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Leipzig

Polizist musste nach Angriff durch mutmaßliche Linksextremisten operiert werden

Im Leipziger Stadtteil Connewitz wurde ein Polizist bei Silvester-Ausschreitungen so schwer verletzt, dass er operiert werden musste. Die „Soko LinX“ ermittelt in dem Fall nun wegen versuchten Totschlags.

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<p>Bild: Polizisten bei einer Demonstration in Leipzig / Bild:  <a href="https://www.flickr.com/photos/de_havilland/30846092265/">flickr</a> <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">CC BY 2.0</a> (Bild zugeschnitten)</p>

Bild: Polizisten bei einer Demonstration in Leipzig / Bild: flickr CC BY 2.0 (Bild zugeschnitten)

Leipzig. Während man in den meisten Teilen der Welt friedlich ins neue Jahr startete, kam es unter anderem in Deutschland zu Ausschreitungen mit mehreren Verletzten. Im linksgeprägten Leipziger Szeneviertel Connewitz etwa wurde ein Polizist so schwer verletzt, dass er das Bewusstsein verlor und operiert werden musste.

Polizei mit Pyrotechnik beschossen

Kurz nach Mitternacht fanden sich über eintausend Menschen am Connewitzer Kreuz zusammen. Nach dem Silvesterfeuerwerk wurden gegen 00:15 Uhr Polizeibeamte an der Selneckerstraße und an der Wiedebachstraße „massiv mit Steinen, Flaschen und Feuerwerkskörpern angegriffen“, wie es in einer aktuellen Pressemitteilung der Polizei Sachsen heißt. Eine Gruppe von Gewalttätern habe versucht, einen brennenden Einkaufswagen mitten in eine Einheit der Bereitschaftspolizei zu schieben und habe diese massiv mit Pyrotechnik beschossen, wie es in der Pressemitteilung weiter heißt.

Polizeibeamter musste operiert werden

Dabei wurde ein 38-jähriger Beamter so schwer verletzt, dass er das Bewusstsein verlor und im Krankenhaus operiert werden musste. Die Sonderkommission Linksextremismus (Soko LinX) ermittelt in dem Fall nun wegen versuchten Totschlags. „Polizeibeamte sind Menschen. Es ist erschreckend, wie skrupellos Personen in der Silvesternacht am Connewitzer Kreuz durch offensichtlich organisierte Angriffe schwerste Verletzungen von Menschen verursachen bzw. in Kauf nehmen“, sagte Polizeipräsident Torsten Schultze zu dem Vorfall. Er betonte auch: „Es gibt keine rechtsfreien Räume“.

Im Zuge der Ausschreitungen wurden drei weitere Polizeibeamte leicht verletzt. Insgesamt nahm die Polizei neun Personen vorrübergehend fest, davon wurden drei bereits in der Nacht wieder entlassen. Die Polizei ermittelt neben den genannten Delikten auch wegen schweren Landfriedensbruchs und Körperverletzungsdelikten.

Wöller: „Angriff auf Menschenleben“

Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) sprach am Mittwoch von „bewussten und gezielten Angriffen auf Menschenleben“. Es seien „schwere Straftaten“ begangen worden, die mit aller Härte des Rechtsstaates verfolgt würden. „Dieses menschenverachtende Vorgehen grenzt an versuchten Totschlag“, sagte Wöller.

Für Aufregung sorgten die Twitter-Beiträge der Ex-Grünen Jutta Ditfurth und Linken-Politikerin Jule Nagel. „Anstatt die Polizei den Kiez einfach mal verlässt, läuft sie immer wieder behelmt durch die Menge, rennt Menschen um und löscht Feuer. Sinnlos“, schreibt Nagel. Ditfurth teilte indes einen anderen Twitter-Beitrag von Nagel und kommentierte diesen mit den Worten: „Neujahrsnacht: Polizei randaliert in #Connewitz #Leipzig“.

Connewitz für linksextreme Zwischenfälle bekannt

Das Leipziger Viertel Connewitz ist für seine besonders militante linke Szene überregional bekannt. Es kommt dort immer wieder zu Zusammenstößen von Linksautonomen mit der Polizei, auch Brandanschläge sind keine Seltenheit. Erst in der Nacht zum Montag verübten mutmaßliche Linksextreme einen Brandanschlag auf ein von der Polizeidirektion Leipzig und der Polizeibehörde der Stadt genutztes Gelände. Dabei wurden zwei Autos total zerstört, ein drittes schwer beschädigt. Die „Soko LinX“ hat die Ermittlungen übernommen. Auf einem einschlägigen linksautonomen Internetportal tauchte später ein Bekennerschreiben auf. Darin hieß es, dass man „Silvester vorverlegt“ habe. Weiter schrieben die Verfasser: „Nehmt ihr uns unsere Medien weg, dann machen wir eben euren Kram kaputt“. Damit spielen sie auf die im Jänner am Bundesverwaltungsgericht anstehende Verhandlung über das Verbot der Szene-Plattform linksunten.indymedia.org an.

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