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„Sea-Watch 3“ wieder im Mittelmeer unterwegs

„Wir werden niemals aufhören Menschen aus Seenot zu retten, egal wie viele Steine uns in den Weg geworfen werden“, erklärte der Einsatzleiter des Schiffes.

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<p>Bild (Sea Watch 3): Chris Grodotzki / SeaWatch.org via <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:4_grodotzki_seawatch3_20181219_3388.jpg">Wikimedia Commons</a> [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.en">CC BY-SA 4.0</a>] (Bild zugeschnitten)</p>

Bild (Sea Watch 3): Chris Grodotzki / SeaWatch.org via Wikimedia Commons [CC BY-SA 4.0] (Bild zugeschnitten)

Licata. Das Schiff der deutschen Mittelmeer-NGO „Sea Watch“ ist nach einer fast sechs Monate langen Beschlagnahmung wieder im Einsatz. Wie die NGO via Twitter mitteilte, habe das Schiff den Hafen von Licata in Sizilien am Montag verlassen und sei nun auf dem Weg Richtung Libyen.

— Sea-Watch (@seawatchcrew) December 30, 2019

Schiff segelt nun unter deutscher Flagge

Die „Sea-Watch 3“ erregte internationale Aufmerksamkeit, als die deutsche Kapitänin Carola Rackete Ende Juni mit 53 Migranten unterlaubt in einen italienischen Hafen gefahren war. Sie wurde daraufhin vorübergehend festgenommen und das Schiff wurde beschlagnahmt. Ein Gericht hatte vor Weihnachten die Beschlagnahmung des Schiffes, das mittlerweile unter deutscher Flagge segelt, aufgehoben.

Indes haben im östlichen Mittelmeer mehr als 450 Menschen aus der Türkei nach Griechenland übergesetzt. Wie das Staatsradio (ERT) am Montag unter Berufung auf die Küstenwache in Piräus berichtete, kamen die Menschen auf Lesbos, Chios, Kos und Samos, aber auch auf kleineren Inseln wie Farmakonisi (109 Migranten) und Pserimos (zehn) an.

Mehr Ankünfte in Griechenland

Nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) kamen dieses Jahr bis zum 22. Dezember 73.377 Migranten aus der Türkei nach Griechenland. Das seien knapp 23.000 mehr als im Vorjahr. Die Lager in Griechenland sind mit mehr als 42.000 heillos überfüllt.

Bereits vor einer Woche hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan vor einer neuen Fluchtwelle gewarnt. Erdogan sprach von 80.000 Menschen, die in die Türkei unterwegs seien. Diese Last könne sei Land aber nicht alleine schultern, beteuerte Erdogan. „Alle europäischen Länder, insbesondere Griechenland, werden die negativen Folgen zu spüren bekommen“, warnte der türkische Präsident.

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