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Gesellschaft

Uni Wien: Antifa ruft erneut zu Störaktion bei Höbelt-Vorlesung auf

Monika Šimić

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am

Symbolbild (Hauptgebäude Universität Wien): Alexander Johmann via Flickr [CC BY-SA 2.0] (Bild zugeschnitten)

Sollte die Leitung der Universität Wien „weiterhin nichts” gegen die Vorlesung von Lothar Höbelt unternehmen, sehe man sich „gezwungen am 14. Jänner den Lehrveranstaltungsbetrieb auf der Uni zu stören”.

Wien. In den vergangenen Wochen wurde die Vorlesung des Historikers Lothar Höbelt mehrmals gestört bzw. dagegen protestiert. Bei der ersten Aktion Mitte November entrollten etwa 40 linke und linksextreme Studenten ein Transparent und verlasen einen kurzen Text (Die Tagesstimme berichtete). Am 3. Dezember konnte die Vorlesung wegen erneuter Störaktionen gar nicht erst stattfinden. FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker bezeichnete den Vorfall als „linken Skandal der Sonderklasse”. Nun droht die „autonome antifa w” mit einer weiteren Störaktion.

Proteste gegen Burschenschafter geplant

Sollte die Unileitung weiterhin nichts unternehmen, sehen wir uns gezwungen am 14. Jänner den Lehrveranstaltungsbetrieb auf der Uni zu stören”, heißt es im Beschreibungstext der Facebook-Veranstaltung mit dem Titel „Antifaschistisch ins neue Jahr – Gegen Nazis an der Uni Wien!”. Die Universität Wien habe „dem braunen Treiben” nun über Wochen hinweg „tatenlos” zugesehen, so die Kritik seitens der „autonomen antifa w” und der „Plattform Radikale Linke”, die auf Facebook als Veranstalter der Störaktion auftreten. Neben der geplanten Störaktion in jenem Hörsaal, wo Höbelt immer seine Vorlesung hält, ist für den 15. Jänner außerdem ein Protest gegen den traditionellen Mittwochsbummel von Burschenschaften an der Rampe der Uni Wien geplant.

Solidarität mit Professor Höbelt

Nach den Störaktionen durch linke und linksextreme Personen Ende vergangenen Jahres reagierte die Universität Wien. Sie verbesserte die Sicherheitsmaßnahmen und stellte Sicherheitspersonal zur Verfügung, um die Abhaltung der Vorlesung zu gewährleisten. Ähnlich wie schon bei der letzten Vorlesung mobilisieren Personen aus patriotischen Protestgruppen in sozialen Medien auch dieses Mal gegen die Störaktionen der Antifa. „Wir werden uns als Studenten wieder solidarisch zeigen und mit einer entschlossenen Präsenz verdeutlichen, dass für derartige Umtriebe in Wien kein Platz ist”, ist auf Twitter etwa zu lesen.

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1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Avatar

    Zickenschulze

    4. Januar 2020 at 16:15

    Was man unter dem Pseudonym „Studenten“ alles hineinpacken darf, bedürfte auch mal einer Sanierung.
    Seit 50 Jahren sind Unis ein Tummelplatz und Brutstätten von „Habe nicht’s und Möchtegern‘s.

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Gesellschaft

Deutschland: Erntehelfer aus Osteuropa dürfen teilweise doch einreisen

Joshua Hahn

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Die Bundesregierung hat die Bestimmungen für die Saisonarbeit während der Corona-Krise zumindest teilweise gelockert.

Berlin. – Wie unter anderem „rbb24“ berichtet, haben sich Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und die Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) darauf verständigt, dass insgesamt 40.000 Osteuropäer zur Hilfe bei der Ernte einreisen dürfen – unter strengen Bedingungen. So dürfen diese nur arbeiten, wenn sie einer Gesundheitsprüfung einwilligen. Außerdem dürfen sie nur in Gruppen und per Flugzeug in die Bundesrepublik einreisen. Nach ihrer Ankunft müssen die Helfer für 14 Tage getrennt von anderen Gruppen arbeiten und werden weitestgehend isoliert.

Migranten mit Flüchtlingsstatus sollen ebenfalls helfen

Die Landesregierung in Baden-Württemberg hat außerdem beschlossen, dass in Deutschland lebende Migranten mit Flüchtlingsstatus ebenfalls bei der anstehenden Ernte helfen sollen, um den Mangel an Arbeitern zu kompensieren: „Wir wollen diese Flüchtlinge in Arbeit bringen – Arbeit dient der Integration“, erklärte Agrarminister Peter Hauk.

Der Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer zeigte sich laut Bericht der „Welt“ ob dieser Forderung wenig begeistert. Da die genannte Gruppe sozialversicherungspflichtig sei, hätten die rumänischen Arbeiter klare Priorität. Sollten diese nicht ausreichen, könnten beispielsweise Studenten, Schüler und Hausfrauen aushelfen.

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Gesellschaft

Merkel: „Eine Pandemie kennt keine Feiertage“

Joshua Hahn

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Angesichts der aktuellen Situation hat die Bundesregierung beschlossen, die Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus bis nach Ostern zu verlängern. Die Bundeskanzlerin forderte außerdem die Bevölkerung dazu auf, auf Familienbesuche zu verzichten.

Berlin. – Laut Bericht der „Tagesschau“ gab Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach einer Telefonkonferenz mit den Ministerpräsidenten der Länder bekannt, dass die Maßnahmen bis mindestens zum 19. April gültig seien. Insbesondere in Bezug auf die anstehenden Feiertage richtete die Kanzlerin den dringenden Appell an die Bürger, auf Familienbesuche zu verzichten: „Eine Pandemie kennt keine Feiertage“.

 „Weit entfernt“ von Zielen

Merkel zufolge sei man „weit davon entfernt“, die vorgesehenen Ziele bei der Bekämpfung des Coronavirus zu erreichen. Es sei nicht unwahrscheinlich, dass die Maßnahmen auch nach der aktuellen Frist fortbestehen müssten. Aktuell zumindest sei eine Lockerung der Maßnahmen „bei weitem“ nicht denkbar.

Laut Bericht der „Bild“ bestätigte auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) diese Tendenz und warnte vor „voreiligen Exit-Debatten“ – trotz dem teils positiven Trend in Deutschland. Bislang sind in Deutschland im Vergleich zu vielen anderen Ländern trotz teilweise hoher Zahlen von Erkrankten vergleichsweise wenige Patienten an Covid-19 verstorben.

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Gesellschaft

Grazer Volkskundemuseum sucht Objekte aus dem Corona-Alltag

Monika Šimić

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Das Volkskundemuseum möchte den aktuellen Umgang mit der Pandemie dokumentieren und die verschiedensten Objekte sammeln, die den Alltag in Zeiten von Corona sichtbar machen.

Graz. – Dass die Corona-Krise Auswirkungen auf alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens hat, merkt man schon an der von diesem Thema dominierten medialen Berichterstattung. Weil der Einfluss so groß ist, hat sich das Grazer Volkskundemuseum dazu entschlossen, seine Dauerausstellung neu zu konzipieren. Das Museum will nun Dokumente und Objekte sammeln, die den Alltag in Zeiten des Coronavirus sichtbar machen.

Notizen, Tagebücher, Fotos

Corona erfordert von uns allen neues Alltagshandeln und auch Strategien, mit dieser schwierigen und sich tagtäglich ändernden Situation zurechtzukommen. Das Volkskundemuseum möchte den aktuellen Umgang mit der Pandemie dokumentieren und sammelt deshalb Notizen und Objekte, die den Alltag in Zeiten von Corona sichtbar machen”, beschreibt Kuratiorin Birgit Johler den Aufruf. Es sei ein wichtiges Anliegen, auch Veränderungen und Einschnitte in die Gesellschaft zu dokumentieren, wie es auf der Website des Volkskundemuseums heißt. Gesucht werden daher die unterschiedlichsten Dinge, die den neuen Alltag der Menschen wiederspiegeln. Laut Beschreibung auf der Website fällt eine Aufmunterung für Mitbewohner ebenso darunter wie ein Zeichen nachbarschaftlicher Unterstützung, eine Dankesbekundung für geleistete Hilfe, ein Tagebuch oder Auszüge davon, ein Foto von getroffenen Schutzmaßnahmen in der Arbeit oder ein Familienvideo an die Großeltern.

Jeder kann mitmachen

Auch wenn das Museum seit 7. Jänner geschlossen hat, schlafen die für die neue Ausstellung Verantwortlichen nicht. Man baue bereits um und eröffne im Frühjar 2021, heißt es auf der Seite weiter. Themenbereiche der Ausstellung sollen zunehmender Wohlstand, steigender Konsum, Herkunft, Veränderungen in der Arbeitswelt, Mobilität und Migration (in die und aus der Steiermark), Umwelt, Gegenkultur und Gegentrends oder etwa „richtig wichtig ‚Steirisches” sein.

Wer dem Museum Objekte für die „Corona-Ausstellung” zur Verfügung stellen möchte, kann über ein Webformular Kontakt mit dem dafür zuständigen Mitarbeiter aufnehmen und dabei auch gleich Objektvorschläge einreichen. Hier geht’s zum Formular!

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