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Gesellschaft

Neues von rechts: Historikerbericht, Tumult & Che Guevara

Stefan Juritz

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Bei der Präsentation des FPÖ-Historikerberichts: Thomas Grischany (li.), Christian Hafenecker (mi.) und Andreas Mölzer (re.). Screenshot: FPÖ-TV

Die FPÖ muss für ihren Historikerbericht wenig überraschend einige Kritik einstecken. Anfang Januar erscheint die neunte Nummer der TUMULT-Werkreihe. Und die aktuelle Ausgabe des Attersee Reports widmet sich der linken Ikone Che Guevara.

Am 23. Dezember präsentierte die FPÖ ihren Historikerbericht, der sich mit der eigenen Parteigeschichte auseinandersetzt. Bei der kurzfristig am Montag angesetzten Pressekonferenz stellte FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker gemeinsam mit dem Koordinator der Historikerkommission, Andreas Mölzer, sowie dem Historiker und Co-Autor des Berichts, Thomas Grischany, den fast 700 Seiten starken Bericht vor.

Hafenecker ging bei der Präsentation mit den Kritikern scharf ins Gericht. Diese hätten den Historikerbericht noch gar nicht gekannt, dem Werk aber sofort wissenschaftliche Mängel vorgeworfen. Außerdem ist laut Auskunft des FPÖ-Generalsekretärs keiner der Kritiker bereit gewesen, sich bei einer gemeinsamen Podiumsdiskussion mit dem Historikerbericht und seiner Ergebnisse auseinanderzusetzen. Insgesamt habe man bei 30 Personen angefragt: „Zuerst gab es vorsichtige Zusagen und dann wurden plötzlich die Rollbalken runtergefallen, niemand war bereit zu diskutieren“, so Hafenecker.

Von den etablierten Medien und FPÖ-Gegnern hagelte es wenig überraschend umgehend dennoch große Kritik sowohl am Datum der Präsentation als auch am Inhalt des Berichts. Die Historikerin Heidemarie Uhl warf der FPÖ „mangelnde selbstkritische Auseinandersetzung” vor und der „Pagiatsjäger” Stefan Weber soll bei einer Prüfung von Beiträgen des Historikers Michael Wladika „zahlreiche Übereinstimmungen” mit Wikipedia-Artikeln gefunden haben.

In der ZiB 2 trat daraufhin Andreas Mölzer auf und lieferte sich einen Schlagabtausch mit Moderator Armin Wolf. Das Interview, in dem Mölzer die Arbeit der Historikerkommission verteidigt, kann man sich hier ansehen.

Einen Kommentar zu den Vorgängen um den Historikerbericht verfasste Tagesstimme-Redakteur Julian Schernthaner: „Die fragwürdigen Weihnachtsgeschenke der Freiheitlichen”

Plädoyer für einen aufgeklärten Konservatismus

Am 8. Januar 2020 erscheint mit Egon Flaigs „Was nottut. Plädoyer für einen aufgeklärten Konservatismus” der bereits 9. Band der Werkreihe von TUMULT.

In der Beschreibung von TUMULT heißt es zum neuen Werk: „Die Demokratie, so entnimmt man dem kurzatmigen Krisengerede, sei eine akut gefährdete und somit besonders zu schützende Spezies. Fahrlässig ausgeblendet wird dabei die Erkenntnis, dass die westlichen Gesellschaften sich seit Jahrzehnten in einer tiefgehenden, geradezu selbstzerstörerischen Krise befinden – haben sie es doch nach den politischen Katastrophen im frühen 20. Jahrhundert versäumt, sich ihrer selbst, d.h. ihrer republikanisch-liberalen Tradition, bewusst zu werden. Die für die Lage Europas so folgenreichen Zäsuren von 1989 oder 2015 sind weitere sinnfällige Wegmarken ihres Dilemmas.

‚Konservative unterscheiden sich von den Fortschrittsgläubigen vor allem durch das geschärfte Bewußtsein, daß alle Errungenschaften auf diesem Planeten teuer erkauft wurden, mit hohem Einsatz und Mühe der Generationen vor uns. Konservative lassen diese kulturellen
und menschlichen Kosten nicht aus dem kritischen Auge. Sie rechnen mit der Verlierbarkeit aller Dinge, die unser Leben lebenswert machen.’ Egon Flaig”

Das Buch kostet 19,90 Euro und kann hier vorbestellt werden: „Egon Flaig: Was nottut. Plädoyer für einen aufgeklärten Konservatismus”

Attersee Report: „Che Guevara – Held und Narr”

Die aktuelle Ausgabe des freiheitlichen Attersee Reports befasst sich mit der linken Ikone Ernesto „Che” Guevara. Über den kommunistischen Revolutionär schreiben Jörg Sobolewski („Von einem ungläubigen Heiligen”), Siegfried Waschnig („Die Dämonen des Che Guevara” / „Götzendämmerung”), Norbert Nemeth („Rache für den toten Gott”) und Julian Schernthaner („Revolutionär, Massenmörder, Sexsymbol”). Weitere Beiträge steuern Eike Dohr („Die Theorie des Partisanen”), Lukas Mitterwegger („Feind im Hinterland”), Walter Gehr („Kuba in der Welt”) und Jörg Mayer („Miguel de Unamuno”) sowie Gerhard Rihl („Guerrillero heroico”) bei. Außerdem findet sich in der Ausgabe ein Interview mit Lisa Licentia über „Identitäre Revolutionäre” sowie ein Bericht von den Hayek-Tagen 2019.

Den aktuellen Attersee Report kann man hier kostenlos herunterladen: „Che Guevara – Held und Narr”

Best of Ruhrpott Roulette

Nach einigen Wochen hört man auch wieder was vom patriotischen Satire-Format Ruhrpott Roulette. Die aktuelle Folge ist ein „Best Of” aus dem vergangenen Jahr: „Was haben wir 2019 so getrieben? Was denken Kai und Marius selber darüber und wie geht es weiter? Einen Auszug unserer Favoriten seht ihr hier!”

Laut Gedacht und die SPD-Politikerin Saskia Esken

Wie jeden Donnerstag erschien auch diesmal wieder eine neue Folge Laut Gedacht: „Während ihrer Zeit als Vorsitzende des Elternbeirates in Baden-Württemberg konnte Esken ganze zwei Jahre lang ihren Führungsstil schleifen und war sich dabei nicht zu fein, sich auch mal selbst die Hände schmutzig zu machen.”

1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Avatar

    Zickenschulze

    29. Dezember 2019 at 13:47

    Zu Che Guevara
    Echt gute Lektüre.
    Zum Teil waren mir die Verbindungen der Tochter Monika Ertl bekannt.

    Diagnose:
    Unterm Strich, sei es bei Che wie bei Monika, beide sind Kinder entbehrter Elternliebe.
    Wer heute noch Che anhimmelt ist ein Träumer.
    Er war ein verwöhnter Narr.

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Gesellschaft

Wiener Akademikerball: Platzverbot und Gratisbus zur Demo

Monika Šimić

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ASDF Bild: Am Freitag findet in der Hofburg der Wiener Akademikerball statt, gegen den linke Akteure demonstrieren wollen / Bild: Bwag [CC BY-SA 3.0 AT] (Bild zugeschnitten)

Gegen den Wiener Akademikerball wollen neben der „Offensive gegen Rechts” auch die „Omas gegen Rechts” demonstrieren.

Wien/Graz. – Am Freitag findet in der Wiener Hofburg der Akademikerball statt – und wie eine Woche zuvor auch schon in Graz will man von linker Seite dagegen demonstrieren. Zum Protest gegen den Ball hat etwa die „Offensive gegen Rechts” aufgerufen. Um den Ballgästen eine sichere Zufahrt zum Veranstaltungsort zu ermöglichen, hat die Landespolizeidirektion Wien ein Platzverbot rund um die Hofburg verordnet.

Wirbel um Sellner-Teilnahme am Ball

Beim Wiener Akademikerball werden FPÖ-Bundesparteichef Norbert Hofer und der Wiener Vizebürgermeister Dominik Nepp (FPÖ) eine Rede halten. Erst vor wenigen Tagen sorgte die mittlerweile bestätigte Teilnahme Martin Sellners am Akademikerball für Kritik. Der ÖVP-Nationalratsabgeordnete Martin Engelberg warf der FPÖ eine fehlende Distanz und „keine klare Haltung” gegenüber der Identitären Bewegung vor. Sellner schrieb daraufhin auf Twitter: „Wie peinlich. Meine Ballbesuche sollten nicht Thema der Innenpolitik sein”.

Zwei Demonstrationen angekündigt

Wie schon in den Jahren zuvor demonstrieren linke Gruppierungen auch heuer wieder gegen die traditionelle Ballveranstaltung. In der Beschreibung der Facebookveranstaltung zur Demonstration heißt es seitens der „Offensive gegen Rechts”, dass die FPÖ nicht nur einen Ball feiern, sondern auch „die Grundsteine für ihre nächsten Angriffe auf unser Sozial- und Gesundheitssystem, sowie auf die Rechte von Arbeitern und Migranten” legen würde. Auch nach Ende der blauen Regierungsbeteiligung solle der Protest damit weitergehen. Neben der „Offensive gegen Rechts” rufen auch die „Omas gegen rechts” zum Protest auf.

Gratisbus der ÖH nach Wien

An den Demonstrationen dürften aber nicht nur Personen aus Wien und Umgebung teilnehmen. Erwartet werden auch Teilnehmer aus der Steiermark. Denn das Kulturreferat der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH) an der Universität Graz hat einen Bus organisiert, für den man sich im Vorhinein zwar anmelden muss, dafür dann aber gerade am 24. Jänner gratis nach Wien und zurück nach Graz fahren kann. Im Beschreibungstext der Facebookveranstaltung „Kultref goes Wien” und auch im ÖH-Newsletter, der in der Regel an alle Studenten der Karl-Franzens-Universität Graz ausgeschickt wird, schreibt das Referat: „Nicht nur Graz hat ein reiches, kulturelles Angebot, sondern auch Wien”.

Neben fünf kulturellen Veranstaltungen findet sich allerdings auch der Hinweis auf die Facebookveranstaltung zur Demonstration der „Offensive gegen Rechts”. Im ÖH-Newsletter wurde sogar direkt darauf verlinkt. „Wer genug von rechter Provokation hat, kann sich der Demo gegen den Akademikerball anschließen”, heißt es seitens des Kulturreferats sowohl im ÖH-Newsletter als auch in der Beschreibung der Facebookveranstaltung. Auch der Kommunistische Studentenverband (KSV) weist auf seiner Facebookseite auf die Busfahrt nach Wien hin: „Antifa heißt Busfahren. Am 24. Jänner gratis nach Wien zur Demo gegen den FPÖ-Burschiball!”

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Gesellschaft

Uni-Rampe besetzt: Linksextreme werfen Tampons auf Burschenschafter

Stefan Juritz

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ASDF Linke und Linksextreme gegen den WKR-Bummel an der Uni Wien. Bild: privat.

Die Polizei hatte am Montag eine Kundgebung gegen den Bummel der Wiener Studentenverbindungen untersagt. Die linke Szene reagierte am Mittwoch mit einer Sitzblockade an der Uni-Rampe.

Wien. – Heute Mittag haben verschiedene linke Gruppen, darunter die ÖH Uni Wien, aber auch Linksextreme von der autonomen antifa w, die Rampe der Universität Wien besetzt, um gegen den wöchentlichen Farbenbummel des Wiener Korporationsringes (WKR), dem vor allem schlagende Studentenverbindungen angehören, zu protestieren.

Linke werfen mit Tampons

Laut Augenzeugenberichten beteiligten sich etwa 30 Personen an der Sitzblockade an der Uni-Rampe, 50 weitere Linke protestierten an der Treppe davor. Die Demonstranten hielten Schilder wie „Gegen Rechtsextremismus und Polizeiwillkür!” und „Niemand hat das Recht zu gehorchen” hoch und riefen Parolen. Aus der Sitzblockade wurden rot angemalte Tampons auf die Verbindungsstudenten geworfen.

Eines der Tampons, das Demonstranten auf die Korporierten warfen. Foto: privat

Mutmaßliche Einschüchterungsversuche

Wie die Tagesstimme erfuhr, habe es darüber hinaus auch Einschüchterungsversuche gegen jenen Burschenschafter gegeben, der am vergangenen Mittwoch von Linksextremen gewalttätig angegriffen und leicht verletzt worden war.

Nach Ende des Farbenbummels eskortierte die Polizei die Korporierten zu ihrem Ausklang auf ein Wiener Verbindungshaus.

Seit Dienstag hatte die ÖH Uni Wien, die Plattform Radikale Linke, die Jüdischen österreichischen HochschülerInnen und die autonome antifa w zur Besetzung der Uni-Rampe aufgerufen. Zuvor hatte die Polizei bereits am Montag eine für Mittwoch geplante Kundgebung der ÖH gegen den WKR-Bummel untersagt.


Weiterlesen:

„Gegen Burschenschafter: ÖH will heute Uni-Rampe besetzen” (22.01.2020)

„Steirische Burschenschaften reagieren auf ‚linksextreme Einzelfälle’ ” (16.01.2020)

„FPÖ verurteilt ‚linke Gewaltexzesse’ an Uni Wien scharf” (15.01.2020)

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Gesellschaft

Gegen Burschenschafter: ÖH will heute Uni-Rampe besetzen

Stefan Juritz

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ASDF Symbolbild (Hauptgebäude Universität Wien): Alexander Johmann via Flickr [CC BY-SA 2.0] (Bild zugeschnitten)

Die Auseinandersetzung zwischen Linken und Rechten an der Universität Wien geht am heutigen Mittwoch weiter.

Wien. – Die ÖH Uni Wien, die Plattform Radikale Linke und die Jüdischen österreichischen HochschülerInnen haben gemeinsam für heute Mittag um 12 Uhr die Besetzung der Rampe an der Universität Wien angekündigt. Damit wollen die linken und linksradikalen Studenten gegen den dort mittwochs stattfindenden „Farbenbummel” der Studentenverbindungen des Wiener Korporationringes (WKR) protestieren.

Polizei untersagt ÖH-Kundgebung

Eine geplante Kundgebung der ÖH sei am Montag untersagt worden, berichtet die Studentenvertretung auf ihrer Facebook-Seite: „Diese skandalöse Entscheidung reiht sich ein in eine lange Kette von Diffamierungsversuchen, Demoverboten und anderen Formen der Repression gegen antifaschistische Proteste!”

RFS spricht von „Mega-Skandal”

Der Ring Freiheitlicher Studenten (RFS) ortet in der angekündigten Besetzung der Uni-Rampe einen „Mega-Skandal”. „Der linksextreme Schlägertrupp der ÖH Uni Wien, der bereits letzte Woche mehrere Verletzte zu verschulden hatte, ruft dazu auf sich gegen die Untersagung der Polizei zu stellen und den Aufgang zur Universität zu blockieren!”, kommentierten die blauen Studenten den ÖH-Beitrag auf Facebook.

Linksextremer Überfall in der Vorwoche

Vergangenen Mittwoch hatten Linksextreme an der Universität Wien einen Burschenschafter tätlich angegriffen. Der junge Studenten erlitt bei dem Angriff leichte Verletzungen und wurde anschließend im Krankenhaus behandelt. Die Polizei konnte zwei Tatverdächtige vorübergehend festnehmen. Die beiden wurden „nach sofortiger Vernehmung über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien auf freiem Fuß angezeigt”, wie eine Pressesprecherin der Polizei auf Anfrage der Tagesstimme mitteilte.


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„Steirische Burschenschaften reagieren auf ‚linksextreme Einzelfälle’ ” (16.01.2020)

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