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Gesellschaft

Mittelmeer-NGOs: Marx spendet 50.000 Euro aus Mitteln des Erzbistums

Monika Šimić

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am

Bild: Kardinal Marx (CC0)

Mit den Spenden will das Bündnis „United 4 Rescue” ein Schiff anschaffen, das man dann der Mittelmeer-NGO „Sea-Watch” zur Verfügung stellen will.

München. Der Münchner Erzbischof Kardinal Reinhard Marx hat erneut eine Spende für ein Mittelmeer-NGO-Projekt getätigt. Auf Anfrage des Evangelischen Pressedienstes bestätigte das Erzbistum München-Freising am Dienstag, dass Marx eine Spende in Höhe von 50.000 Euro für das geplante Schiff des Bündnisses „United 4 Rescue” geleistet hat. Das Geld stamme aus Mitteln des Erzbistums, die dem Kardinal aus dem Haushalt zur Verfügung stünden, sagte ein Sprecher. Das Bündnis bestätigte den Eingang der Spende.

Schiff für „Sea-Watch”

United 4 Rescue” möchte ein Schiff für die Aufnahme von Migranten im Mittelmeer anschaffen. Dafür werde rund eine Million Euro benötigt, hieß es. Das Schiff soll der Mittelmeer-NGO „Sea-Watch” zur Verfügung gestellt werden. Laut der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) beteiligten sich an dem Vorhaben bislang rund 150 Organisationen, darunter evangelische Landeskirchen, aber auch die Arbeiterwohlfahrt und die italienische Stadt Palermo. Die katholische Deutsche Bischofskonferenz, deren Vorsitzender Kardinal Marx ist, hatte erklärt, sich nicht an dem Bündnis zu beteiligen.

Nicht die erst Spende an Mittelmeer-NGO

Bereits im Oktober 2018 leistete Marx eine Spende in Höhe von 50.000 Euro an die „Mission Lifeline” und sorgte dafür für Kritik. Der kirchenpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Bundestag, Volker Münz, nannte es damals „ein Unding, dass Kardinal Marx das private Rettungsschiff ‚Lifeline’ mit Mitteln aus der Kirchensteuer unterstützt”. Die Arbeit von „Lifeline“ sei „nur scheinbar christlich“. Durch die Präsenz solcher Schiffe im Mittelmeer würden viele Menschen erst angelockt, sich auf die gefährliche Reise zu begeben und ihr Leben zu riskieren. Neben Kardinal Marx spendete aber auch der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker 50.000 Euro an die „Mission Lifeline” (Die Tagesstimme berichtete).

Kritik an Kardinal Marx

Für Marx hagelte es vor gut einem Jahr außerdem auch Kritik, weil er den Begriff „christliches Abendland” kritisierte. Dieser sei seiner Meinung nach „vor allem ausgrenzend”. Nach dieser Äußerung forderte der Priesterkreis Communio veritatis den Kardinal zum Rücktritt auf. Der Vorwurf lautete auf Amtsmissbrauch. Marx würde die Sakramente der Kirche als seinen Privatbesitz ansehen, den er beliebig auf dem Altar des Zeitgesites opfere.

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6 Kommentare

6 Comments

  1. Avatar

    Klasube

    8. Januar 2020 at 10:41

    Marx würde die Sakramente der Kirche als seinen Privatbesitz ansehen, den er beliebig auf dem Altar des Zeitgesites opfere.” „M” wie in Marx und „M” wie in Merkel. Beide tun so, als wären sie niemandem Rechenschaft schuldig.
    Beteiligt sich dieser „Scheinheilige” dann auch an den Folgekosten? Übernimmt er dann auch Verantwortung, wenn wieder „etwas passiert”? Nein – das alles wird auf die Allgemeinheit abgewälzt!
    Ich persönlich habe den Trost, dass er nicht mein Geld für die Spende mißbraucht, denn ich bin bereits seit langem aus der Kirche ausgetreten – man kann spekulieren, weshalb…!

  2. Avatar

    Zickenschulze

    8. Januar 2020 at 11:24

    Mittelmeer-NGOs: Marx spendet 50.000 Euro aus Mitteln des Erzbistums”

    Ist doch irre, wo die blanke Not vor unseren Haustüren zigtausend fach anklopft.

  3. Avatar

    Widerstand.

    8. Januar 2020 at 11:53

    DIE FÜHRUNG DER KIRCHE, TEIL DES SYSTEMS, IST TEIL DER MULTIKULTIAGENDA DES SYSTEMS. Handlanger müssen dies umsetzen.

  4. Avatar

    Klasube

    8. Januar 2020 at 16:32

    Die Herren Erzbischöfe Marx und Becker sollten lieber persönlich an Bord der „Seenotretter” mit Hand anlegen, als das Geld anderer Leute zu veruntreuen. Dann könnten sie wenigstens für diejenigen, die denken mit der „Rettung” etwas Gutes zu tun, als Vorbilder dienen. Das ist ihnen dann wohl aber doch zu trivial und unbequem.
    Mir fielen auf Anhieb andere, sinnvollere Möglichkeiten ein, die 50.000 Euro zu investieren…!

  5. Avatar

    Federico Harden

    9. Januar 2020 at 10:08

    Anfrage:
    Auf welches Konto kann ich für die Mittelmeer-NGO „Sea-Watch” meine Spende überweisen?

  6. Avatar

    Thomas Walde

    9. Januar 2020 at 12:30

    Dieser Marx ist wohl eine schwere Prüfung für einen braven Christen. Ich hoffe, die Kirche in Deutschland übersteht ihn, ohne schlimmeren Schaden.
    Marx – da gab es schon mal einen. Der hatte auch gern das Geld anderer (Engels) Verschwendet. Ob das am Namen liegt, oder sind die verwandt?

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Gesellschaft

Wiener Akademikerball: Platzverbot und Gratisbus zur Demo

Monika Šimić

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ASDF Bild: Am Freitag findet in der Hofburg der Wiener Akademikerball statt, gegen den linke Akteure demonstrieren wollen / Bild: Bwag [CC BY-SA 3.0 AT] (Bild zugeschnitten)

Gegen den Wiener Akademikerball wollen neben der „Offensive gegen Rechts” auch die „Omas gegen Rechts” demonstrieren.

Wien/Graz. – Am Freitag findet in der Wiener Hofburg der Akademikerball statt – und wie eine Woche zuvor auch schon in Graz will man von linker Seite dagegen demonstrieren. Zum Protest gegen den Ball hat etwa die „Offensive gegen Rechts” aufgerufen. Um den Ballgästen eine sichere Zufahrt zum Veranstaltungsort zu ermöglichen, hat die Landespolizeidirektion Wien ein Platzverbot rund um die Hofburg verordnet.

Wirbel um Sellner-Teilnahme am Ball

Beim Wiener Akademikerball werden FPÖ-Bundesparteichef Norbert Hofer und der Wiener Vizebürgermeister Dominik Nepp (FPÖ) eine Rede halten. Erst vor wenigen Tagen sorgte die mittlerweile bestätigte Teilnahme Martin Sellners am Akademikerball für Kritik. Der ÖVP-Nationalratsabgeordnete Martin Engelberg warf der FPÖ eine fehlende Distanz und „keine klare Haltung” gegenüber der Identitären Bewegung vor. Sellner schrieb daraufhin auf Twitter: „Wie peinlich. Meine Ballbesuche sollten nicht Thema der Innenpolitik sein”.

Zwei Demonstrationen angekündigt

Wie schon in den Jahren zuvor demonstrieren linke Gruppierungen auch heuer wieder gegen die traditionelle Ballveranstaltung. In der Beschreibung der Facebookveranstaltung zur Demonstration heißt es seitens der „Offensive gegen Rechts”, dass die FPÖ nicht nur einen Ball feiern, sondern auch „die Grundsteine für ihre nächsten Angriffe auf unser Sozial- und Gesundheitssystem, sowie auf die Rechte von Arbeitern und Migranten” legen würde. Auch nach Ende der blauen Regierungsbeteiligung solle der Protest damit weitergehen. Neben der „Offensive gegen Rechts” rufen auch die „Omas gegen rechts” zum Protest auf.

Gratisbus der ÖH nach Wien

An den Demonstrationen dürften aber nicht nur Personen aus Wien und Umgebung teilnehmen. Erwartet werden auch Teilnehmer aus der Steiermark. Denn das Kulturreferat der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH) an der Universität Graz hat einen Bus organisiert, für den man sich im Vorhinein zwar anmelden muss, dafür dann aber gerade am 24. Jänner gratis nach Wien und zurück nach Graz fahren kann. Im Beschreibungstext der Facebookveranstaltung „Kultref goes Wien” und auch im ÖH-Newsletter, der in der Regel an alle Studenten der Karl-Franzens-Universität Graz ausgeschickt wird, schreibt das Referat: „Nicht nur Graz hat ein reiches, kulturelles Angebot, sondern auch Wien”.

Neben fünf kulturellen Veranstaltungen findet sich allerdings auch der Hinweis auf die Facebookveranstaltung zur Demonstration der „Offensive gegen Rechts”. Im ÖH-Newsletter wurde sogar direkt darauf verlinkt. „Wer genug von rechter Provokation hat, kann sich der Demo gegen den Akademikerball anschließen”, heißt es seitens des Kulturreferats sowohl im ÖH-Newsletter als auch in der Beschreibung der Facebookveranstaltung. Auch der Kommunistische Studentenverband (KSV) weist auf seiner Facebookseite auf die Busfahrt nach Wien hin: „Antifa heißt Busfahren. Am 24. Jänner gratis nach Wien zur Demo gegen den FPÖ-Burschiball!”

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Uni-Rampe besetzt: Linksextreme werfen Tampons auf Burschenschafter

Stefan Juritz

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ASDF Linke und Linksextreme gegen den WKR-Bummel an der Uni Wien. Bild: privat.

Die Polizei hatte am Montag eine Kundgebung gegen den Bummel der Wiener Studentenverbindungen untersagt. Die linke Szene reagierte am Mittwoch mit einer Sitzblockade an der Uni-Rampe.

Wien. – Heute Mittag haben verschiedene linke Gruppen, darunter die ÖH Uni Wien, aber auch Linksextreme von der autonomen antifa w, die Rampe der Universität Wien besetzt, um gegen den wöchentlichen Farbenbummel des Wiener Korporationsringes (WKR), dem vor allem schlagende Studentenverbindungen angehören, zu protestieren.

Linke werfen mit Tampons

Laut Augenzeugenberichten beteiligten sich etwa 30 Personen an der Sitzblockade an der Uni-Rampe, 50 weitere Linke protestierten an der Treppe davor. Die Demonstranten hielten Schilder wie „Gegen Rechtsextremismus und Polizeiwillkür!” und „Niemand hat das Recht zu gehorchen” hoch und riefen Parolen. Aus der Sitzblockade wurden rot angemalte Tampons auf die Verbindungsstudenten geworfen.

Eines der Tampons, das Demonstranten auf die Korporierten warfen. Foto: privat

Mutmaßliche Einschüchterungsversuche

Wie die Tagesstimme erfuhr, habe es darüber hinaus auch Einschüchterungsversuche gegen jenen Burschenschafter gegeben, der am vergangenen Mittwoch von Linksextremen gewalttätig angegriffen und leicht verletzt worden war.

Nach Ende des Farbenbummels eskortierte die Polizei die Korporierten zu ihrem Ausklang auf ein Wiener Verbindungshaus.

Seit Dienstag hatte die ÖH Uni Wien, die Plattform Radikale Linke, die Jüdischen österreichischen HochschülerInnen und die autonome antifa w zur Besetzung der Uni-Rampe aufgerufen. Zuvor hatte die Polizei bereits am Montag eine für Mittwoch geplante Kundgebung der ÖH gegen den WKR-Bummel untersagt.


Weiterlesen:

„Gegen Burschenschafter: ÖH will heute Uni-Rampe besetzen” (22.01.2020)

„Steirische Burschenschaften reagieren auf ‚linksextreme Einzelfälle’ ” (16.01.2020)

„FPÖ verurteilt ‚linke Gewaltexzesse’ an Uni Wien scharf” (15.01.2020)

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Gegen Burschenschafter: ÖH will heute Uni-Rampe besetzen

Stefan Juritz

Veröffentlicht

am

ASDF Symbolbild (Hauptgebäude Universität Wien): Alexander Johmann via Flickr [CC BY-SA 2.0] (Bild zugeschnitten)

Die Auseinandersetzung zwischen Linken und Rechten an der Universität Wien geht am heutigen Mittwoch weiter.

Wien. – Die ÖH Uni Wien, die Plattform Radikale Linke und die Jüdischen österreichischen HochschülerInnen haben gemeinsam für heute Mittag um 12 Uhr die Besetzung der Rampe an der Universität Wien angekündigt. Damit wollen die linken und linksradikalen Studenten gegen den dort mittwochs stattfindenden „Farbenbummel” der Studentenverbindungen des Wiener Korporationringes (WKR) protestieren.

Polizei untersagt ÖH-Kundgebung

Eine geplante Kundgebung der ÖH sei am Montag untersagt worden, berichtet die Studentenvertretung auf ihrer Facebook-Seite: „Diese skandalöse Entscheidung reiht sich ein in eine lange Kette von Diffamierungsversuchen, Demoverboten und anderen Formen der Repression gegen antifaschistische Proteste!”

RFS spricht von „Mega-Skandal”

Der Ring Freiheitlicher Studenten (RFS) ortet in der angekündigten Besetzung der Uni-Rampe einen „Mega-Skandal”. „Der linksextreme Schlägertrupp der ÖH Uni Wien, der bereits letzte Woche mehrere Verletzte zu verschulden hatte, ruft dazu auf sich gegen die Untersagung der Polizei zu stellen und den Aufgang zur Universität zu blockieren!”, kommentierten die blauen Studenten den ÖH-Beitrag auf Facebook.

Linksextremer Überfall in der Vorwoche

Vergangenen Mittwoch hatten Linksextreme an der Universität Wien einen Burschenschafter tätlich angegriffen. Der junge Studenten erlitt bei dem Angriff leichte Verletzungen und wurde anschließend im Krankenhaus behandelt. Die Polizei konnte zwei Tatverdächtige vorübergehend festnehmen. Die beiden wurden „nach sofortiger Vernehmung über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien auf freiem Fuß angezeigt”, wie eine Pressesprecherin der Polizei auf Anfrage der Tagesstimme mitteilte.


Weiterlesen:

„Steirische Burschenschaften reagieren auf ‚linksextreme Einzelfälle’ ” (16.01.2020)

„FPÖ verurteilt ‚linke Gewaltexzesse’ an Uni Wien scharf” (15.01.2020)

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