die Plattform Radikale Linke und die Jüdischen österreichischen HochschülerInnen haben gemeinsam für heute Mittag um 12 Uhr die Besetzung der Rampe an der Universität Wien angekündigt. Damit wollen die linken und linksradikalen Studenten gegen den dort mittwochs stattfindenden „Farbenbummel” der Studentenverbindungen des Wiener Korporationringes (WKR) protestieren.

Polizei untersagt ÖH-Kundgebung

Eine geplante Kundgebung der ÖH sei am Montag untersagt worden, berichtet die Studentenvertretung auf ihrer Facebook-Seite: „Diese skandalöse Entscheidung reiht sich ein in eine lange Kette von Diffamierungsversuchen, Demoverboten und anderen Formen der Repression gegen antifaschistische Proteste!”

RFS spricht von „Mega-Skandal”

Der Ring Freiheitlicher Studenten (RFS) ortet in der angekündigten Besetzung der Uni-Rampe einen „Mega-Skandal”. „Der linksextreme Schlägertrupp der ÖH Uni Wien, der bereits letzte Woche mehrere Verletzte zu verschulden hatte, ruft dazu auf sich gegen die Untersagung der Polizei zu stellen und den Aufgang zur Universität zu blockieren!”, kommentierten die blauen Studenten den ÖH-Beitrag auf Facebook.

Linksextremer Überfall in der Vorwoche

Vergangenen Mittwoch hatten Linksextreme an der Universität Wien einen Burschenschafter tätlich angegriffen. Der junge Studenten erlitt bei dem Angriff leichte Verletzungen und wurde anschließend im Krankenhaus behandelt. Die Polizei konnte zwei Tatverdächtige vorübergehend festnehmen. Die beiden wurden „nach sofortiger Vernehmung über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien auf freiem Fuß angezeigt”, wie eine Pressesprecherin der Polizei auf Anfrage der Tagesstimme mitteilte.


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