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„Zu linksradikal“

Reisch trennt sich von Mission Lifeline

In einem Interview mit der „Zeit“ gab Claus-Peter Reisch als Grund unter anderem an, dass ihm „vieles zu linksradikal“ sei. 

2 Minuten Lesezeit
<p>Bild: Claus-Peter Reisch / Bild: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Claus-Peter_Reisch_by_Rosa_Luxemburg-Stiftung.jpg" title="via Wikimedia Commons">Rosa Luxemburg-Stiftung</a> [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0">CC BY</a>] (Bild zugeschnitten)</p>

Bild: Claus-Peter Reisch / Bild: Rosa Luxemburg-Stiftung [CC BY] (Bild zugeschnitten)

Berlin. –  Unlängst wurde der wegen angeblich mangelhafter Registrierung seines Schiffes angeklagte Reisch im Berufungsverfahren freigesprochen, nachdem er zuvor zu einer Geldstrafe verurteilt worden war – er hatte ein Schiff mit Migranten verbotenerweise in Maltas Gewässer gesteuert. Nun trennt er sich von Mission Lifeline und nennt auch politische Differenzen als Grund.

Reisch stört sich an „politischer Agitation“

Im Interview betont er, dass er „auf jeden Fall“ wieder angebliche „Seenotrettungsmissionen“ fahren wolle, auch wenn er seine Aktivität gerade aufgrund diverser Verfahren sowie drohender Bußgelder auf Eis gelegt habe. Mit der Mission Lifeline habe er jedoch gebrochen, es gebe zu viele Differenzen zwischen ihm und der NGO.

Wörtlich sagte er, dass ihm „vieles zu linksradikal“ sei, generell störe ihn die „politische Agitation“, welche von Mission Lifeline ausgehe. So könne er sich beispielsweise nicht mit der Aussage, der österreichische Kanzler sei ein „Baby-Hitler“, abfinden – dies sei „nicht sein Ding“.

„Ich komme aus bürgerlicher Mitte“

Reisch sieht sich selbst aus der bürgerlichen Mitte kommend. Es sei ihm nie um Politik gegangen, sondern einzig und alleine um „Seenotrettung“. Dass diese mittlerweile eine politische Komponente aufweist, bedauere er. Auch teamintern sei es immer wieder zu Streitigkeiten gekommen, berichtet Reisch jedenfalls.

„Es gibt nun mal Hierarchien auf einem Schiff und manche Leute kommen damit nicht klar“, sagte er. Besonders „bei Windstärke acht“ gebe es keine Zeit, Entscheidungen des Kapitäns auszudiskutieren, auch wenn diverse Persönlichkeiten dies „aufgrund ihrer politischen Einstellung“ nicht verstünden. 

NGO warb einst mit „Team Umvolkung“-Hemd

Ob Reisch die politische Schlagseite wirklich immer ablehnte, ist allerdings ungewiss. Denn als die umstrittene NGO im Herbst 2018 ein T-Shirt mit seinem Konterfei und der Bezeichnung „Schlepperkönig“ auf der Vorder- und der Bezeichnung „Team Umvolkung“ auf der Rückseite herausgebracht hatte, bewarb er dieses noch frohen Mutes – Die Tagesstimme berichtete.

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